Warum ein Bullet Journal der perfekte Begleiter für dich ist

Hast du dich auch schon mal gefragt, wo dieser verdammte Zettel mit der Telefonnummer hin ist? Oder wann noch mal dein wichtiger Termin gewesen ist? Wächst dir auch ständig alles über den Kopf und du hast das Gefühl, du vergisst alles, was wirklich wichtig ist?

Hast du manchmal das Gefühl, dass du in deinem Leben nur auf der Stelle trittst? Dass du jede Menge Träume hast, aber keinen davon wirklich erfüllst?



Dann könnte ein Bullet Journal genau die richtige Lösung für dich sein. Du denkst jetzt vielleicht, dass du kein Typ für Notizbücher oder Planer bist - dann solltest du trotzdem nicht aufhören zu lesen, denn genauso ging es mir auch! Egal, wie sehr ich mich bemüht habe, wie sehr ich organisiert sein wollte: Mit einem Planer bin ich höchstens zwei Wochen klar gekommen, dann hatte ich keine Geduld mehr für das System. Mein Bullet Journal führe ich nun aber schon seit Januar.

Was ist überhaupt ein Bullet Journal?


Ein Bullet Journal ist ein System, um seinen Tag, seine Gedanken, seine Wünsche und Ziele zu organisieren und alles an einem Platz zu haben. Erfunden wurde das System von Ryder Carroll, einem Produktdesigner aus New York, der auf seiner Website www.bulletjournal.com die Grundlagen erklärt. Zum ersten Mal gesehen habe ich das Bullet Journal bei BohoBerry, einer Bloggerin und YouTuberin, die mich gleich mit ihrer Motivation angesteckt hat.

Konkret ist das Bullet Journal einfach nur ein leeres Notizbuch, dessen Seiten du mit den Dingen füllen kannst, die dir wirklich wichtig sind. Ich benutze mein Bullet Journal, um meine Tage zu strukturieren, meine Termine zu organisieren, neue Ideen zu sammeln, Ziele zu setzen und anschließend zu evaluieren, um zu sehen, ob ich sie wirklich erreicht habe. Mein Bullet Journal fungiert also als Planer, Notiz- und Ideenbuch und Feedback-System.




* Kalender
Da du bei einem Bullet Journal keine vorgegebenen Blätter hast, kannst du deinen Kalender selbst gestalten. Ich habe zum Beispiel immer einen großen Überblick, dann einen Überblick über den Monat und für jeden Tag eine Seite. Wenn du zum Beispiel weniger zu tun hast (oder einfach nur weniger aufschreiben musst), kannst du es auch so machen wie viele andere und eine Doppelseite für eine Woche benutzen. Das habe ich eine Zeit lang ausprobiert, aber das war für mich persönlich zu wenig Platz. 
* Tagebuch
Wenn du meinen Beitrag zum Thema "The Miracle Morning: Vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher" gelesen hast, weißt du, dass ich neuerdings auch Tagebuch schreibe. Früher hatte ich auch dafür nie die Geduld, nun habe ich aber Spaß daran gefunden, weil ich einen festen Zeitraum habe, in dem ich kurz meine Gedanken notieren kann. Die kommen bei mir immer auf die Tagesseite, damit ich alles passend beisammen habe.



* Listen
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Listen in mein Bullet Journal schreiben. Listen mit Büchern, die ich gelesen habe, To-Do-Listen, Listen mit Filmen oder Serien, die ich noch sehen möchte - Es gibt so viele Möglichkeiten, Dinge aufzulisten und das Bullet Journal bietet dafür den perfekten Platz. Wenn du auch so ein Listenjunkie bist, wirst du ein Bullet Journal lieben.
* Tracker
Tracker werden von ganz vielen Bullet Journal Fans benutzt. Ich habe das am Anfang ausprobiert, um verschiedene Gewohnheiten zu entwickeln. Zum Beispiel, mehr Wasser zu trinken oder mehr Sport zu machen, aber Tracker sind etwas, was bei mir überhaupt nicht funktioniert. Deswegen lasse ich sie mittlerweile einfach weg. Die Tracker beruhen auf der Seinfeld Strategie: Also ein tägliches Kreuzchen für "erfüllt" und der Wille, die Kette nicht zu unterbrechen. Mein Wille war wohl nicht stark genug ... ;)




* Notizen und Ideen
Auch dieser Punkt spielt für mich eine große Rolle. Wann immer ich eine Idee habe oder mir irgendetwas merken will, schreibe ich es in mein Bullet Journal. So habe ich kein Zettelchaos mehr auf meinem Schreibtisch und keine zehn verschiedenen Notizbücher für zehn verschiedene Dinge. Ich sammele sowohl Ideen für neue Geschichten als auch Ideen zur Vermarktung oder mache mir Notizen zu den wichtigen Schritten vor einer Veröffentlichung. Oder Notizen zu Fachbüchern, die ich gelesen habe. Wenn es nach mir ginge, würde ich auch mein Studium nur noch mit einem Bullet Journal bestreiten, weil ich es einfach so angenehm finde, alles an einem Platz zu haben. Vielleicht probiere ich das im nächsten Semester aus und berichte dann, wie es funktioniert hat. 
* Motivation/Dekoration
Wann immer ich mal eine Seite verhunzt habe oder etwas Platz übrig habe, nutze ich diesen für ein bisschen Dekoration oder motivierende Zitate. Viele machen aus ihren Bullet Journals wahre Kunstwerke, für mich steht die Funktionalität im Vordergrund. Und da ich Worte liebe, finde ich Schrift sowieso schon schön genug. Um da Inspiration zu kriegen, bin ich also eher die falsche Anlaufstelle, aber weiter unten findet ihr ein paar inspirierende Links. ;)



Welche Erfahrungen habe ich mit dem Bullet Journal gemacht?


Wie bereits erwähnt, führe ich mein Bullet Journal nun seit Januar diesen Jahres. Mittlerweile habe ich das zweite Notizbuch angefangen, weil das erste voll ist. Vorher war ich immer einer dieser total unorganisierten Menschen, die ständig nach einem funktionierenden System gesucht haben. Ich habe Termine verpeilt, Geburtstage und wichtige Aufgaben vergessen, häufig bis spät in die Nacht gearbeitet, wenn mir irgendetwas siedend heiß eingefallen ist, was bis zum nächsten Tag fertig sein musste. Ich war immer wieder frustriert darüber, wie unorganisiert ich bin, aber ich kann dir sagen: die Tage sind endlich vorbei.

Mittlerweile schreibe wirklich alles auf, was wirklich wichtig ist. Das hat dazu geführt, dass ich die Sachen auch viel früher angehe und mehr als pünktlich fertig habe (es sei denn, ich prokrastiniere freiwillig ... aber das ist ein anderes Thema), weil ich sie einfach täglich vor Augen habe und daran erinnert werde. Genauso bin ich viel ordentlicher geworden und habe wichtige Informationen gleich zur Hand, wenn ich sie brauche, statt Stunden mit dem Suchen von irgendwelchen Zetteln zu verbringen.








Genauso geht es mir mit den Terminen. Früher hatte ich noch recht wenig Termine. Da waren regelmäßige Sachen wie Studium und Arbeit und unregelmäßige Termine, an denen ich meine Freunde getroffen habe oder auf Parties gegangen bin. Das konnte ich mir noch einigermaßen gut merken. Mittlerweile habe ich aber durch meine freiberufliche Tätigkeit als Autorin und durch die Krankheit auch noch jede Menge Termine mehr, die ich irgendwie unter einen Hut bringen muss. Ohne Planer wäre ich absolut aufgeschmissen.

Mein absoluter Lieblingspart am Bullet Journal ist aber die Möglichkeit, meine Ziele zu setzen und sie immer wieder zu überprüfen und anzupassen. Das mache ich zum einen mit dem Level 10 Life System. Zum Anderen habe ich mir dafür neuerdings noch eine weitere Methode überlegt, die ich euch in meinem Artikel zum Thema Zielsetzung vorstellen werde. Seit ich mein Bullet Journal führe, sind meine Träume nicht mehr nur Träume, sondern Pläne, an denen ich arbeiten kann. Ich erreiche nun auch viel mehr, weil ich den Weg kenne und nicht mehr ziellos umherirre (Beispiel: drei Bücher in einem Jahr veröffentlichen - das dritte kommt im November (!)).



Fazit


Durch mein Bullet Journal bin ich organisierter und zielstrebiger als je zuvor. Das habe ich zwar sicher nicht nur dem Bullet Journal zu verdanken, sondern auch den Lektüren, Blogs und YouTube-Kanalen, die mich Tag für Tag motivieren, aber ich glaube schon, dass das Bullet Journal bei mir für Kontinuität gesorgt hat. Ich kann mir meinen Alltag nicht mehr ohne meinen praktischen Helfer vorstellen und suche immer nach Wegen, mein Bullet Journal besser organisieren zu können. 

Wenn du also auch ein Bullet Journal führst, würde ich mich freuen, wenn du mir erzählst, wie deines so aussieht und ob es deinen Alltag auch so ungemein erleichtert hat.

Alles Liebe,
deine Kim.


Lass dich inspirieren (weiterführende Links!)


www.bulletjournal.com - Die Homepage des Begründers, auf der erklärt wird, was ein Bullet Journal überhaupt ist und wie es funktioniert.
www.bohoberry.com - BohoBerry's Homepage mit jeder Menge Inspirationsmaterial.
Level 10 Life - Ein Artikel von BohoBerry, in dem das Level 10 Life System erklärt wird.
Meine BuJo-Pinnwand bei Pinterest, falls ihr da mal vorbeischauen wollt. Überhaupt ist Pinterest einer der besten Orte, um nach Inspiration zu suchen.
www.tinyrayofsunshine.com - Ein weiterer Blog, der sich nur dem Bullet Journaling widmet.
Die Bullet Journal Junkies auf Facebook sind auch immer eine gute Inspirationsquelle.




Cover-Reveal und Ankündigung!

Hallo ihr Lieben,

es ist bald schon wieder so weit. Nur noch ungefähr anderthalb Monate müsst ihr euch gedulden, bis es etwas Neues von mir zu lesen gibt.

Die, die mich schon länger kennen, warten vielleicht schon sehnsüchtig darauf, diese Geschichte in ihrer langen Version zu lesen. Alle anderen freuen sich vielleicht darauf, meine beiden Herzchen kennen und lieben zu lernen.

Von wem rede ich denn da?

Genau! Cameron und Alina aus "Hundert minus einen Tag" bekommen endlich ihre eigene Novelle! Von so vielen gewünscht, nachdem die Kurzgeschichte vor zwei Jahren auf meinem Blog zu lesen war, habe ich mir jetzt die Arbeit gemacht und die Geschichte zu einer Novelle ausgeweitet, die pünktlich zur Weihnachtszeit erscheinen soll. Ich hoffe, ihr freut euch genauso sehr wie ich!

Um euch die Wartezeit zu versüßen, habe ich heute schon mal das Cover für euch!



Gefällt es euch? Lasst mich unbedingt wissen, was ihr vom Cover haltet!

Wenn ihr den Starttermin zum Vorbestellen nicht verpassen wollt, schaut doch mal auf meiner Facebook-Seite vorbei oder abonniert mich auf Twitter - dort poste ich die Neuigkeiten auf jeden Fall!

Alles Liebe,
eure Kim.

Gedacht | The Miracle Morning - Vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher?!

05:30 Uhr: Der Wecker klingelt. Einmal. Ohne den Snooze-Button zu betätigen, ohne noch drei weitere Wecker im Abstand von jeweils fünf bis zehn Minuten gestellt zu haben. Ich schalte den Wecker aus und das Licht ein, gähne und strecke mich, überlege für einen kurzen Moment, doch einfach weiterzuschlafen, bis ich von alleine wach werde. Aber mein Wille, das meiste aus meinem Tag herauszuholen ist stärker und so schwinge ich doch die Beine aus dem Bett, um durch die eiskalte Wohnung zu tapsen und erst einmal die Zähne zu putzen und ein Glas Wasser zu trinken.

Ich befolge Hal Elrods Tipps, um morgens wach zu werden und die Wahrscheinlichkeit zu senken, mich einfach wieder ins Bett zu legen, weil es dort so kuschelig warm und gemütlich ist. Wer kennt das nicht? Schlafen, bis zur allerletzten Minute? Sich in aller Eile anziehen und den Morgenkaffee auslassen, weil keine Zeit mehr dafür ist? Oder an freien Tagen so lange schlafen, dass der Vormittag schon fast wieder um ist und man sich abends fragt, wo die Zeit geblieben ist?



Ich bin ein Morgenmuffel. Einer von der Art, die zehn Mal aufwachen können, wenn es schon hell ist, und sich trotzdem umdrehen und weiterschlafen. Deswegen war ich auch schon skeptisch, als ich zum ersten Mal von Hal Elrods "The Miracle Morning: The Not-So-Obvious Secret Guaranteed To Transform Your Life (Before 8AM)" gehört habe. Ich war immer fest davon überzeugt, abends am besten arbeiten zu können und sah keinen Grund, das zu ändern, bis mein Freund vor ein paar Monaten seine Arbeitsstelle anfing.

Er hat sich gewünscht, dass wir morgens gemeinsam aufstehen und frühstücken, bevor er zur Arbeit fährt und die wenige Freizeit, die wir am Abend zusammen haben, auch wirklich für uns nutzen. Weil ich seinen Wunsch nachvollziehen konnte und mir gewünscht habe, dass es klappt, habe ich versucht, mit ihm früh aufzustehen, aber musste schnell feststellen, dass ich davon immer so müde war, dass ich mich um zehn Uhr noch einmal für eine Stunde hingelegt habe. Irgendwann bin ich dann morgens einfach liegen geblieben, damit ich am Tag wenigstens etwas auf die Reihe kriege, um die Abende zu haben (das hat übrigens auch nicht wirklich geklappt).

Vor ungefähr einer Woche habe ich dann endlich das Buch gelesen und beschlossen, dem Ganzen eine Chance zu geben, auch wenn ich nach wie vor misstrauisch war. Ich bin also noch ein ziemlicher Frischling, ABER ich bin begeistert und bisher habe ich noch keinen Miracle Morning verpasst.

Wie unser Denken unser Handeln beeinflusst


Hal Elrod war schon zwei Mal ganz am Boden. Einmal nach einem Autounfall, bei dem er starb und nach sechs Minuten erst wiederbelebt werden konnte, mit der Aussicht, nie wieder laufen zu können. Ein anderes Mal, als er sein Vermögen durch die Wirtschaftskrise verlor und dadurch in eine Depression verfiel. Beide Male hat er sich mit Willensstärke und viel Optimismus wieder nach ganz oben gekämpft. Heute ist er Bestsellerautor, Vater und Ehemann, Marathonläufer und erfolgreicher Coach. 

Er ist eine sehr inspirierende Persönlichkeit und spricht mir in ganz vielen Punkten aus der Seele. Deswegen habe ich sein Buch geradezu verschlungen und konnte jede Menge Vergleiche ziehen, so dass mir klar wurde, dass Erfolg etwas ist, was wirklich jeder Mensch haben kann. Ein paar der Lebensweisheiten aus dem Buch würde ich gerne mit euch teilen, bevor ich mehr zur Morgenroutine schreibe.

"Du kannst es nicht ändern? Dann denk' nicht mehr darüber nach!" - Manchmal erreichen wir einen Tiefpunkt in unserem Leben, manchmal bekommen wir sprichwörtlich einen Schlag ins Gesicht, aber was bringt es, sich darüber zu beschweren? Die Energie, die wir darauf verschwenden, uns zu fragen, wieso es ausgerechnet uns getroffen hat und was wir bitte getan haben, um so etwas zu verdienen, können wir viel besser auf etwas anderes verwenden. Zum Beispiel darauf, die Sachen zu ändern, die wir auch wirklich ändern können. (Die Zitate sind übrigens aus dem Englischen übersetzt, da ich die deutsche Version des Buches nicht habe - wundert euch also nicht über die teilweise merkwürdige Wortwahl.)

"Wo du nun stehst, ist das Ergebnis davon, wer du warst. Aber wo du hingehst, hängt ganz allein davon ab, wie du dich von diesem Augenblick an entscheidest." - Das ist eine der wichtigsten "Lebensweisheiten" für mich. Ich tendiere schnell dazu, Entscheidungen abhängig von dem zu treffen, wer ich einmal gewesen bin. Auch nach meiner Krebserkrankung hatte ich lange Zeit damit zu kämpfen, dass ich manche Sachen nicht mehr so gut konnte wie vorher. Das war anstrengend und frustrierend, aber letztendlich wurde mir klar, dass ich a) nichts daran ändern konnte und b) ich dafür mittlerweile auch ein anderer Mensch bin, dessen Glück und Erfolg nicht von Dingen abhängig sind, die in der Vergangenheit liegen. Ich habe für mich also beschlossen, nicht so oft zurückzublicken (höchstens um stolz auf das zu sein, was ich geschafft habe), sondern mich jeden Tag erneut für mein heutiges Ich zu entscheiden.

"Der Einfluss unserer Gedanken, Entscheidungen und Aktionen ist monumental, denn jeder einzelne Gedanke, jede Entscheidung und Aktion bestimmt, zu wem wir werden." - Auch davon habe ich vorher schon einmal gehört, aber erst durch dieses Buch wurde mir so richtig klar, wie groß der Einfluss unserer täglichen Handlungen und Gedanken wirklich ist. Es macht einen großen Unterschied, ob ich denke, dass ich etwas sowieso nicht auf die Reihe kriege und es deswegen gleich lasse, oder ob ich mir sage, dass ich etwas erreichen kann, weil ich es will und alles daran setze, es zu erreichen. Ein aktuelles Beispiel: Ich habe mir früher immer gesagt, dass ich einfach nicht joggen kann. Ich habe es so oft versucht und immer wieder frustriert aufgegeben, bis ich mir schließlich gesagt habe, dass mein Körper wahrscheinlich einfach nicht dafür gemacht ist. Aber jetzt, da ich weiß, dass Joggen das Brustkrebsrisiko um 25% senkt und sogar Hal Elrod einen Marathon gelaufen ist, obwohl es hieß, dass er wahrscheinlich nie wieder laufen kann, ist mir klar geworden, dass die Schuld daran ganz allein an meinen Gedanken gelegen hat. Und siehe da, plötzlich ist die Anstrengung nicht mehr unerträglich, sondern eine willkommene Herausforderung, an der ich wachsen kann.

"Ein außergewöhnliches Leben setzt sich hauptsächlich aus täglichen, regelmäßigen Verbesserungen in den Bereichen zusammen, die am meisten zählen." - Früher war ich immer jemand, der schnell frustriert war, wenn sich der Erfolg nicht augenblicklich einstellen wollte. Bestes Beispiel: Abnehmen. Je schneller, desto besser. Aber Leute, eigentlich ist es ganz einfach. Erfolg passiert nicht einfach so. Erfolg ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte in die richtige Richtung. Wenn ihr Tag für Tag kleine Verbesserungen in euer Leben lasst, wird sich das gewünschte Ergebnis irgendwann von ganz allein einstellen. Und so lange müsst ihr euch mit dieser Gewissheit zufrieden geben.

Die Life S. A. V. E. R. S. in meinem Morgenritual


Ich könnte euch jetzt noch jede Menge Zitate mehr bringen, aber ich denke, es bringt euch mehr, das Buch selbst zu lesen, da ihr einen anderen Fokus und andere Erwartungen an das Buch herantragt und euch somit vielleicht auch andere Stellen viel mehr zusagen. In meinem letzten Artikel habe ich meine Morgenroutine schon leicht angeschnitten. Heute möchte ich euch die Punkte noch einmal kurz erklären und euch erzählen, was ich für jeden Punkt mache.

S is for Silence - Stille

Stille am Morgen ist eine Herausforderung für mich. Nicht die äußerliche Stille (darin bin ich ziemlich gut), sondern die innerliche. Meine Gedanken rasen ununterbrochen und so ist es schon schwer für mich, fünf Minuten lang zu meditieren. Ihr müsst in der Zeit nicht meditieren, ihr könnt auch einfach so die Ruhe genießen, aber ich finde, sich fünf bis zehn Minuten nur auf seinen Atem zu konzentrieren, beruhigt die Gedanken und lässt einen entspannt in den Tag starten. Wir benutzen dazu eine App, die einen Gong zu Beginn und einen zum Ende ertönen lässt, um uns nicht mit einem Wecker aus der Meditation reißen zu lassen. Ich setze mich auch nicht besonders aufrecht hin und halte meine Hände auch nicht unbedingt in einer "meditativen Pose", sondern murmele mich in meinem Bademantel ein, setze mich bequem hin und schließe die Augen. Dann sage ich mir in Gedanken immer wieder etwas wie "Ich atme Stärke ein und ich atme Ängste aus" (was sich aufgeschriebener Weise wirklich bescheuert anhört, aber echt gut hilft). Ich merke immer wieder, dass ich plötzlich mit Gedanken woanders bin, aber dann schiebe ich diese einfach weg und konzentriere mich wieder auf meinen Atem.

A is for Affirmation - Bekräftigung

Mit dem zweiten Teil des Morgenrituals habe ich mich zugegebenermaßen auch etwas schwer getan. Aber ich merke jetzt schon, dass es offensichtlich etwas bringt, sich selbst zu bekräftigen, auch wenn man sich dabei zunächst sehr blöd vorkommt. Für weniger kreative Menschen gibt es auf der Miracle Morning Website Affirmationen zum Herunterladen, die etwas kreativeren Köpfe überlegen sich selbst, worin sie sich verbessern wollen und schreiben ihre Affirmationen selbst. Meine Affirmationen sind ungefähr eine DIN A4 Seite lang und decken verschiedene Bereiche meines Lebens ab. Darin beschreibe ich in der ersten Person Präsens die ideale Situation, um meine Gedanken darauf umzupolen. Zwei Beispiele:

Ich bin eine sehr gute Autorin. Ich habe keine Schreibblockaden und liebe es, stundenlang am Schreibtisch zu sitzen und an meinen Projekten zu arbeiten. Meine Bücher haben überwiegend gute Rezensionen und meine Leser warten schon gespannt auf die nächsten Geschichten. Ich schreibe gerne, weil ich mich und andere damit glücklich mache.

Ich bin gesund und nutze meine zweite Chance auf ein Leben, in dem ich die bestmögliche Version meiner selbst werde. Ich denke darüber nach, ob die Süßigkeit oder das Getränk wirklich sein muss, weil mir längerfristige Gesundheit wichtig ist. Ich bewege mich mindestens 30 Minuten am Tag, weil mir Sport gut tut und das Wiedererkrankungsrisiko drastisch senkt.

Ihr seht: Auch ich habe so einige Probleme damit, mich motivieren zu können und arbeite daran, Schreiben und Sport zu Gewohnheiten zu machen. Die Affirmationen helfen dabei, in dem man sie sich täglich sagt und das Unterbewusstsein sie irgendwann übernimmt. Das habe ich übrigens auch den Blog betreffend gemacht und siehe da, ich fühle mich wieder motiviert, hier zu schreiben. ;)

V is for Visualization - Visualisierung

Etwas visualisieren zu können ist ein sehr mächtiges Instrument. Je besser man sich etwas vorstellen kann, umso besser klappt es in der Realität wahrscheinlich auch. Ich muss zugeben, ich bin noch nicht so wirklich talentiert darin, meinen kompletten Tag zu visualisieren, ohne dass meine Gedanken abdriften. Mir reicht es meistens schon, mich beim Joggen glücklich darzustellen, um die kurz darauf folgende Runde zu überstehen. Außerdem nehme ich mir dann noch einmal meine Ziele für die Woche und den jeweiligen Tag zur Hand (einen Beitrag über Zielsetzung werde ich demnächst auch noch schreiben) und schaue, was ich erledigen muss/will/sollte. Mir jeden Tag meine Ziele vor Augen zu führen, macht sie greifbarer und damit automatisch auch schneller erreichbar. Seit ich meine Ziele aufschreibe und regelmäßig evaluiere, erreiche ich viel mehr.

E is for Exercise - Bewegung

Dieser Punkt gehört wenig überraschend zu meinen verhasstesten. Sein Blut morgens schon vor acht Uhr in Wallungen zu bringen, sorgt nicht gerade für Stimmung, ABER wenn ich dann um halb neun frisch geduscht und fertig gefrühstückt am Schreibtisch sitze, bin ich ziemlich stolz darauf, dass ich schon Sport gemacht habe. Der Gedanke daran hilft mir dabei, den Sport durchzuhalten.

Hal Elrod rät in seinem Buch dazu, das Herz wenigstens einmal auf Trab zu bringen. Sei es, in dem man 100 Hampelmänner macht, eine Runde Joggen geht oder ein paar Yoga-Übungen macht. Da ich morgens mehr als genug Zeit habe, nutze ich die frische Morgenluft für eine 30-minütige Joggingrunde mit meinem Freund. Das ist echt anstrengend und mittlerweile auch ziemlich kalt, wenn noch nicht einmal die Sonne aufgegangen ist, aber ich freue mich jedes Mal wie ein Bär, wenn ich die Runde komplett durchlaufen konnte und an meiner Kondition arbeiten konnte, die nach der Therapie doch stark abgenommen hat. Wer lieber Yoga machen möchte, dem kann ich zum YouTube-Kanal "Yoga with Adriene" raten, wer lieber ein bisschen mehr Action hat, kann sich mal Darebees Workouts anschauen. Die sind nicht so zeitaufwendig, machen Spaß und bringen schnelle Ergebnisse.

R is for Reading - Lesen

Mein absoluter Lieblingspart am Morgen: das Lesen. Hier ist es aber wichtig, dass es Non-Fiction ist und ihr auch wirklich was dazu lernt. Drei Buchtipps habe ich euch in meinem letzten Artikel ja schon gegeben, meine Leseliste stelle ich euch auch bald vor. Gestern habe ich "Darm mit Charme" von Giulia Enders beendet und nun lese ich "Think and Grow Rich" von Napoleon Hill. Selbst mein Freund, der sonst eigentlich überhaupt nicht gerne liest, freut sich über die Möglichkeit, jeden Tag ein bisschen dazuzulernen.

S is for Scribing - Schreiben

Auch der letzte Teil der Morgenroutine gefällt mir echt gut. Früher konnte ich mich nie zum Tagebuch schreiben aufraffen. Mittlerweile führe ich zwar ein Bullet Journal, aber auch da habe ich nur ganz selten richtige Tagebucheinträge geschrieben. Jetzt nutze ich diesen Teil der Morgenroutine, um kurz die Erfolge des letzten Tages zusammenzufassen, zu sagen, wie es mir geht und was ich für den Tag geplant habe. Ich denke, in einem halben Jahr werde ich sicher noch einmal zum Anfang zurückblättern und die Einträge durchlesen, um zu sehen, was ich in der Zeit alles erreicht habe. Darauf bin ich jetzt schon sehr gespannt.

Die einzelnen Teile könnt ihr variieren, wie es euch am besten passt. Ich fange morgens mit der Meditation an, gehe dann über in die Affirmationen und die Visualisierung, dann schreibe und lese ich und dann geht es ab nach draußen. Für mich gehört die anschließende Dusche, ein leckeres Frühstück und ein guter Cappuccino dann noch dazu, bevor ich wirklich in den Tag starte. So hatte ich einen entspannten Morgen, an dem ich schon jede Menge für mich selbst getan habe und kann voller Motivation in den Tag starten.

Übrigens bin ich dafür Abends immer richtig platt. In letzter Zeit ist es selten vorgekommen, dass ich nach zehn Uhr noch wach gewesen bin. Aber ganz ehrlich: Das finde ich sogar gut so - immerhin habe ich jetzt meinen Morgen zusammen mit meinem Freund und bin spätestens um sechs mit meiner To-Do-Liste fertig, so dass wir auch den Abend gemeinsam genießen können.

Seid ihr nun motiviert, auch zum Frühaufsteher zu werden?

Hinterlasst mir einen Kommentar mit euren Wünschen und Anregungen zu weiteren Artikeln dieser Art - ich bin gerade hochmotiviert! ;)

Alles Liebe,
eure Kim.



Gedacht | Was ist dein Lebenssinn? (+ 3 Bücher, die mein Denken verändert haben)

Vor zwei Jahren hätte ich noch hier an meinem Schreibtisch gesessen und eine Rezension für euch geschrieben, bevor ich mich vielleicht vor den Fernseher gesetzt hätte, um ein paar Folgen meiner Lieblingsserie zu suchten oder gleich das nächste Buch zu verschlingen (versteht mich nicht falsch - an manchen Tagen vermisse ich dieses Leben auch!), aber heute - heute kann ich hier sitzen und sagen, dass sich mein Leben ganz schön verändert hat.

Klar ist da die Sache mit dem Krebs, aber das meine ich gar nicht. Ich meine die Art und Weise, wie ich mich weiterentwickelt habe. Was ich dazugelernt habe. Was mich geprägt hat. Welche Ziele ich erreicht habe. Wie ich überhaupt gelernt habe, konsequent an meinen Zielen zu arbeiten.



Sowas bekommt man nämlich in den seltensten Fällen mit auf den Weg gegeben. Ich war zwar schon immer ehrgeizig und irgendwie auch zielstrebig, aber die erste Zeit meines Studiums habe ich auf so richtig typische Studentenart vertrödelt, weil ich

a) Probleme damit hatte, plötzlich erwachsen zu sein und Verantwortung zu tragen

und

b) keine Ziele abgesehen von einem Studienabschluss hatte.

Dann entdeckte ich YouTube für mich. Zuerst waren es nur Booktube- und Make-Up-Videos, aber schnell kamen inspirierende Persönlichkeiten dazu, die über Bullet Journaling, Minimalismus oder Finanzen reden, als hätten sie wirklich eine Ahnung von dem, was sie da machen. Das wollte ich für mich auch, also habe ich mir vorgenommen, mich mit Personal Development auseinanderzusetzen.

Was ist Personal Development?


Personal Development beschreibt eigentlich nichts anderes als die persönliche Entwicklung. Durch verschiedene Einflüsse in unserem Leben entwickeln wir uns ständig weiter. Erfahrungen, Gespräche und Gelerntes sorgen dafür, dass wir neue Denkmuster bilden und Dinge mit unserem neu erlangten Wissen bewerten. Personal Development ist ein lebenslanger Prozess, den wir drastisch verbessern können, in dem wir uns bewusst sind, dass wir unsere persönliche Entwicklung selbst steuern können.

Das gehört zum Beispiel dazu:

* Zeitmanagement
* Zielsetzung/-erreichung
* Willensstärke
* lebenslanges Lernen
* den Lebenstil/die Lebensqualität verbessern
* finanzielle Bildung
* Gesundheit und Fitness verbessern
* Stärken und Talente entdecken und ausbauen
* einen Lebenssinn finden und mit vollem Potenzial leben

Ihr seht, Personal Development hat viele Ebenen, die man für sich selbst festlegen und verbessern kann. Besonders den letzten Punkt empfinde ich als sehr wichtig, wenn man in seinem Leben etwas erreichen möchte.

Der Sinn des Lebens


Einen Lebenssinn zu finden, fällt nicht allen Menschen leicht. Ich habe schon so viele Menschen getroffen, die unzufrieden sind mit dem, was sie gerade machen und das möchte ich für mich nicht. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, ein 0815-Leben zu leben und auf Nummer sicher zu gehen, denn wenn ich eins gelernt habe, dann das man sowieso nicht auf Nummer sicher gehen kann.

Ich brauchte noch nicht einmal an Krebs zu erkranken, um zu wissen, dass es im Leben keine Garantien gibt. Dazu muss ich mir nur anschauen, wie viele Leute ihren Job verlieren oder immer damit rechnen müssen, dass sie die Kündigung bekommen. Ich brauche mir nur den Wirtschaftsteil in der Zeitung oder die Schlagzeilen anschauen, um zu wissen, dass es sehr wahrscheinliche keine Rente mehr gibt, wenn ich das Alter erreicht habe. Und dann kommen noch Krankheiten und Unfälle dazu, die unter Umständen sowieso dazu führen, dass man gar nicht alt genug wird, um überhaupt noch eine Rente zu bekommen. Ist so ein Leben also wirklich noch auf Nummer sicher gehen?

Oder ist es nicht eigentlich genauso risikoreich, wie ein Leben nach seinen Träumen zu gestalten?

Versteht mich nicht falsch. Wer seinen Job liebt und sich nichts anderes vorstellen kann, ist so sicher gut aufgehoben. Nicht jeder hat große Träume, nicht jeder erwartet Tag für Tag mehr von seinem Leben. Aber ich glaube, dass ihr diesen Artikel lest, weil ihr insgeheim ahnt, dass ihr mehr von eurem Leben haben könntet.

Und dafür müsst ihr wissen, was euer Lebenssinn ist (oder auch zwei oder drei - das ist auch in Ordnung, wenn ihr euch nicht entscheiden könnt). Erst, wenn ihr wirklich wisst, was ihr vom Leben wollt, könnt ihr eure Energie auf das Erreichen eurer Ziele fokussieren.

Meinen Lebenssinn habe ich so festgelegt:

Ich möchte Menschen mit meinen Geschichten eine Ausflucht aus dem Alltag schenken und sie unterhalten. Außerdem möchte ich inspirieren, motivieren und helfen in den Gebieten, die mich interessieren.

Seit ich weiß, dass ich mich damit am glücklichsten machen würde, weil ich so auf meine Weise einen Teil zur Menschheit beitragen kann, bin ich viel produktiver und aktiver. Ich weiß nicht, wie lange ich gebraucht hätte, um ein Buch zu veröffentlichen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass ich damit meinen Lebensunterhalt bestreiten möchte. Ich weiß auch nicht, wie lange ich für die nächsten Projekte gebraucht hätte, die in den kommenden Monaten anstehen.

Vielleicht hätte ich sie nie umgesetzt, sondern würde brav weiter zur Uni gehen (was ich auch mache, weil so ein kleines bisschen auf Nummer sicher gehen will ich dann doch ...) und am Ende meines Lebens die Dinge beweinen, die ich alle nicht gemacht habe. Ich bin zuversichtlich, dass jeder, der seinen Lebenssinn kennt und alles dafür gibt, seinen Weg bestreiten wird. Vielleicht ist es auf den ersten Blick nicht immer so leicht, wie der 0815-Weg aussieht, aber wenn wir dann darüber nachdenken, dass die allermeisten Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrer Arbeitsstelle oder ihrem Gehalt sind und Wirtschaftskrisen und Kriege nicht abnehmen werden, nur weil wir uns das so wünschen, dann ist es vielleicht doch genauso "einfach" seine Träume zu verwirklichen.

So bin ich aber mitten im Thema drin und habe vor, euch in der kommenden Zeit auch mit Artikeln dazu zu inspirieren. Heute möchte ich euch drei Bücher vorstellen, die man komplettes Denken umgekrempelt haben und dafür gesorgt haben, dass ich kontinuierlich an mir arbeite.

Drei Bücher, die mein Denken verändert haben


The ONE Thing: The Surprisingly Simple Truth Behind Extraordinary Results - Gary Keller mit Jay Papasan

The ONE Thing ist eines der ersten Bücher, die ich in diese Richtung gelesen habe. Die Frage, die dahinter steht: Was ist die EINE Sache, die ich machen kann, damit alles andere leichter oder sogar unnötig wird?

Gary Keller geht auch in diesem Buch auf den Lebenssinn ein und fragt den Leser, was die eine Sache ist, die ihn morgens aufstehen und weitermachen lässt, wenn er müde und ausgelaugt ist. Diese Frage für mich zu beantworten, hat mich sehr viel weitergebracht. Ich bin ja oben schon ausführlich auf den Lebenssinn eingegangen und kann euch nur sagen, dass ich diese Frage für sehr, sehr wichtig empfinde.

Zum ersten Mal hat mir dieses Buch auch gezeigt, dass Erfolg nicht Zufall, sondern harte Arbeit ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wenn man eine richtige Sache nach der anderen macht, führt das irgendwann zu Erfolg. Sänger zum Beispiel, die auf den ersten Blick einfach nur Glück haben, dass sie so erfolgreich sind, haben vielleicht harte Arbeit in ihr "Talent" gesteckt. Vielleicht haben sie schon jahrelang Gesangsunterricht genommen, YouTube-Videos aufgenommen und geschnitten, an Straßenecken gestanden, um zu singen und so ihren Unterhalt zu bestreiten. Und vielleicht waren das alles genau die richtigen Schritte zum Erfolg.

Wenn es schlecht läuft, dann liegt das nicht unbedingt an unserem Schicksal, sondern viel eher daran, dass wir nicht die richtigen Schritte nacheinander machen. Wir sollten unseren Fokus dann auf die eine Sache legen, die alles andere unnötig oder leichter machen würde, und sollten bald eine Verbesserung feststellen können. 

The ONE Thing hat mich auch zum ersten Mal über das Konzept "Think Big" aufgeklärt, das mir zwar vorher schon bekannt war, ich damit bisher aber eher weniger anfangen konnte. Es wurde klar, dass niemand weiß, bis wohin sein Erfolg reichen kann und man deshalb auch nur erfolgreich sein kann, wenn man große Träume und Ziele hat. Je größer man seine Möglichkeiten einräumt, umso größer ist auch das Potenzial hinter diesen.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich dieses Buch sehr stark geprägt hat, weil ich Gary Kellers Worte zu 100% unterschreiben würde. Es hat mir gezeigt, dass Erfolg nicht mit Glück gleichzusetzen ist und deshalb für jeden erreichbar ist, der weiß, wie es geht. Dank dieses Buches habe ich mir in den Kopf gesetzt, meinen Lebenssinn wirklich durchzusetzen und mich persönlich immer weiterzuentwickeln.

"A life worth living might be measured in many ways, but the one way that stands above all other is living a life of no regrets." - Gary Keller

Tipp: Das Buch gibt es leider immer noch nicht auf deutsch, aber ich kann euch versprechen, dass das Englisch nicht schwer ist. Wer aber trotzdem keine Lust darauf hat, das Buch zu lesen, kann auch einfach mal nach Zusammenfassungen suchen. Die gibt es eigentlich zu allen größeren Personal Development Büchern.


Rich Dad, Poor Dad - Robert T. Kiyosaki


Um dieses Buch bin ich lange Zeit herumgeschlichen, was hauptsächlich daran lag, dass ich nie so richtig gelernt habe, mit Finanzen umzugehen. Klar, meine Eltern haben mir eine solide Grundausbildung gegeben, aber so richtig Ahnung hatte (und habe) ich immer noch nicht (was vielleicht auch daran liegt, dass man sowas in der Schule nicht lernt!).

Das war ein Grund dafür, dass ich solange mit mir gehadert habe. Der andere war der, dass ich mir schlicht und einfach nicht vorstellen konnte, etwas über Geld zu lesen, wenn doch über Geld sprechen schon immer mit einem schamhaften Gefühl verbunden ist. Wer spricht schon gerne über Geld?

Dass ich mich letztendlich dazu aufgerafft habe, das Buch zu kaufen, lag daran, dass es im Kindle Deal für 0,99€ zu haben war und ich es kurzerhand gekauft habe, weil ich schon viel Gutes davon gehört habe. Ich habe es dann auch ziemlich schnell gelesen und kann euch sagen, dass es meine Sicht auf Finanzen drastisch geändert hat. Das Buch ist an manchen Stellen ein bisschen überzogen und ich würde auch nicht unbedingt alles unterschreiben, was Robert Kiyosaki sagt, aber es haben einige Essenzen in dem Buch gesteckt, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Zunächst einmal beschreibt er, dass die Mehrheit der Menschen für ihr Geld arbeitet, die wirklich Reichen aber gelernt haben, das Geld für sich arbeiten zu lassen. Er verdeutlicht, dass für sein Geld zu arbeiten, niemals finanzielle Freiheit bedeuten kann, weil man a) seine ganzen Leistungen in die Firma oder den Staat investiert, bei dem man angestellt ist und b) auch noch fast die Hälfte seines Lohnes sofort abgeben muss.

Reiche Menschen machen es ihm zufolge so, dass sie ihre Ausgaben und Verbindlichkeiten minimieren. Sie leben also sparsam, bauen Schulden ab bzw. nehmen erst gar keine Kredit auf, wenn sie nicht sicher sind, dass sie diese innerhalb kurzer Zeit locker wieder ausgleichen können und arbeiten stattdessen daraufhin, Vermögenswerte zu erwerben, die ihnen Geld einbringen. Vermögenswerte sind Unternehmen, die ohne die eigene Anwesenheit auskommen, oder Immobilien, die nicht selbst genutzt werden, Aktien oder Anleihen, Investmentfonds, Schuldscheine oder auch Tantiemen. Alles das, wofür man nicht aktiv sein muss.

Dazu sagt Kiyosaki, dass man sich ein breitgefächertes Wissen in vier Bereichen aneignen sollte: Buchhaltung, Investition, Marktverständnis und Gesetz.

Ich gebe zu, heute verstehe ich noch nicht alles von dem, was er da geschrieben hat. Ich habe zum Beispiel bisher noch recht wenig Erfahrung, was die Wirtschaft angeht, aber dank dieses Buches weiß ich nun, in welche Gebiete ich weiter vordringen möchte. Seine Worte ergeben Sinn für mich, denn jemand, der nicht mehr für sein Geld arbeiten muss, hat folglich mehr Zeit für seine Familie und die Dinge, die ihm wirklich Spaß machen. Deshalb finde ich es nur lohnenswert, mich in diesem Bereich weiter fortzubilden.

Außerdem hat mir Rich Dad, Poor Dad auch die Augen geöffnet, was finanzielle Bildung angeht. Mir ist klar geworden, dass ich nie wirklich viel sparen werde oder mir nie wirklich große Träume erfüllen kann, wenn ich nicht lerne, wie man richtig mit Geld umgeht. Seit ich dieses Buch gelesen habe, bin ich motiviert, das Beste aus meinen Finanzen herauszuholen und allein deshalb gibt es von mir schon eine Leseempfehlung. Das Buch und einige weitere von ihm gibt es auch auf deutsch.


The Miracle Morning: The Not-Sp-Obvious Secret Guaranteed to Transform Your Life Before 8AM - Hal Elrod


Dieses Buch habe ich erst vor ein paar Tagen beendet und das Prinzip gleich umgesetzt. Hal Elrod ist eine sehr inspirierende Persönlichkeit. Er geht sehr stark darauf ein, was ihn überhaupt dazu getrieben hat, zu dem zu werden, der er heute ist, und erzählt dabei von seinem Autounfall, bei dem er gestorben ist und wiederbelebt wurde, nur um dann einige Tage im Koma zu liegen und aufzuwachen mit der Aussicht, nie wieder Laufen zu können. Mal abgesehen davon, dass die Ärzte nicht wussten, wie viel Schaden sein Hirn genommen hat.

Mittlerweile ist er einen Marathon gelaufen und hat mit seinem Miracle Morning eine Morgenroutine geschaffen, die eine ganze Bewegung nach sich gezogen hat und von ganz vielen (erfolgreichen) Menschen auf der ganzen Welt praktiziert wird. Eigentlich ist es ganz einfach und auch kein großes Geheimnis, aber in dem er es zu einer festen Routine gemacht hat, gleich viel leichter umzusetzen (auch für absolute Morgenmuffel wie mich).

Auch hier geht es allen voran um Personal Development und um die Frage, wie man das täglich in sein Leben einbringen kann. Dazu steht man einfach eine Stunde früher auf und nimmt sich die Zeit dafür. Was sich zunächst grausam anhört, ist gar nicht so schwer, weil man nach dieser Morgenroutine das Gefühl hat, gleich erfolgreicher in den Tag zu starten. Neben einer Strategie fürs Aufstehen und seinen sechs Life S.A.V.E.R.S., geht er auch auf jeden Menge andere universale Wahrheiten ein. Da ich mir einige tolle Stellen markiert habe, werde ich aber sicher noch einen zweiten Artikel zu dem Thema schreiben.

Erstmal erzähle ich euch im Kurzformat von den Life S.A.V.E.R.S.: Die stehen für S - Silence, A - Affirmation, V - Visualization, E - Exercise, R - Reading und S - Scribing. In einer einstündigen Morgenroutine würde man jedem dieser Punkte etwas zehn Minuten einräumen. Während der "Silence"-Phase genießt man die Ruhe, meditiert vielleicht sogar, um entspannt in den Tag zu starten. Während der "Affirmations" sagt man sich immer wieder positive Sachen, die so irgendwann vom Unterbewusstsein geglaubt werden (z.B.: "Ich bin eine großartige Autorin. Ich liebe meine Arbeit und habe keine Schreibblockaden. Ich sitze gerne stundenlang am Schreibtisch statt YouTube-Videos zu gucken, weil meine Leser begeistert sind und sich so sehr auf mein neues Buch freuen ... Ihr wisst, was ich meine?). In der "Visualization" malt man sich aus, wie etwas abläuft. Das kann der Tag im einzelnen sein oder auch das Ziel, welches ihr mit eurer Arbeit erreichen wollt. Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie ich mit breitem Grinsen leichtfüßig meine Joggingrunde drehe oder total motiviert am Schreibtisch sitze und arbeite. "Exercise" - ja, der Part, der mich am Stolzesten macht, aber auch am meisten Überwindung kostet. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie genial es ist, wenn man um acht Uhr morgens schon eine halbe Stunde joggen gewesen ist oder zumindest zehn Minuten irgendwelche Übungen gemacht hat. "Reading" gehört auch dazu und da sollte es nicht unbedingt der nächste Liebesroman sein (es sei denn, es ist meiner ;) ), sondern ein Buch, aus dem man etwas lernt. Drei Bücher stehen euch ja jetzt schon zur Auswahl. Meine aktuelle Morgenlektüre ist Darm mit Charme. Auch dazu gehört "Scribing", was bedeutet, dass man sich am Morgen Zeit für einen kurzen Tagebucheintrag nimmt. Wie man diesen gestaltet, ist ganz von einem selbst abhängig. Ich nutze die Phase im Moment, um den letzten Tag Revue passieren zu lassen und meine Ziele für den heutigen festzulegen. Wenn ich das ein ganzes Jahr gemacht habe, ist es bestimmt interessant, die Einträge noch einmal zurückzuverfolgen.

Ja, und das war es eigentlich auch schon. Die anderen Lebensweisheiten aus dem Buch finden in einem anderen Artikel Platz und bis dahin empfehle ich euch, das Buch zu lesen und gleich an euch selbst zu arbeiten. Die englische Kindle Version kostet gerade recht wenig, das Buch gibt es aber auch auf deutsch. Und wer gar nicht lesen möchte, findet ein Starterkit auf www.miraclemorning.com.

Das war wieder ein sehr langer Artikel, dafür, dass es der erste nach meiner Blogpause ist. Ich habe mir das Ziel gesetzt hier mal aufzuräumen und alles zu aktualisieren und hoffe, meine Motivation zum Bloggen reicht noch für ganz viele neue Artikel.

Wenn euch der Artikel gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr ihn teilt. Wenn ihr Wünsche habt oder Vorschläge für weitere Artikel in diese Richtung, schreibt mir unbedingt einen Kommentar und beantwortet dabei doch die folgende Frage:

Was ist die eine Sache, die dich morgens aufstehen und weitermachen lässt, wenn du müde und ausgelaugt bist?

Alles Liebe,
Kim