Warum ein Bullet Journal der perfekte Begleiter für dich ist

Hast du dich auch schon mal gefragt, wo dieser verdammte Zettel mit der Telefonnummer hin ist? Oder wann noch mal dein wichtiger Termin gewesen ist? Wächst dir auch ständig alles über den Kopf und du hast das Gefühl, du vergisst alles, was wirklich wichtig ist?

Hast du manchmal das Gefühl, dass du in deinem Leben nur auf der Stelle trittst? Dass du jede Menge Träume hast, aber keinen davon wirklich erfüllst?



Dann könnte ein Bullet Journal genau die richtige Lösung für dich sein. Du denkst jetzt vielleicht, dass du kein Typ für Notizbücher oder Planer bist - dann solltest du trotzdem nicht aufhören zu lesen, denn genauso ging es mir auch! Egal, wie sehr ich mich bemüht habe, wie sehr ich organisiert sein wollte: Mit einem Planer bin ich höchstens zwei Wochen klar gekommen, dann hatte ich keine Geduld mehr für das System. Mein Bullet Journal führe ich nun aber schon seit Januar.

Was ist überhaupt ein Bullet Journal?


Ein Bullet Journal ist ein System, um seinen Tag, seine Gedanken, seine Wünsche und Ziele zu organisieren und alles an einem Platz zu haben. Erfunden wurde das System von Ryder Carroll, einem Produktdesigner aus New York, der auf seiner Website www.bulletjournal.com die Grundlagen erklärt. Zum ersten Mal gesehen habe ich das Bullet Journal bei BohoBerry, einer Bloggerin und YouTuberin, die mich gleich mit ihrer Motivation angesteckt hat.

Konkret ist das Bullet Journal einfach nur ein leeres Notizbuch, dessen Seiten du mit den Dingen füllen kannst, die dir wirklich wichtig sind. Ich benutze mein Bullet Journal, um meine Tage zu strukturieren, meine Termine zu organisieren, neue Ideen zu sammeln, Ziele zu setzen und anschließend zu evaluieren, um zu sehen, ob ich sie wirklich erreicht habe. Mein Bullet Journal fungiert also als Planer, Notiz- und Ideenbuch und Feedback-System.




* Kalender
Da du bei einem Bullet Journal keine vorgegebenen Blätter hast, kannst du deinen Kalender selbst gestalten. Ich habe zum Beispiel immer einen großen Überblick, dann einen Überblick über den Monat und für jeden Tag eine Seite. Wenn du zum Beispiel weniger zu tun hast (oder einfach nur weniger aufschreiben musst), kannst du es auch so machen wie viele andere und eine Doppelseite für eine Woche benutzen. Das habe ich eine Zeit lang ausprobiert, aber das war für mich persönlich zu wenig Platz. 
* Tagebuch
Wenn du meinen Beitrag zum Thema "The Miracle Morning: Vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher" gelesen hast, weißt du, dass ich neuerdings auch Tagebuch schreibe. Früher hatte ich auch dafür nie die Geduld, nun habe ich aber Spaß daran gefunden, weil ich einen festen Zeitraum habe, in dem ich kurz meine Gedanken notieren kann. Die kommen bei mir immer auf die Tagesseite, damit ich alles passend beisammen habe.



* Listen
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: Listen in mein Bullet Journal schreiben. Listen mit Büchern, die ich gelesen habe, To-Do-Listen, Listen mit Filmen oder Serien, die ich noch sehen möchte - Es gibt so viele Möglichkeiten, Dinge aufzulisten und das Bullet Journal bietet dafür den perfekten Platz. Wenn du auch so ein Listenjunkie bist, wirst du ein Bullet Journal lieben.
* Tracker
Tracker werden von ganz vielen Bullet Journal Fans benutzt. Ich habe das am Anfang ausprobiert, um verschiedene Gewohnheiten zu entwickeln. Zum Beispiel, mehr Wasser zu trinken oder mehr Sport zu machen, aber Tracker sind etwas, was bei mir überhaupt nicht funktioniert. Deswegen lasse ich sie mittlerweile einfach weg. Die Tracker beruhen auf der Seinfeld Strategie: Also ein tägliches Kreuzchen für "erfüllt" und der Wille, die Kette nicht zu unterbrechen. Mein Wille war wohl nicht stark genug ... ;)




* Notizen und Ideen
Auch dieser Punkt spielt für mich eine große Rolle. Wann immer ich eine Idee habe oder mir irgendetwas merken will, schreibe ich es in mein Bullet Journal. So habe ich kein Zettelchaos mehr auf meinem Schreibtisch und keine zehn verschiedenen Notizbücher für zehn verschiedene Dinge. Ich sammele sowohl Ideen für neue Geschichten als auch Ideen zur Vermarktung oder mache mir Notizen zu den wichtigen Schritten vor einer Veröffentlichung. Oder Notizen zu Fachbüchern, die ich gelesen habe. Wenn es nach mir ginge, würde ich auch mein Studium nur noch mit einem Bullet Journal bestreiten, weil ich es einfach so angenehm finde, alles an einem Platz zu haben. Vielleicht probiere ich das im nächsten Semester aus und berichte dann, wie es funktioniert hat. 
* Motivation/Dekoration
Wann immer ich mal eine Seite verhunzt habe oder etwas Platz übrig habe, nutze ich diesen für ein bisschen Dekoration oder motivierende Zitate. Viele machen aus ihren Bullet Journals wahre Kunstwerke, für mich steht die Funktionalität im Vordergrund. Und da ich Worte liebe, finde ich Schrift sowieso schon schön genug. Um da Inspiration zu kriegen, bin ich also eher die falsche Anlaufstelle, aber weiter unten findet ihr ein paar inspirierende Links. ;)



Welche Erfahrungen habe ich mit dem Bullet Journal gemacht?


Wie bereits erwähnt, führe ich mein Bullet Journal nun seit Januar diesen Jahres. Mittlerweile habe ich das zweite Notizbuch angefangen, weil das erste voll ist. Vorher war ich immer einer dieser total unorganisierten Menschen, die ständig nach einem funktionierenden System gesucht haben. Ich habe Termine verpeilt, Geburtstage und wichtige Aufgaben vergessen, häufig bis spät in die Nacht gearbeitet, wenn mir irgendetwas siedend heiß eingefallen ist, was bis zum nächsten Tag fertig sein musste. Ich war immer wieder frustriert darüber, wie unorganisiert ich bin, aber ich kann dir sagen: die Tage sind endlich vorbei.

Mittlerweile schreibe wirklich alles auf, was wirklich wichtig ist. Das hat dazu geführt, dass ich die Sachen auch viel früher angehe und mehr als pünktlich fertig habe (es sei denn, ich prokrastiniere freiwillig ... aber das ist ein anderes Thema), weil ich sie einfach täglich vor Augen habe und daran erinnert werde. Genauso bin ich viel ordentlicher geworden und habe wichtige Informationen gleich zur Hand, wenn ich sie brauche, statt Stunden mit dem Suchen von irgendwelchen Zetteln zu verbringen.








Genauso geht es mir mit den Terminen. Früher hatte ich noch recht wenig Termine. Da waren regelmäßige Sachen wie Studium und Arbeit und unregelmäßige Termine, an denen ich meine Freunde getroffen habe oder auf Parties gegangen bin. Das konnte ich mir noch einigermaßen gut merken. Mittlerweile habe ich aber durch meine freiberufliche Tätigkeit als Autorin und durch die Krankheit auch noch jede Menge Termine mehr, die ich irgendwie unter einen Hut bringen muss. Ohne Planer wäre ich absolut aufgeschmissen.

Mein absoluter Lieblingspart am Bullet Journal ist aber die Möglichkeit, meine Ziele zu setzen und sie immer wieder zu überprüfen und anzupassen. Das mache ich zum einen mit dem Level 10 Life System. Zum Anderen habe ich mir dafür neuerdings noch eine weitere Methode überlegt, die ich euch in meinem Artikel zum Thema Zielsetzung vorstellen werde. Seit ich mein Bullet Journal führe, sind meine Träume nicht mehr nur Träume, sondern Pläne, an denen ich arbeiten kann. Ich erreiche nun auch viel mehr, weil ich den Weg kenne und nicht mehr ziellos umherirre (Beispiel: drei Bücher in einem Jahr veröffentlichen - das dritte kommt im November (!)).



Fazit


Durch mein Bullet Journal bin ich organisierter und zielstrebiger als je zuvor. Das habe ich zwar sicher nicht nur dem Bullet Journal zu verdanken, sondern auch den Lektüren, Blogs und YouTube-Kanalen, die mich Tag für Tag motivieren, aber ich glaube schon, dass das Bullet Journal bei mir für Kontinuität gesorgt hat. Ich kann mir meinen Alltag nicht mehr ohne meinen praktischen Helfer vorstellen und suche immer nach Wegen, mein Bullet Journal besser organisieren zu können. 

Wenn du also auch ein Bullet Journal führst, würde ich mich freuen, wenn du mir erzählst, wie deines so aussieht und ob es deinen Alltag auch so ungemein erleichtert hat.

Alles Liebe,
deine Kim.


Lass dich inspirieren (weiterführende Links!)


www.bulletjournal.com - Die Homepage des Begründers, auf der erklärt wird, was ein Bullet Journal überhaupt ist und wie es funktioniert.
www.bohoberry.com - BohoBerry's Homepage mit jeder Menge Inspirationsmaterial.
Level 10 Life - Ein Artikel von BohoBerry, in dem das Level 10 Life System erklärt wird.
Meine BuJo-Pinnwand bei Pinterest, falls ihr da mal vorbeischauen wollt. Überhaupt ist Pinterest einer der besten Orte, um nach Inspiration zu suchen.
www.tinyrayofsunshine.com - Ein weiterer Blog, der sich nur dem Bullet Journaling widmet.
Die Bullet Journal Junkies auf Facebook sind auch immer eine gute Inspirationsquelle.