Gedacht | Walking Down Memory Lane

Hallo ihr Lieben!

Was im Leben wirklich wichtig ist - so hieß mein letztes Update, in dem ich mit euch darüber gesprochen habe, wie schwierig diese Zeit der Chemotherapie tatsächlich werden kann. Ich habe euch einen Einblick in mein Seelenleben gewährt, das zu der Zeit von den unterschiedlichsten Emotionen heimgesucht wurde, und ihr habt mir mit euren Antworten so viel Rückhalt gegeben. So viel Kraft, um den Rest der Zeit auch noch zu überstehen.

Nachdem ich beim letzten Mal also über mein Verständnis von Glück geredet habe und weiterhin viele glückliche Momente gesammelt habe, möchte ich heute mit euch über Dankbarkeit reden und euch natürlich einen kleinen Einblick in die letzten Wochen geben.



Ich bin ehrlich mit euch: ich habe die Nase gestrichen voll. Es ist nicht so, dass ich die ganze Zeit über dem Eimer hängen würde und dass ich nicht auch einige tolle Dinge erlebt habe in den letzten Wochen - aber ich habe keine Lust mehr darauf, mindestens einmal die Woche im Krankenhaus zu sitzen und zu warten. Ich habe keine Lust mehr darauf, ständig in den Finger gepikst zu werden, um danach unterirdisch schlechte Blutwerte geliefert zu bekommen und ich habe auch keine Lust mehr darauf, mich nach der Chemo zu fühlen, als bestünde ich aus purem Carboplatin. Ich sag euch: die ersten paar Tage nach der Chemo sind meine Lippen fast grau - da kann man sich doch nur vor sich selbst ekeln.

Immerhin hatte ich nur einen Chemozyklus, bei dem ich mehrere Tage über dem Eimer gehangen habe. Das lag nur daran, dass durch den Wegfall des einen Chemomittels auch gleich das gute Mittel gegen Übelkeit weggelassen wurde (das bekomme ich mittlerweile wieder dazu). Viel schlimmer sind die ständigen Kopfschmerzen, das Gefühl, als würde ich nicht genug Luft bekommen und die Schwindelattacken, sobald ich mich zu sehr anstrenge.

Gott, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gerne ich einfach mal wieder rennen würde, bis ich das Gefühl habe, dass mein Herz aus meinem Brustkorb hüpft. Oder wie gerne ich Achterbahn fahren würde, bis mir schlecht wird oder wie gerne ich einen Zopf flechten würde, um ihn gleich darauf wieder zu lösen.

Es gibt so viele Dinge, die ich wirklich vermisse. So viele Menschen, die mir wirklich fehlen - auch wenn ich gleichzeitig so viele Menschen um mich herum habe, die mich wirklich glücklich machen.

Eine Krankheit wie diese, bei der man plötzlich mit der Möglichkeit des Sterbens konfrontiert wird, lässt einen Menschen wie mich über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachdenken. Ob man will oder nicht, es gibt die Momente, in denen man sich fragt, wofür man damit bestraft wird. Es gibt die Tage, an denen man denkt, man lebt in einem schlechten Film und kann einfach nicht verstehen, wieso das ausgerechnet einem selbst passiert. Dann denkt man schon mal, dass das Leben unfair ist, dass man noch viel zu jung für eine solche Bürde ist, dass man noch gar nicht genug erlebt hat, um mit der Möglichkeit des Sterbens konfrontiert zu werden.

Ich denke dann viel über das Leben nach und darüber, wie weit ich in den Monaten seit meiner Diagnosestellung gekommen bin. In gewisser Weise ist meine Krankheit ein Weg zu mir selbst. Ich bleibe für einen Moment stehen, blicke zurück und sehe das, was ich schon alles erlebt habe und wie viel ich während der letzten Monate dazu gelernt habe.

Jetzt bin ich geduldiger und ausgelassener. Ich habe gelernt zu verzeihen und an meine eigene Stärke zu glauben. Mein Leben ist befreiter von Zwängen, weil ich weiß, dass alles kann, aber nichts muss. Ich habe mich von all den Dingen getrennt, die mein Leben negativ beeinflussen und viel mehr von dem dazu geholt, was mir wirklich Spaß macht.

Wenn ich sentimental werde, denke ich an alte Freunde und überlege nicht mehr lange, sondern schreibe ihnen einfach. Ich denke an meine Familie und zögere nicht, sondern rufe sie an, wenn sie mir fehlen. Ich mache Pläne für eine Zukunft, die in meinen Händen liegt und arbeite an einem reinen Herz, damit ich am Ende meines Lebens nie etwas bereuen muss.

Ja, ich weiß nicht, ob ich fünfundzwanzig oder über hundert werde, aber ich will auch nicht darüber nachdenken. Stattdessen denke ich lieber an die vielen, kleinen Momente, aus denen mein Leben besteht. An die Farben und Klänge und Erinnerungen und Emotionen - an all das, was nur mir gehört und was mir meine Krankheit nicht nehmen kann. Und dann denke ich an ein Zitat, was wirklich gut zum Leben passt:

Und ich will, dass du weißt, ich bin glücklich und traurig zugleich und versuche noch immer herauszufinden, wie das eigentlich sein kann. 
- Stephen Chbosky: Das also ist mein Leben

Heute habe ich meine fünfte Chemo bekommen. Ich bin also fast durch mit dem schlimmsten Teil und ich habe wunderbare Neuigkeiten: der letzte Ultraschall hat gezeigt, dass nichts mehr zu sehen ist. Meine Erinnerung, die ich damit verknüpfe, ist aber nicht der Moment, in dem mein Arzt die Nachricht verkündet. Es ist auch nicht der Moment, in dem ich mich wieder anziehe und mir bewusst wird, dass ich tatsächlich wieder gesund werde.

Es ist der Moment, in dem ich mit meinem Freund zurück ins Wartezimmer komme, in dem unser bester Freund sitzt und auf uns wartet. Der Moment, in dem ich es zum ersten Mal laut ausspreche und in seinen Augen sehe, wie sehr ihr alle mit mir fiebert und wie sehr ihr euch mit mir freut.

Ich weiß, dass viele meiner Freunde aus dem "echten" Leben diese Zeilen hier lesen und ich möchte, dass ihr wisst, dass ihr (egal, ob echt oder online) der Grund dafür seid, dass ich so stark sein kann. Wegen euch gibt es Tage, an denen ich ein kleines bisschen verrückt werde und an all die schönen Momente denke, die ich mit euch schon geteilt habe. Ihr gebt mir das Gefühl, dass die ganze Welt mit mir aufatmet und sorgt dafür, dass ich so froh bin, dass ich euch habe.

Deshalb kann ich mir keinen schöneren Grund vorstellen dankbar zu sein.

Alles Liebe,
eure Kim.

Geschrieben | 5 Anfänge aktueller Projekte


















Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal wieder etwas aus der Kategorie "Geschrieben" für euch. Eigentlich wollte ich ja längst mal wieder eine Kurzgeschichte oder einen One-Shot für euch schreiben, aber da bin ich dank der Überarbeitung von "Love, Kiss, Cliff" noch nicht zu gekommen.

Dafür war ich in den letzten Tagen aber ein wenig sentimental und habe meine ganzen Dokumente durchgestöbert. Da kam mir die Idee, euch 5 meiner Lieblingsanfänge zu zeigen.
(Un-)Überraschenderweise gehören diese Anfänge sogar zu recht aktuellen Projekten. Geschichten aus meiner Zeit, in der ich noch bei MyFanfiction unterwegs gewesen bin, werdet ihr also vorerst immer noch nicht zu hören bekommen (die sind nämlich grausam schlecht :D).

Nun bin ich aber gespannt, was ihr zu den Anfängen sagt. Vor allem würde mich natürlich brennend interessieren, bei welchen Geschichten ihr unbedingt weiterlesen wollen würdet.

P.S.: Hinter einem dieser Anfänge steckt übrigens eine Geschichte, die ich in diesem Jahr noch veröffentlichen werde. Welcher das ist ... tja, da dürft ihr raten. ;)



- 1 -

Früher wollte ich Ärztin werden. Ich wollte Menschen helfen. Leben retten. Ich wollte Tag ein, Tag aus in einem OP stehen, die behandschuhten Hände mit Blut verschmiert, die Stirn mit Schweiß benetzt, nur um am Ende des Tages mit der Gewissheit ins Bett zu fallen, an diesem Tag eine Familie gerettet zu haben.

Heute sitze ich auf einer Parkbank in der eisigen Kälte und warte darauf, dass ich meinen USB-Stick mit den Daten ausliefern kann. Er ist schwarz und unauffällig und in eine Schicht Plastikfolie eingepackt, bevor er in dem wattierten Umschlag gelandet ist, der sich nun in meiner rechten Jackentasche befindet. Zum wiederholten Male lasse ich meine Hand in die Tasche gleiten und befühle mit tauben Fingern die spitzen Ecken, als hätte ich Angst davor, dass er in der Zwischenzeit aus meiner Tasche geklaut wurde.

Keiner der Menschen, die an mir vorbeigehen, schenkt mir viel Beachtung. Sie wundern sich höchstens, wieso ich in der Kälte sitze statt in irgendeinem Café, um eine heiße Schokolade zu genießen. Niemand würde auf die Idee kommen, dass sich in meiner Hand Daten befinden, die sowohl für manche Konzerne als auch für die Menschen dahinter tödlich sein können.

Ich bin zwar nicht der Henker, aber viel besser bin ich auch nicht.


- 2 -

Alle, die St. Clair-Upon-Ames für einige Zeit verlassen, kehren nicht wieder zurück.

Nur ich.

Ich bin Levi, 26 Jahre alt und studierter Touristenführer. Auf Facebook auch als der »Daheimgebliebene« bekannt, in den Broschüren von St. Clair-Upon-Ames als der »Führer, der Sie nicht über die Klippen stürzen lässt« und bei meinen Eltern als »Leviiii-kannst-du-mal-eben-helfen«.

Als in der Schule jeder davon geträumt hat, in der großen Stadt zu arbeiten, habe ich davon geträumt, meinen Eltern in ihrem Gasthaus zu helfen und die Touristen von Beachy Head über die langen, weißen Klippen zu führen und ihnen von ihrer Geschichte zu erzählen. Für mich gibt es keinen schöneren Ort auf der Welt als unser kleineres Örtchen, selbst wenn manche es verflucht und düster nennen. Das ist es nicht, ganz im Gegenteil, wir sind eigentlich ziemlich lustige Bewohner. Wir feiern gerne und helfen uns gegenseitig wo wir können, wir quartieren gerne Gäste in unseren kleinen, britischen Häuschen ein, um sie herumzuführen und ihnen stolz die Landschaft zu präsentieren, für die so viele Touristen Jahr für Jahr anreisen.

Es sind nicht die Leute aus St. Clair-Upon-Ames, die sich in den Tod stürzen.


- 3 -

Pinselstrich für Pinselstrich verschwindet das Lila unter einem gedeckten Beige. Eine dünne Schicht Puder und meine Haut sieht beinahe aus wie neu. Die Schwellung muss mein Pony verbergen. Dagegen hilft nicht einmal das beste Make-Up der Welt.

Die aufgeplatzte Stelle an meiner Lippe ist schwieriger zu verstecken. Auch hier versuche ich es mit Grundieren und einer auffälligen Lippenstiftfarbe, aber als jemand, der sonst kaum Lippenstift trägt, komme ich mir vor wie eine Puppe, die in die falschen Hände geraten ist.

Mit einem leisen Fluch auf den Lippen stelle ich das Wasser an, beuge mich vor und wasche die Farbe ab. Vorsichtig, damit die Wunde nicht wieder aufreißt, aber bestimmt. Wenn jemand fragt, erzähle ich, dass ich mir in der Nacht die Lippen aufgebissen habe.

Ist doch jedem schon mal passiert.


- 4 -

Libellen. Verrückte kleine Dinger, wie sie so durch den Garten surrten, als würden sie fangen spielen. So unbeschwert und frei von allen Problemen, die es jemals geben könnte. Was würde ich dafür geben, auch eine Libelle zu sein.

Ich schloss die Augen, während ich mir ausmalte, wie solch ein Leben wäre. Vielleicht wäre ich eine besonders hübsche Libelle, mit Flügeln, die im Sonnenlicht in tausend verschiedenen Farben funkelten, während ich durch die Lüfte schwebte. Eine große Libelle, die sich vor niemandem fürchten musste außer vor sich selbst und ihren Flugkünsten. Vielleicht wäre ich aber auch eine kleine, niedliche, etwas dickere Libelle, die rundum zufrieden war, wenn sie nur ihre Nahrung bekam. Das stellte ich mir ungefähr so vor, wie einen Winnie Pooh, der genüsslich seinen Honig schleckte. Oder wie ein Krümelmonster, das glücklich seine Kekse versteckte, damit kein andere sie essen konnte. Ja, glücklich und zufrieden wäre ich.


- 5 -

Die Nacht, in der sie ihren besten Freund tötete, war stürmisch und kalt.

Ich spüre den Regen jetzt noch auf meiner Haut, obwohl die Nacht bald schon vorbei ist. Noch schlummert sie seelenruhig, aber wenn sie aufwacht und sich an den Abend erinnert … Sie wird am Morgen in den Spiegel schauen und eine Mörderin vor sich sehen. Es gibt nichts, was ich tun kann, nichts, was ich sagen kann, um ihr die Last von den Schultern zu nehmen. Auch wenn sie nicht wusste, dass sie überhaupt dazu in der Lage war … Sie hat ihn getötet.

Es ist meine Schuld. Wäre ich nicht zu spät gekommen, hätte ich sie vielleicht beide retten können. Aber so weiß ich nicht einmal, ob ich sie nicht auch schon verloren habe.



Welcher der fünf Anfänge ist euer Favorit? Und welche Geschichte verbirgt sich wohl dahinter? :)


Ich freue mich auf eure Kommentare!

Alles Liebe,
eure Kim.






Aktion | Das Jahr des Taschenbuchs - Neuzugang im Februar

Die Sache mit Callie und Kayden - Jessica Sorensen


Darum geht's:

"Callie glaubt nicht an das große Glück. Nicht seit ihrem zwölften Geburtstag, als ihr Schreckliches zustieß. Damals beschloss sie, ihre Gefühle für immer wegzusperren, und auch sechs Jahre später kämpft sie noch gegen ihr dunkles Geheimnis an. Dann trifft sie auf Kayden und rettet ihn vor seinem ärgsten Feind. Er setzt es sich in den Kopf, die schöne Callie zu erobern. Und je näher er ihr kommt, desto klarer wird ihm, dass es nun Callie ist, die Hilfe braucht …"




Gekauft, weil:

Schon so oft bin ich an diesem Buch vorbeigelaufen. Ich hab es schon auf so vielen Blogs gesehen, auf so vielen Lieblingslisten und doch habe ich es noch nie so wirklich beachtet.
Aber nun war ich auf der Suche nach einer schönen New-Adult-Liebesgeschichte und habe mich von Stefanie inspirieren lassen, da die auf dem Gebiet immer ein paar gute Tipps parat hat (nun, mal abgesehen von Beautiful Disaster, welches ich tatsächlich eher als Disaster empfunden habe - mehr dazu in meinem Monatsrückblick).
Jetzt bin ich gespannt, wie mir Callie und Kaydens Geschichte gefällt. Ich hoffe natürlich, dass es genau das richtige Buch für meine momentane Lesestimmung ist.


Das Jahr des Taschenbuchs ist eine Aktion von Kielfeder und Die Liebe zu den Büchern, in der es darum geht, den Taschenbüchern mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dazu soll jeden Monat mindestens ein Taschenbuch gekauft werden und auf dem eigenen Blog vorgestellt werden.




Kennt ihr das Buch? Wie hat es euch gefallen?

Alles Liebe,
eure Kim.

Gedacht | Self-Education für einen vielfältigen Lebenslauf

Wenn ich an die Phase denke, in der ich mich nach meinem Studium bewerben muss, werde ich nervös. Dann mache ich mir Sorgen, ob ein Abitur und ein Germanistikstudium überhaupt noch reicht. Habe ich die richtige Entscheidung getroffen? Hätte ich nicht vielleicht doch lieber Lehramt studieren sollen? Oder sogar etwas mit noch größeren Zukunftschancen - Jura vielleicht?

Aber dann denke ich darüber nach, dass die meisten heutzutage eine Ausbildung oder ein Studium machen und viele davon mit guten Noten abschließen. Was im Bewerbungsgespräch später also überzeugt, können eigentlich nicht die Schulleistungen oder die exzellenten Noten im Studium sein.

Ein klassischer Berufsberater würde nun vermutlich sagen, es kommt auf Praktika und Beziehungen an. Vielleicht auch noch Berufserfahrungen in einem Nebenjob. Und wenn er seine Arbeit gut macht, sagt er euch, dass der Charakter unter Umständen auch eine Rolle spielen kann.



Ich wage zu behaupten, dass damit nicht nur gemeint ist, ob dem Chef eure Nase sympathisch ist oder nicht, sondern dass mit Charakter vor allem ein vielfältiger Lebenslauf gemeint ist: Erfahrungen, die untermalen, dass ihr ein interessierter Mensch seid, Fähigkeiten, die zeigen, dass ihr für diesen Job perfekt geeignet seid, Hobbies, die sich von den Klassikern (Freunde, Musik, Lesen, etc.) unterscheiden, Sprach- oder Softwarekenntnisse, die euch von der Masse abheben. Je mehr ihr sammelt, umso interessanter wird euer Charakter und umso neugieriger wird derjenige, der eure Bewerbung erhalten hat.

Ihr seid eures Schicksals eigener Schmied, wie man so schön sagt, und wenn ihr interessiert daran seid, eurem Charakter "mehr Charakter" zu verleihen, könnte Self-Education ein Konzept für euch sein.

Was ist Self-Education?


Self-Education ist das, was der Name schon sagt: man nimmt seine Ausbildung in die eigene Hand. Das Konzept kommt aus dem englischsprachigen Raum. Vor allem in Ländern, in denen eine klassische Schulausbildung sehr viel Geld kostet, hat man sich von großen Persönlichkeiten inspirieren lassen, die keine klassische Schulausbildung hinter sich haben und trotzdem sehr erfolgreich geworden sind. Eine Liste mit berühmten Autodidakten findet ihr hier.

In dem man seine Ausbildung in die eigene Hand nimmt, lernt man unabhängig von Schule und Universität und damit meistens auch ein ganzes Leben lang. Hat man erst einmal damit angefangen, sein Lernen nach Interessen und Dingen, die man wirklich brauchen kann, auszurichten, entwickelt man sich in rasantem Tempo weiter. Autodidaktisches Lernen ist also ein Garant für persönliches Wachstum.

Das soll nicht bedeuten, dass ihr nun auf der Stelle eure Schule / eure Ausbildung / euer Studium abbrechen sollt, aber vielleicht habt ihr Lust, euch nebenbei Sachen anzueignen, die euch interessieren oder von denen ihr denkt, dass ihr sie wirklich gebrauchen könnt. Ihr werdet schnell feststellen, dass ihr in manchen Bereichen besser selbstständig lernen könnt als über einen klassischen Weg, weil ihr

* eure Zeit selbst einteilen könnt.
* euer Material selbst zusammen suchen könnt.
* ihr viel mehr durch Ausprobieren lernt.
* euer Wissen nicht nur theoretisch lernt, sondern gleich anwenden könnt.

Wie lernt man autodidaktisch?


Es gibt zig verschiedene Wege, um dazuzulernen. Wer schon einmal einen längeren Auslandsaufenthalt gemacht hat, wird wissen, dass er große Fortschritte in der Sprache gemacht hat. Wer ein Buch geschrieben hat, wird wissen, dass man schreiben am besten durchs Schreiben und Lesen lernt. Wer schwimmen lernen will, sollte nicht Bücher lesen, sondern einen Schwimmkurs besuchen. Ein "Rezept", das in vielen Fällen funktioniert, ist dieses "3-Punkte-Programm":

1. Fähigkeiten entwickeln

Ziel setzen - Für erfolgreiches Lernen muss zunächst einmal feststehen, was überhaupt das Ziel ist. Nehmen wir als Beispiel die Sprache Französisch: ihr wollten schon immer Französisch sprechen, also nehmt ihr euch vor, im einem bestimmten, festgelegten Zeitraum die Sprache insoweit zu lernen, dass ihr auf französisch Höflichkeitsfloskeln austauschen könnt und einfachen Small Talk beherrscht.

Material sammeln - Ihr macht euch einen Plan und überlegt, welche Materialien ihr braucht, um effektiv selbst lernen zu können. Im Fall Französisch könnte das ein Sprachentrainer sein, der mit einem Audioprogramm und einem Textbuch kommt. Vielleicht nehmt ihr dazu noch einige bilinguale Bücher oder ihr sucht euch eine Online-Zeitung in der Zielsprache. Vielleicht schaut ihr aber auch lieber YouTube-Kanäle oder Serien in der Zielsprache.

Regelmäßig üben - Um effektiv zu lernen, nehmt ihr euch jede Woche Zeit, um eure neue Fähigkeit zu entwickeln. Das macht ihr einfach abhängig von euren sonstigen Verpflichtungen. In unserem Beispiel schafft ihr vielleicht drei Stunden die Woche, vielleicht aber auch mehr oder weniger. Beim autodidaktischen Lernen könnt ihr ja glücklicherweise selbst entscheiden.

2. Beziehungen aufbauen und einen Mentor finden

Beziehungen aufbauen - Das Internet ist voll von Menschen, die autodidaktisch lernen und immer auf der Suche nach "Study Buddies" sind. Im Fall Französisch sucht doch einfach nach Menschen, die ungefähr auf einem ähnlichen Level sind wie ihr und Lust haben, sich gelegentlich mit euch auszutauschen. So könnt ihr nicht nur über euer Lernthema diskutieren, sondern baut gleichzeitig Beziehungen auf, die euch später immer mal zu Gute kommen können.

Einen Mentor finden - Genauso wichtig ist es, einen Mentor auf dem Gebiet zu haben. Das muss nicht unbedingt ein Professor sein, aber er sollte ein viel größeres Wissen haben als ihr (wenn nicht sogar ein Experte auf dem Gebiet sein). Er muss euch nicht unterrichten, aber er sollte für euch da sein, wenn ihr Fragen habt oder Rat braucht. Bedenkt nur, dass ihr eurem Mentor auch einen Wert bieten solltet, da er sonst kaum Interesse daran haben wird, euch regelmäßig zu helfen. In unserem Beispiel wäre ein Tandem-Sprachpartner wohl die beste Wahl - also jemand, der eure Sprache lernen möchte, und euch im Gegenzug dazu bei eurem Französisch hilft. Dazu könntet ihr Briefe schreiben, Chatten, Skypen oder Telefonieren.

3. Anwendung

Ausprobieren - Wenn ihr eine bestimmte Stufe beim Lernen erreicht habt, ist es an der Zeit, eure Fähigkeit endlich anzuwenden. Das kann für den ein oder anderen beängstigend klingen, aber hey - ihr habt euch so viel Mühe gemacht, um diese eine Sache zu lernen und auslachen wird euch sicher auch keiner. Im Fall Französisch - ihr erratet es sicher schon - würdet ihr nun in den Urlaub fahren oder einen längeren Auslandsaufenthalt machen, in dem ihr eure Sprachkenntnisse anwenden könnt. Stellt euch nur mal vor, wie stolz ihr auf euch sein werdet, wenn ihr zum ersten Mal in Paris nach dem Weg gefragt habt.

Und was soll ich lernen?


Als ich das erste Mal über das Konzept "Self-Education" gestolpert bin, war ich sofort Feuer und Flamme. Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis ich mir meinen individuellen Lehrplan zusammengestellt habe und mir überlegt habe, was ich überhaupt lernen möchte.

Was mir letztendlich sehr dabei geholfen hat, herauszufinden, wohin ich möchte, war eine Art kleines Self-Assessment und jede Menge Inspiration durch Blogs und Websites (eine ausführliche Liste mit meinen Lieblingsblogs und -websites zum Thema bekommt ihr in einem anderen Blogartikel - für den Anfang schaut euch doch die Links unter dem Artikel mal genauer an). 

Mein Self-Assessment bestand aus diesen acht Punkten, die ich mit viel Nachdenken beantwortet habe und nun Tag für Tag in meinem Bullet Journal mit mir herumtrage:

* Welche Rolle/n möchte ich in meinem Leben spielen?
* Ich habe 90 Sekunden, um einem anderen meine Persönlichkeit zu erklären. Was würde ich ihm erzählen?
* Was sind meine Werte? (Dazu könnt ihr euch von dieser Liste inspirieren lassen.)
* Was macht mich glücklich?
* Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich ...
* Darin bin ich gut
* Das könnte ich verbessern
* Das wollte ich schon immer mal lernen

Ich für meinen Teil habe entschieden, dass ich in diesem Jahr Spanisch lernen möchte und mir Wissen in den Gebieten Marketing, SEO und Content-Management aneignen will. Außerdem lese ich zur Zeit viel zu den Themen Minimalismus, Zeitmanagement und Projektplanung. Das sind alles Sachen, die ich in meinem Studium nie lernen würde, die ich aber super interessant finde und von denen ich glaube, dass ich sie in meinem späteren Beruf gut gebrauchen kann. Sei es nun als Pressemitarbeiterin eines Verlages oder anderen großen Unternehmens oder auch als Autorin und Bloggerin. Übrigens: wenn ihr euch genauso sehr für eines der Themen interessiert und Lust habt, mein Study Buddy zu werden, schreibt mir doch eine Mail.

Hier findet ihr weiterführende Informationen und einige meiner Lieblingsartikel zum Thema


Leider habe ich bisher noch nicht nach deutschen Blogs und Websites gesucht, die über das Thema schreiben. Wenn ihr da etwas kennt, würde ich mich über einen kurzen Kommentar freuen.

Self Made Scholar - Ultimate Self-Education Reading List
(Auf dieser Website findet ihr jede Menge Grundlagen zum Thema.) 
Zen Habits - Advice for People in Their Early 20s  // Zen Habits - The Best & Less-than-Best Motivations for Learning // Zen Habits - Learning Tips for the Top 8 Learning Challenges
(Yep, ich liebe Leo Babautas Artikel - wenn ihr Zeit habt, solltet ihr unbedingt mal sein Archiv durchgehen, denn er bietet sehr viel inspirierenden und motivierenden Stoff.) 
Boho Berry - Level 10 Life + Level 10 Goals
(Auf Karas YouTube-Kanal bin ich zum ersten Mal über das Bullet Journaling gestolpert. Jetzt ist sie meine größte Inspiration, um mein Leben zu dokumentieren. Vor allem ihr Artikel zum "Level 10 Life" hat mich inspiriert, Ziele für diese 10 großen Bereiche meines Lebens zu setzen.) 
DIY Genius - 100+ Self-Education Resources For Lifelong Learners
(Eine große Liste mit zahlreichen Websites, die für Autodidakten interessant sind.) 
Uncollege - Hey Teenagers, Your Lives are Just Starting // Uncollege - What is Your Intellectual GPS?
(Wenn ihr noch keinen blassen Schimmer habt, wo ihr in eurem Leben hin wollt, solltet ihr euch diesen Blog mal genauer anschauen. Hier gibt es jede Menge Inspiration von Menschen, die ihre Bildung in die eigene Hand genommen haben.) 
Pick the Brain - The Importance of Education in Personal Growth
(Pick the Brain ist nicht nur für Autodidakten ein interessanter Blog. Auch die Artikel zu Themen wie Produktivität und Motivation sind wirklich inspirierend.)
Wenn ihr euch dafür interessiert, werde ich in den kommenden Wochen eine Leseliste zusammenstellen (ähnlich der Leseliste zum Thema Schreiben), die alle meine Lieblingsblogs, Websites, Tools und YouTuber enthält.

Konnte ich euer Interesse wecken? Oder seid ihr vielleicht selbst schon längst "Hackademics"?


Ich freue mich wie immer auf eure Kommentare!

Alles Liebe,
eure Kim.

Gelesen | Mein Januar
























Der Januar war lesetechnisch eher durchschnittlich. Insgesamt habe ich fünf Bücher gelesen. Das macht insgesamt 1908 Seiten, womit ich eigentlich ganz zufrieden bin, bedenkt man, dass ich ein Drittel des Monats flach gelegen habe und ein weiteres Drittel mit Ausmisten und Schreiben beschäftigt gewesen bin.

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, habe ich in diesem Jahr noch keine richtige Rezension gepostet (Ausnahme ist der Buchtipp für alle Blogging-Anfänger und die Gastrezension, die meine Mutter geschrieben hat), was daran liegt, dass ich mit dem Konzept "Rezension" schon seit längerer Zeit sehr unzufrieden bin. Meine Gedanken dazu werde ich in den kommenden Tagen zu Papier bringen und euch einen ausführlichen Blogartikel dazu präsentieren. Für den Januar gibt es nun aber erstmal ganz spoilerfrei meine Meinungen in Kurzform. :)




Reyna ist eine Pharos, eine Unwandelbare. Sie kann ihre Seele in die Körper von Tieren wandern lassen und in ihnen dem Gefühl von Freiheit näher kommen. Doch sie hat keine Ahnung, was sie ist und ob noch andere ihrer Art existieren. Zumindest solange nicht, bis die Caelum in Walcott Hill auftaucht; eine Gruppe von Pharos, die plötzlich Interesse an ihrer besten Freundin hat. Zu allem Überflüss findet Reyna die sterblichen Überreste ihrer Schuldirektorin und muss sich die Fragen stellen, ob es eine Verbindung zwischen diesem Tod und der Welt der Unwandelbaren gibt und welche Rolle die Caelum darin spielt. Kann sie den Pharos vertrauen oder wird sie von den Gefühlen, die sie für Cadan, den Anführer der Caelum empfindet, geblendet?

Mein erstes Buch in diesem Monat war zeitgleich eins der besten, die ich in diesem Monat gelesen habe. Lange, lange habe ich mir vorgenommen, endlich die Reihe der Self-Publisherin zu lesen, die - was Wortzahlen und Eifer angeht - ein großes Vorbild für mich geworden ist. Umso glücklicher war ich übrigens, dass ich sie im Januar auch zu ihren Geheimnissen interviewen durfte.

Mit Pharos hat sie eine solide Grundlage für eine spannende Reihe rund um Seelenwanderungen und Gestaltwandler geschrieben, die mich gleich so sehr für sich gefangen nehmen konnte, dass ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen habe. Mit einem harmonischen Schreibstil und einem Talent für Beschreibungen und Wortwitz hat sie mich innerhalb kürzester Zeit für sich eingenommen.

Mit viel Liebe zum Detail hat Laura Labas hier eine amerikanische Kleinstadt geschaffen, in der sowohl Freundschaft und Familie als auch Rivalität, Mysteriöses und Kriminalfälle an der Tagesordnung stehen. Diese Liebe findet sich auch in den Charakteren wieder, insbesondere in der Protagonistin Reyna, die anders als in typischen Romanen des Genres, einen sehr widerwilligen Kopf besitzt und am liebsten alles alleine machen würde, was sie häufiger in Schwierigkeiten bringt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, dass sie ihren Freunden mehr Vertrauen entgegen gebracht hätte. Aber das ist eben typisch Reyna und resultiert wohl aus ihrer Vergangenheit, so dass ich als Leser nie das Gefühl hatte, sie würde entgegen ihres Charakters handeln.

Für ein Erstlingswerk ist Pharos ein tolles Buch geworden, dennoch bleibt hier noch Luft nach oben -sowohl was Schreibstil als auch Dichte des Plots angeht. Insgesamt hat es aber für 4 Sterne gereicht, weil ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe. Band 2 werde ich sicher bald lesen!




Ein Vampir zur rechten Zeit - Lynsay Sands


Seit einem schrecklichen Vorfall in ihrer Jugend ist die Vampirin Basha Argeneau auf der Flucht vor ihrer Familie und lebt in ständiger Angst, von den Spionen ihres Onkels Lucian aufgespürt zu werden. Als eines Tages der attraktive Marcus Notte auftaucht, fest entschlossen, Basha zu ihrem Clan zurückzubringen, ist sie daher bereit, alles zu tun, um ihn auf Abstand zu halten. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn Marcus ist nicht nur unglaublich hartnäckig, sondern auch unheimlich anziehend …


Band 20 um die Argeneau-Vampire und ich muss leider feststellen, dass mir die Bücher immer weniger gut gefallen, weil das Schema nun ja leider doch immer ziemlich ähnlich ist. Insbesondere die letzten paar Bände der Reihe hatten kaum noch neue Elemente und spannende neue Charakterzüge, die mich überzeugen konnten.

In diesem Band wusste der Leser sehr früh, wer der Bösewicht ist. Das hat nicht nur die Spannung herausgenommen, sondern vor allem für Verärgerung über die Einfältigkeit der Protagonistin gesorgt, die es einfach nicht kapieren wollte - obwohl die Dinge so offensichtlich waren.

Da half auch die Liebesgeschichte nicht mehr viel, denn die war genauso einfach gestrickt wie in den Vorgängerbänden, wobei die Grundlage durchaus Stoff für mehr Konflikte geboten hätte. Das Problem, das zwischen den beiden steht, wurde meiner Meinung nach viel zu leicht aufgelöst und so blieb auch auf dieser Ebene die Spannung liegen.

Toppen konnte das Ganze dann nur noch die Auflösung, in der es bei der Protagonistin zwar endlich mal Klick macht, sie dann aber schnurstracks in Probleme verwickelt wird, aus denen sie es mit eigener Kraft leider nicht wieder herausschafft. Nun ja, vielleicht lag es auch an mangelndem Grips - oder daran, dass die Autorin sich nicht mehr genügend Zeit für ihre Bücher nimmt.

Gereicht hat es jedenfalls nur für 2 Sterne und das auch nur dank Setting, denn die Idee, die Geschichte auf einer Kirmes spielen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen. Für das nächste Buch wünsche ich mir mehr Liebe zum Detail, besser ausgearbeitete Charaktere und eine Geschichte, die zum Mitfiebern geeignet ist - sonst gebe ich die Reihe wohl allmählich auf und suche mir etwas Neues, um mich aus Leseflauten zu holen.



Beautiful Disaster - Jamie McGuire


Als sie Travis begegnet, ist nichts mehr wie zuvor. Abby fühlt sich unwiderstehlich von ihm angezogen, obwohl er alles ist, was sie nicht will: ein stadtbekannter Womanizer, arrogant, unverschämt – aber leider auch unverschämt sexy. Abby lässt sich auf eine Wette mit ihm ein und gerät in einen Strudel aus Zuneigung und Zurückweisung, Hingabe und Leidenschaft, der beide bis an ihre Grenzen treibt …

Die Geschichte fing so gut an. Ich habe wirklich gedacht, dieses Mal ist die Protagonistin keine Idiotin und der Bad Boy wirklich vielschichtig und interessant. Ihre Beziehung war zu Beginn so süß, einfach weil es sich so unglaublich natürlich angefühlt hat, wie sich aus Freundschaft Liebe entwickelt.

Und dann ... dann macht das Buch einige riesige Fehler, über die ich mich tierisch aufregen könnte. Abby entwickelt sich von clever und witzig zu einer absoluten Hohlbirne, die Liebe nicht einmal dann erkennen würde, wenn sie sich den Kopf daran stoßen würde. Sie wird zu einem dieser typischen Mädchen, wegen denen ich Bücher aus dem Genre kaum noch lese.

Travis ist nicht besser, aber okay - bei ihm wussten wir von vornherein, dass er einen an der Waffel hat und bis zu einem gewissen Punkt akzeptieren wir das, weil es ja immerhin genau das ist, was einen Bad Boy heutzutage scheinbar ausmacht. Aber irgendwann wurde es für mich dann echt zu viel des Guten - jeder normale Mensch hätte längst die Polizei gerufen oder die Stadt verlassen, wenn der Ex-Freund solche Stalker-Allüren an den Tag legt. Ehrlich, Mädels - wenn ihr das hier lest und Typen wie Travis oder Hardin heiß findet, könntet ihr mir in den Kommentaren dann mal verraten, wieso das so ist? Ich lasse mich ja gerne eines besseren belehren.

Abgesehen von diesem ganzen Beziehungsdrama, das für mich die Geschichte vollkommen zunichte gemacht hat, hat mir auch der Plot ab einem gewissen Punkt nicht mehr gefallen, wodurch sich das Buch sehr in die Länge gezogen hat. Viele Szenen kamen mir unnötig vor - eine verkürzte, erzählte Version hätte locker gereicht. Manches hätte man auch einfach Weglassen können, dadurch hätte die Geschichte dazugewonnen.

Ihr seht, Beautiful Disaster war mehr Disaster als beautiful für mich, auch wenn die Geschichte so wunderbar angefangen hat. Ich habe noch Beautiful Oblivion hier stehen und werde dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben, eben wegen eines vielversprechenden Anfangs und einer Erzählweise, die mich gefangen nehmen konnte. Für den ersten Teil der Reihe gibt es allerdings nur 2 Sterne.



Daughter of Smoke and Bone - Laini Taylor



Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …


Dieses Buch wollte ich schon solange lesen und habe es im Zuge meines Skoobe-Probemonats nun endlich getan. Leider waren auch hier meine Erwartungen wohl zu hoch, denn es gab einige Dinge, die mir negativ aufgefallen sind.

Aber zunächst zu den positiven Punkten des Romans. Besonders gut gefallen hat mir die Welt, die die Autorin geschaffen hat. Ich bewundere die Figuren und Charaktere, die von einer großen Kreativität zeugen und mir fast alle sehr gut gefallen haben. Besonders die Protagonistin Karou (hach, ich liebe diesen Namen) war eine tolle Heldin, die die Zügel gerne in die eigene Hand nimmt und ihrem Schicksal auf die Sprünge hilft. Es hat mir echt Spaß gemacht, ihr durch das Buch zu folgen.

Das erste Drittel des Romans konnte mit einem tollen Setting und einer mysteriösen Story aufwarten, doch nach dem Wendepunkt, an dem man einiges über die Welt erfährt, lässt auch die Geschichte nach. Rückblickend lassen sich einige Entscheidungen und die Entwicklung einer bestimmten Beziehung zwar gut nachvollziehen (zwischendurch war mir aber schon fast klar, was der Grund für diese Entwicklung ist), aber das ändert nichts daran, dass ich diese Entwicklung nicht genießen konnte, sondern mich darüber geärgert habe.

Gegen Ende hin gibt es einen etwas größeren Rückblick, der viele lose Enden aufgreift und zu einem Ganzen hinzufügt. Ich sehe auch den Zweck darin, doch kam mir die Art und Weise, in der er in die Geschichte eingewoben wurde, irgendwie seltsam vor. Vielleicht lag das aber auch nur am Format.

Insgesamt war Daughter of Smoke and Bone ein schöner Auftakt, aber momentan fehlt mir das Interesse, die Geschichte weiterzuverfolgen, was mit Sicherheit daran liegt, dass das Mitfiebern dank meines Ärgers eher auf der Strecke geblieben ist. Deswegen reicht es auch leider nur für 3 Sterne.




Was Katzen wirklich wollen - Dr. Mircea Pfleiderer und Birgit Rödder


Ein Tiger auf der Couch! Für eine glückliche Mensch-Katze-Beziehung darf man nicht vergessen, dass in unseren schnurrenden Stubentigern noch so viel von den wilden Verwandten steckt, wie bei keinem anderen Haustier. Die beiden Expertinnen auf dem Gebiet des natürlichen Verhaltens von Katzen, Dr. Mircea Pfleiderer und Birgit Rödder, helfen Ihnen in diesem Ratgeber das Verhalten Ihrer Katze zu verstehen und zu erkennen, ob sich Ihr Tier wirklich wohlfühlt.

Filou wohnt zwar mittlerweile schon ein ganzes Jahr bei uns, aber das hat mich nicht daran gehindert, als Ratgeber des Monats Januar einen Katzenratgeber zu kaufen. Mit Was Katzen wirklich wollen habe ich eine gute Wahl getroffen, denn hier wird in verständlicher Weise viel zur Abstammung unserer Hauskatze erklärt, was ich als total interessant empfunden habe, und so heute auch manche Verhaltensweisen von Filou verstehe, über die ich vorher nur lächelnd mit dem Kopf geschüttelt habe.

Im zweiten Teil werden jede Menge Verhaltensweisen von Katzen erklärt, von denen ich viele schon kannte, weil ich mich natürlich vorher auch schon schlau gemacht habe. Trotzdem war es schön, noch einmal alles in komprimierter Fassung zu lesen und gegebenenfalls ein Werk zum Nachschlagen zu haben.

Der dritte Teil behandelt hauptsächlich "Verhaltensstörungen" und ist eigentlich der Grund, wieso ich dieses Buch überhaupt erst gekauft habe. Ich wollte nämlich herausfinden, wie wir unserem kleinen Katerchen seine vier-Uhr-früh-Turnübungen abgewöhnen können. Klar, das hätte ich sicher auch im Internet gefunden, aber ihr kennt mich ja - ein Büchermensch kauft zuerst einmal ein Buch.

Der vierte Teil war für mich weniger relevant. Hier ging es kurz und knackig darum, was alles zu beachten ist, wenn eine neue Katze oder gleich mehrere einziehen. Aber auch hier sind die Tipps wirklich hilfreich und bieten tiefe Einblicke in dieses eigenwillige Haustier.

Insgesamt konnte mich dieser Ratgeber auf voller Länge überzeugen und ich würde ihn immer empfehlen, wenn mich jemand nach Einstiegsliteratur zum Thema Katze fragt. Ich habe nun das Gefühl, mein Haustier viel besser zu verstehen und kann besser auf ihn eingehen, was zu einer noch harmonischeren Beziehung zwischen uns geführt hat. Vielleicht werde ich ja doch noch ein Katzenflüsterer und deswegen vergebe ich hier auch 5 Sterne.



Wie haben euch diese Bücher gefallen? Und noch besser: was haltet ihr vom typischen Bad Boy?

Alles Liebe,
eure Kim.



Geschrieben | Strategiespiel: Überarbeitung

Es macht keinen Spaß, es ist furchtbar anstrengend und noch dazu absolut notwendig: die Überarbeitung.


Allein das Wort suggeriert schon ein bestimmtes Bild in meinem Kopf. Arbeit macht sowieso so gut wie nie Spaß und dann auch noch ein Über davon - das kann ja nur bedeuten, dass ich in den kommenden Wochen keinen Spaß mehr am Leben haben werde. Kein Wunder also, dass ich nicht blind in den Haufen voller Arbeit eingetaucht bin, sondern erst einmal gründlich überlegt habe, wie ich meine Zeit am effektivsten nutzen kann. Welche Strategie ich dabei entwickelt habe und auf welche Links und Hilfsmittel ich dabei zurückgreife, möchte ich euch in diesem Artikel zeigen. Als Beispiel habe ich - wie soll es auch anders sein - mein aktuelles Projekt Love, Kiss, Cliff ausgewählt.



1. Ausgangslage beurteilen.


Es ist soweit. Ihr habt es geschafft und das kleine Wörtchen Ende unter euren Text gesetzt. Wahrscheinlich seid ihr so wie ich voll von Euphorie und Tatendrang, aber jetzt ist erst mal Warten und Ablenkung an der Reihe, denn ihr seid noch viel zu eng mit euren Charakteren und dem Plot verbunden. Schließt also euer Manuskript und macht in den nächsten Wochen Dinge, die euch Spaß machen oder arbeitet an einem anderen Projekt. Erst, wenn ihr das Gefühl habt, ihr seid soweit, schnappt euch euer Manuskript und verschafft euch einen ersten Überblick.

Für mich bedeutet das nicht nur, dass ich eine To-Do-Liste bis zur Veröffentlichung schreibe, sondern auch, dass ich mein Manuskript zum ersten Mal an einem Stück durchlese. Dabei mache ich eine Liste mit allen Szenen, die ich für das Projekt geschrieben habe. Das ist ein Haufen Arbeit, aber die Liste möchte ich später nicht mehr missen, denn so habe ich einen Überblick über die gesamte Geschichte, ohne ständig im Text nachsehen zu müssen.

Meine Szenenliste nehme ich mir schließlich genauer vor und achte insbesondere auf die Stellen, an denen noch Material fehlt. Das war mir bei Love, Kiss, Cliff sehr wichtig, da ich euch eine erweiterte E-Book-Version versprochen habe, in der jede Menge Szenen auftauchen werden, die ihr vom Blogroman noch nicht kennt. Aber auch für jede andere Geschichte empfinde ich diesen Schritt als sehr wichtig, denn anhand einer Szenenliste merkt man schnell, wo Material fehlt und an welchen Stellen man eigentlich zu viel um den Brei herum geredet hat.


2. Szenen anhand eines Schemas überprüfen.


Der nächste Schritt mag sich für viele zunächst gruselig anhören. Immerhin hat man mit seiner Geschichte etwas geschaffen, das sich auf den ersten Blick nicht so leicht in Schemata pressen lassen kann oder auch soll. Dennoch ist es so, dass die meisten erfolgreichen Geschichten (Ausnahmen bestätigen hier die Regel) bei genauerem Hinsehen sehr wohl gewisse Schemata verfolgen. Ich werfe dazu einfach mal Begriffe wie die Heldenreise, die 3- oder 5-Akt-Struktur oder auch das 7-Punkte-System in den Raum, von denen die Schreibinteressierten unter euch sicher schon einmal gelesen haben oder sie vielleicht sogar selbst anwenden.

Viele dieser Handlungsstrukturen sind sich in ihren zentralen Elementen sehr ähnlich und so ist es hauptsächlich Geschmacksache, für welches Plotschema man sich entscheidet. Für mein Projekt funktioniert dieses Mal die 27 Chapter Outline am besten, die im Prinzip eine ausführliche Version einer Akt-Struktur ist. Hierbei gefällt mir die Unterteilung in Set-Up - Conflict - Resolution sehr gut, denn ein großer Teil meiner Szenen lässt sich ohne große Änderungen in dieses Schema einfügen.

Die Stellen, an denen meine Geschichte nicht zum Raster passt, sind meistens auch die Stellen, denen ich ansehe, dass sie so nicht funktionieren können. Manchmal reicht es, die Reihenfolge mancher Szenen umzustellen, manchmal muss ich aber auch Szenen hinzufügen oder welche streichen, damit das Schema funktioniert und die Geschichte dazu gewinnt. Angst davor, dass die Geschichte dadurch langweiliger wird, braucht ihr nicht zu haben - solche Handlungsmuster gibt es schließlich nicht ohne Grund.



3. Das i-Tüpfelchen für meine Szenenstruktur.


An dieser Stelle könnte man sofort in die Überarbeitung springen oder genauso wie ich seine an eine Plotstruktur angepasste Szenenliste noch einmal im Detail überprüfen. Dazu benutze ich die Scene-Sequel-Struktur, die perfekt dazu geeignet ist, seinen Szenen eine Daseinsberechtigung zu verpassen. Ich habe jede einzelne Szene meiner Geschichte in Scene und Sequel eingeteilt und auf die jeweiligen drei Komponenten untersucht. Dabei ist eine detaillierte Szenenliste herausgekommen, anhand derer ich meine Überarbeitung endlich starten kann.


4. Der Prozess der Überarbeitung.


Nach den ganzen Vorarbeiten, die ich mir sicher hätte sparen können, wenn ich von Anfang an brav geplottet hätte, geht es nun los mit der eigentlichen Überarbeitung. Das ist der Teil, vor dem ich mich komischerweise am meisten gefürchtet habe, obwohl dieser Teil durchaus am meisten Spaß machen kann.

Nun öffne ich nämlich ein neues Dokument und füge die Szenen in der Reihenfolge meiner Szenenliste ein (da ich Scrivener benutze, ist der Überblick hier sehr viel leichter als bei Word - wenn ihr mehr dazu wissen möchtet, scheut euch nicht zu fragen) und dann geht's an Eingemachte. Szene für Szene wird im Hinblick auf fehlendes Material und ihre Funktion hin überarbeitet. Ich verändere Texte, füge hinzu und nehme weg. Alle größeren Textstellen, die ich aus dem Manuskript entferne, landen bei mir in einem zweiten Dokument, damit ich später immer noch mal darauf zugreifen kann. In diesem Schritt kann ich noch einmal richtig kreativ werden.

Übrigens: während ich auf innere Logik und Plot hin überarbeite, achte ich noch nicht so sehr auf Stil und Rechtschreibung. Wenn mir etwas auffällt, korrigiere ich es aber trotzdem gleich mit.


5. Ausdruck und Feinkorrekturen.


Wenn ich mit dem vierten Schritt fertig bin, habe ich ein Manuskript, das in meinen Augen funktioniert (was Lektoren oder Beta-Leser später dazu sagen, ist hier ja erstmal unwichtig). Nun kann ich das Manuskript zum ersten Mal ausdrucken (denkt unbedingt an Seitenzahlen und einen angenehmen Zeilenabstand!), ohne mich später über das verschwendete Papier zu ärgern, denn jetzt folgen die Feinkorrekturen.

5.1 Probe lesen

Zuerst lese ich mein Manuskript an einem Stück (möglichst an einem Tag, damit ich die gesamte Geschichte überblicken kann) und markiere mir alles, was mir irgendwie auffällt und mache ggf. Notizen, was ich später im Dokument noch ändern möchte.

5.2 Setting und Hintergrund

Es folgt ein weiterer Durchlauf, bei dem ich meinen Blick auf Setting und Hintergrund-informationen richte. Für mich ist dieser Schritt sehr wichtig, denn ich empfinde diese beiden Komponenten als meine Schwachstellen, die ich beim Schreiben gerne überspringe. So markiere ich Stellen, die meiner Meinung nach mehr Beschreibungen vertragen können und mache mir Notizen zu der Art von Beschreibung, die ich später gerne hinzufügen möchte. Das Gleiche mache ich mit Hintergrundinformationen zur Geschichte meiner Protagonisten, die ihnen mehr Tiefe verleihen sollen - dabei muss aber auch darauf geachtet werden, dass weniger meistens mehr ist.

5.3 Dialoge

Dialoge sind ein weiterer Punkt, der einer gesonderten Überarbeitung bedarf, da sie in einer Erstfassung nur selten perfekt gelingen. Hierbei achte ich vor allem darauf, dass die Charaktere in ihrer Stimme sprechen, dass die Dialoge informativ und trotzdem emotional sind, dass der Leser nicht den Überblick über die Sprecher verliert und natürlich darauf, dass die Redebegleitsätze gut abgestimmt sind. 

Im Anschluss daran übernehme ich alle Korrekturen auch in meiner digitalen Version, die darauf hin so gut wie fertig sein sollte.


6. Einteilung in Kapitel.


Jetzt ist mein Text so gut wie fertig, also kann ich ihn in sinnvolle Kapitel einteilen. Wie die meisten anderen auch, habe ich beim Schreiben natürlich längst Sinnabschnitte gemacht, die ich aber nun anhand von Plotstruktur und überarbeitetem Text noch einmal überdenke. Dabei achte ich vor allem darauf, dass die Kapitel nicht zu lang werden und immer schön mit einem Cliffhanger enden. Ich will ja schließlich, dass meine Leser die ganze Nacht wach bleiben, um mein Buch zu lesen.




7. Ausdruck und Stil- bzw. Rechtschreibkorrektur.


Nun schnappe ich mir meinen ersten Ausdruck, drehe ihn um und bedrucke ihn von der Rückseite mit der neuen Version meines Manuskripts. Dabei wähle ich eine andere Schriftart, denn irgendwo habe ich gelesen, dass man so einen neuen Blick auf sein Manuskript bekommt und Fehler schneller auffallen. Ob das wirklich funktioniert, weiß ich nicht, aber einen Versuch ist es wert.

Dieser Ausdruck dient nun meiner Stil- und Rechtschreibkorrektur. Ich unterteile meine Kapitel wieder in etwas kleinere Abschnitte und lese mir meine Geschichte Abschnitt für Abschnitt vor, um dabei

* Stellen zu beheben, die holprig klingen.
* Rechtschreib- und Grammatikfehler zu finden.
* Wörter zu markieren, für die ich Synonyme finden möchte.
* Füllwörter zu streichen.
* schwache Verben durch starke auszutauschen.
* Passiv und andere unschöne Umschreibungen zu streichen.
* Gleichzeitigkeitanzeiger wie während und als aus meinem Manuskript zu streichen.

Wenn ich damit durch bin, übernehme ich alle Korrekturen wieder in meiner digitalen Version, die daraufhin fürs Erste fertig ist.


8. Und jetzt?


Das hängt ganz davon ab, was ihr für euer Buch geplant habt. Unabhängig davon, ob ihr die Geschichte an einen Verlag schicken möchtet oder als Self-Publisher euren Weg bestreiten wollt, würde ich euch an dieser Stelle empfehlen, eine Handvoll Testleser auszuwählen, die folgende Kriterien erfüllen sollten:

* Ihr solltet euch sicher sein, dass eure Testleser ihre Aufgabe ernst nehmen und keine Angst davor habe, Kritik zu üben. Soll heißen, eure Geschwister oder euer Lebenspartner sind nicht unbedingt die Richtigen für diese Aufgabe. Es sei denn, ihr wisst, dass sie sich nicht davor scheuen, euch auseinanderzunehmen.
* Eure Testleser sollten selbst viel lesen oder sogar selbst schreiben - und das am besten in dem Genre, in dem ihr schreibt. Was nützen euch Meinungen von Menschen, die sonst nur zwei Bücher im Jahr lesen und euch nur einen Gefallen tun möchten? Ihr braucht jemanden, der den Markt kennt und der weiß, welche Geschichten funktionieren und welche nicht.
* Eure Testleser sollten in der Lage sein, ihre Kritik und Vorschläge konstruktiv zu formulieren. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob der- oder diejenige richtig für diese Aufgabe ist, gebt ihnen doch ein Probekapitel, an dem sie zeigen können, was sie drauf haben. Fühlt euch nicht verletzt, wenn ihre Kritik hart klingen mag, sondern ruft euch in Erinnerung, dass sie auf eurer Seite stehen und nur das Beste für euren Text möchten.

Um euren Testlesern klar zu machen, worauf sie ihren Fokus legen sollen, schickt ihnen doch mit eurem Manuskript eine kurze Nachricht zu, in der ihr Fragen formuliert oder Punkte nennt, auf die sie besonders achten könnten. Dabei solltet ihr aber immer höflich bleiben und nicht zu viel erwarten, immerhin werden sie nicht dafür bezahlt und es ist ihr gutes Recht, den Text nicht bis ins Detail auseinanderzunehmen. Freut euch über jegliche Art von Feedback.

Nach dem Testlesen lassen steht eine weitere Runde der Überarbeitung an, in der ihr die Korrekturen und Vorschläge eurer Testleser übernehmt, die ihr gut findet. Nicht alle Vorschläge, die ein Testleser macht, müsst ihr auch übernehmen, aber achtet vor allem auf die Stellen, die mehreren Testlesern aufgefallen sind - denn hier ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch eure Leser später darauf aufmerksam werden.

Seid ihr damit fertig, dann: Herzlichen Glückwunsch - ihr habt es tatsächlich geschafft und ein fertiges Manuskript in euren Händen. Was ihr nun damit macht, bleibt euch überlassen. :)


Ich hoffe, ihr konntet aus diesem Artikel viel mitnehmen und nehmt euch ein paar Minuten Zeit, um mir und anderen in den Kommentaren zu erzählen, wie ihr überarbeitet.

Alles Liebe,