Gelesen | Die for me - Grave Mercy - Wither

Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich jede Menge Kekse gebacken und mit Schrecken festgestellt, dass es schon wieder so spät ist. Trotzdem habe ich heute Kurzrezensionen zu den letzten drei Büchern, die ich gelesen habe, im Gepäck und bin gespannt, was ihr zu den Büchern sagt.

Viel Spaß!



In Die For Me entführt uns die mittlerweile gut bekannte Amy Plum in die Welt der Revenants ein und entwirft eine Art "Nebenwelt" in einer der schönsten Städte Europas: Paris.
Leider ist das Buch gespickt von Klischees des Genres. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: die Eltern der Protagonistin Kate sind natürlich tot, ihre Schwester kommt mit dem Verlust natürlich viel besser klar; das Love Interest Vincent sieht irre heiß aus und kann alles und weiß auch alles und obwohl die Protagonistin keinen blassen Schimmer hat, wieso er überhaupt Interesse an ihr zeigt, verlieben sie sich natürlich sofort und unsterblich ineinander...

Gut gefallen hat mir vor allem der Schauplatz. Ich liebe die Stadt einfach und kenne so viele Schauplätze. Das Flair der Stadt kommt im Buch ganz gut herüber, wobei ich hier Bücher wie Anna and the French Kiss oder Eines Abends in Paris eindeutig mehr empfehlen kann, wenn ihr in die Stadt abtauchen möchtet.

Weiteren Abzug gab es, weil die Geschichte arg vorhersehbar gewesen ist und ich sie eigentlich nur zu ende gelesen habe, weil ...  Ja, wieso weiß ich eigentlich auch nicht so genau. Irgendwas muss sie dann wohl gehabt haben, was mich lange genug bei der Stange halten konnte. Gereicht hat es jedenfalls nur für 2 Stifte.

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Ismae bekommt eine einmalige Chance, um der Zwangsheirat zu entgehen: Als Tochter des Todes wird ihr die Ausbildung im Kloster St. Mortain zur Auftragsmörderin angeboten und sie akzeptiert. Nach der Ausbildung führt ein Auftrag sie an den bretonischen Hof, an dem ein dichtes Netz an Intrigen gespannt ist. Zu allem Überfluss fühlt sie sich auch noch zu dem Mann hingezogen, der die Zielscheibe ihres Auftrags ist.

An diesem Buch habe ich so viele Dinge einfach geliebt. Die ersten Seiten habe ich sehr skeptisch gelesen, weil mir das Konzept sehr drastisch vorkam, aber als ich dann in der Geschichte angekommen bin, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistin ist eine Kick-Ass-Heldin, die wohl überlegt handelt. Das Love Interest ist ein starker Mann mit großartigen Charakterzügen, die ihn für mich sehr sympathisch gemacht haben. Zusammen sind die beiden ein tolles Team und so ist es besonders schön zu sehen, wie sie sich Stück für Stück ineinander verlieben und die Geschichte, die sowieso schon super verstrickt ist, noch komplizierter wird.

Gefallen hat mir auch das Setting, das zwar historisch angehaucht ist, aber eine Art Parallelwelt zeichnet, denn viele Charaktere und Handlungen sind erfunden. Dafür steht aber auch Fantasy drauf und nicht Historischer Schinken, deswegen empfand ich das als vollkommen in Ordnung und wenig störend. Für Fans von Abenteuern, Auftragsmördern und Kick-Ass-Helden eine klare Leseempfehlung! 5 Stifte gibt es von mir!

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In einer Welt, in der Frauen nur noch zwanzig Jahre alt und Männer nur noch fünfundzwanzig Jahre alt werden, ist Nachwuchs das A und O, um ein Heilmittel für die Menschheit zu finden. Junge Frauen werden entführt und als Bräute an Männer verkauft. Rhine ist eine von ihnen. Zusammen mit drei anderen Frauen gehört sie nun zu Linden, der sich hoffnungslos in sie verliebt. Doch sie kann an nichts anderes denken als zu fliehen.

Der Unterschied zwischen einer guten Dystopie und dieser hier ist vor allem Glaubhaftigkeit. Mit Wither hätte Lauren DeStefano einen spannenden Einstieg in eine neue Trilogie schaffen können, wenn die Wissenschaft, die dem Problem zugrunde liegt, nicht so unlogisch sein würde.

Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Rhine als Protagonistin ist zwar zielstrebig, doch sie entwickelt sich wenig weiter. Linden, ihr Ehemann, verliebt sich ohne jeglichen Grund in sie und lässt ihr so viele Dinge durchgehen, die in so einer Gesellschaft und unter solchen Umständen einfach nicht glaubhaft sind. Auch der große Bösewicht in diesem Buch erschien mir an keiner einzigen Stelle wirklich bedrohlich.

Besonders letzteres wurde dadurch verstärkt, dass das Buch nur wenige Höhen hat und keine unerwarteten Wendungen. Im Prinzip verläuft es wie die EKG-Linie eines Toten. Jawohl, die nächsten werde ich wohl ganz sicher nicht mehr lesen. Ich kann mir schon denken, wie es ausgeht. Ganz klar also keine Leseempfehlung und nur 2 Stifte, wobei sich die gerade auch nicht mehr berechtigt anfühlen.

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Welche der Bücher kennt ihr und wie haben sie euch gefallen?

Und: Seid ihr auch schon so in Weihnachtsstimmung? Gibt es ein Buch, dass ihr jedes Jahr zu Weihnachten lest?

Alles Liebe,eure Kim.

Gedacht | Cyborg, erste Chemo und jede Menge "Dankes"

Hallo ihr Lieben!

Endlich geht es mir wieder gut genug, um mich für längere Zeit auf Dinge zu konzentrieren, die mir Spaß machen. Weil ihr so viel Anteilnahme gezeigt habt, dachte ich mir, dass es euch sicher interessiert, wie es mit mir weitergeht. Also werde ich in regelmäßigen Abständen ein Update posten, um euch einfach ein bisschen auf dem Laufenden zu halten.

Wer den letzten Artikel noch nicht gelesen hat, sollte das kurz nachholen, um zu verstehen, was hier überhaupt gerade los ist und wieso ich so wenig poste und wieso das wiederum dann auch noch so wenig mit Büchern zutun hat.

Zunächst einmal...


Von euren Antworten auf den Artikel bin ich wahnsinnig gerührt gewesen: ihr habt mir damit so viel Stärke und Zuversicht geschickt, dass ich immer mal wieder einfach nur eure Kommentare durchgelesen habe, um mich gut zu fühlen. Meine Antworten stehen noch aus, aber darum kümmere ich mich auch bald, denn die habt ihr auf jeden Fall verdient. <3

Auch den ganzen Menschen, die mir so viele schöne Sachen geschickt und gebastelt haben, möchte ich auf diesem Wege auch noch einmal von ganzem Herzen danken. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich über jede Postkarte, über jedes Paket, über jede noch so kleine Kleinigkeit gefreut habe, die mir gezeigt hat, dass ihr bei mir seid und an mich denkt. Meine Fensterbank im Wohnzimmer quillt allmählich ein bisschen über, aber es ist einfach sooo schön, jeden Morgen dorthin zu gehen und mir die ganzen Sachen anzuschauen, die dort stehen und einfach eine Weile dort zu stehen und zu wissen, dass ich nicht allein bin. Danke! Tausend Mal danke! <3

Und das ist seit dem letzten Update so passiert...


Ich wurde noch ein zweites Mal operiert, um den Port zu legen, durch den die Chemotherapie in den Körper läuft. Hört sich gruselig an, ist aber eigentlich ganz witzig. Schätze, ich bin jetzt eine Art Cyborg (zumindest, wenn man die Definition ganz weit greift), weil ich rund um die Uhr mit dem Ding unter meiner Haut herumlaufe. Die OP hat dieses Mal auch super geklappt, deshalb konnte ich nachmittags gleich wieder nach Hause und durfte mich auf einige weitere Termine in der Woche freuen.

Am 17.11. habe ich dann meine erste Chemotherapie bekommen. Vorher war ich komischerweise gar nicht so aufgeregt, sondern habe mich sogar darüber gefreut, dass es endlich losgeht. Die Chemo an sich war auch ziemlich langweilig. Die ganze Flüssigkeit läuft dann über den Port direkt ins Blutsystem und sorgt einfach nur dafür, dass man ständig aufs Klo rennen muss. Andere Nebenwirkungen, die in Büchern oder Filmen ja manchmal so krass dargestellt werden, blieben bei mir und den anderen Frauen in meinem Raum glücklicherweise aus (ich glaube, das ist auch von Chemo zu Chemo unterschiedlich), was wahrscheinlich an den ganzen Begleitmedikamenten lag, die man vor der eigentlichen Therapie schon einnehmen muss bzw. über eine Infusion bekommt. Leider war ich durch das eine Medikament so müde, dass ich mich nicht einmal aufs Lesen konzentrieren konnte, sondern die meiste Zeit einfach nur in meinem Sessel gedöst habe. Sieben oder acht Stunden später war dann endlich alles durchgelaufen, ich wurde abgestöpselt und durfte nach Hause fahren.

Für die nächsten zwei Tage habe ich noch Medikamente gegen Übelkeit mitbekommen, so dass ich einfach nur irre viel geschlafen habe, aber in der Nacht vom dritten auf den vierten Tag ging es dann bei mir mit den Nebenwirkungen los. Ungefähr eine Woche lang ging es mir dann hundselend und als es endlich besser wurde, waren meine Leukozyten offenbar so sehr im Keller, dass ich mir auch noch irgendetwas eingefangen habe, denn nach der Übelkeit folgten furchtbare Halsschmerzen und Fieber.

Heute ist Tag 12 nach der ersten Chemo und ich fühle mich endlich wieder wie ein Mensch. Mein Hals tut zwar immer noch etwas weh und meine Mundschleimhaut ist auch noch etwas angegriffen, was das Essen immer noch erschwert, aber ich habe wieder Farbe im Gesicht und kann mich längere Zeit am Stück bewegen, ohne einen Kreislaufzusammenbruch zu erleiden. Jippie!

Jetzt habe ich noch bis zum 08.12. Zeit, um mich von der ersten Runde zu erholen. Im Moment warte ich darauf, dass mir die Haare ausgehen, aber bis vor ein paar Tagen haben die so fest gesessen, dass nicht einmal so viele wie sonst beim Kämmen rausgefallen sind. Das war schon irgendwie sonderbar, aber Hoffnungen machen will ich mir nicht. Laut Ärzten ist die Wahrscheinlichkeit nämlich quasi nicht da, dass meine Haare bleiben. Aber ist ja halb so wild - wächst schließlich wieder und immerhin muss ich mich dann in meiner Chemozeit nicht auch noch ums Enthaaren und Frisieren kümmern. Man muss ja auch mal das Licht im Dunkeln sehen. ;P

Oh, apropos Licht! Im letzten Artikel habe ich ja schon angesprochen, dass ich eine leichte Panik vor der Gewichtsveränderung nach oben hin hatte. Ich glaube, ich gehöre tatsächlich zu den wenigen "glücklichen" Personen, die während ihrer Brustkrebs-Chemo Gewicht verlieren werden. Immerhin muss ich mir so nicht auch noch den Kopf zerbrechen, wie ich den ganzen Speck wieder los werde, wenn der Alptraum vorbei ist.

So gehts weiter...


Wenn alles gut läuft, werdet ihr in der Zeit bis zum Achten ab heute täglich von mir lesen, auch wenn ich leider sagen muss, dass Love, Kiss, Cliff noch eine Weile stagnieren muss. Ich hoffe, das könnt ihr mir verzeihen und freut euch auch über andere Artikel.

Ich wünsche euch einen wundervollen ersten Advent, einen schönen Start in die Woche und für alle WriMos unter euch: ein aufregendes Kopf-an-Kopf-Rennen in die Ziellinie!

Alles Liebe,
eure Kim.


Gedacht | Mal wieder ein kurzes Lebenszeichen...

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß, ich weiß ... da komme ich vor ein paar Wochen an und verkünde groß, dass es hier bald wieder richtig rund geht und nun habe ich schon wieder mehrere Wochen nicht gebloggt.

Eine Weile habe ich gebraucht, um zu überlegen, wie viel ich euch von dem erzählen möchte, was gerade in meinem Leben passiert. Aber da es dieses Mal irgendwie nicht mehr nur darum geht, eine Ausrede für die beitragslose Zeit auf meinem Blog zu finden, sondern vor allem darum, dass Frauen in meinem Alter ihrem Körper die Aufmerksamkeit schenken, die er verdient, habe ich mich dazu entschieden, aus den letzten Wochen kein Geheimnis zu machen, sondern euch die Wahrheit zu sagen.

Vor ungefähr zweieinhalb Wochen habe ich die Diagnose Brustkrebs bekommen. Mit 23 Jahren und einem ansonsten gesunden Körper war es ein großer Schock für mich und meine Familie, so kurz nach dem Bachelorabschluss und unserer Verlobung wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden. Seitdem habe ich zwei Wochen voller Arztbesuche, zig Spritzen und einen Krankenhausaufenthalt von drei Tagen hinter mir, bei dem die OP nicht ganz so gut verlaufen ist, wie wir uns das gewünscht hätten.

Die Details behalte ich jetzt erstmal für mich, wenn ihr neugierig seid oder vielleicht selbst an Brustkrebs erkrankt seid, würde ich mich trotzdem über Austausch freuen.

Wichtig für meinen Blog ist jedenfalls, dass ich innerhalb der kommenden drei Wochen mit einer neoadjuvanten Chemotherapie anfangen werde (d.h. ich mache eine Chemo, bevor der Tumor herauskommt, in der Hoffnung, dass er dadurch schrumpft) und noch nicht weiß, wie es mir dabei gehen werde. Ich euch also keine Versprechungen machen kann, was den Inhalt auf meinem Blog angeht. Aber ich denke, dafür hat jeder von euch Verständnis.

Ich erzähle euch natürlich einerseits davon, damit ihr versteht, wenn es hier Leerlaufphasen gibt und mich nicht voreilig verlasst, anderseits möchte ich gerade euch jungen Frauen darauf aufmerksam machen, dass Brustkrebs eben eine Krankheit ist, die nicht nur alte Frauen treffen kann. Niemand hätte mit meinem Alter damit gerechnet, dass ich tatsächlich einen bösartigen Knoten in mir habe, aber ich bin so unendlich froh, dass ich sofort zum Arzt gegangen bin, um das abklären zu lassen. So habe ich wirklich Glück gehabt, dass sich noch keine Metastasen in anderen Organen oder in den Knochen gebildet haben und meine Krankheit nach langer Therapie komplett heilbar ist.

Der erste Reflex ist natürlich, dass man es am liebsten jedem verschweigen würde, um keine mitleidigen Blicke zu ernten - aber es ist nicht meine Schuld, dass ich an Brustkrebs erkrankt bin und deshalb muss ich mich auch nicht dafür schämen, sondern kann die Gelegenheit gleich nutzen, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen und mir bei euch eine ordentliche Portion Lebensfreude abzuholen. :)

Feststeht, dass die kommenden Monate eine unglaubliche harte Zeit werden, aber ich auch gleichzeitig ganz fest daran glaube, wieder gesund zu werden und eine wunderschöne Hochzeit zu haben, wenn meine Haare wieder nachgewachsen sind und ich die ganzen, angeblichen Chemokilos wieder abgehungert habe. Ich habe nicht vor, mich davon unterkriegen zu lassen und schon gar nicht lasse ich mir die Lust am Leben und meinen Humor wegnehmen - also keine Angst, so schnell werdet ihr mich nicht los!

Nun seid ihr erstmal wieder up-to-date und müsst euch noch ein paar Tage geduldigen, weil ich bis Donnerstag noch jeden Tag Termine habe und nicht weiß, ob ich zum Bloggen kommen werde. Der erste Schreck ist mittlerweile aber verdaut und ich bin motiviert genug, um endlich wieder meinen Hobbies nachzugehen.

Ich wünsche euch alles Liebe!

eure Kim. <3