[TAG] Würdest du eher...?

Hallo ihr Lieben!

Die liebe Katja von Papiertänzerin hat mich getaggt (kennt ihr ihren Blog schon? Sie ist noch recht frisch dabei, aber der Blog ist total süß!) und ich habe beschlossen, dass es tatsächlich mal wieder Zeit für einen Tag ist.

Deshalb präsentiere ich euch heute meine Antworten auf den "Würdest du eher"-Tag, den ich auch schon bei englischen Booktubern gesehen habe und total klasse finde. :)

Viel Spaß!



Würdest du eher...


... für den Rest deines Lebens nur noch Trilogien lesen ODER nur noch Einzelbände?

Puh, ich glaube, ich tendiere zu Trilogien, weil ich gerne länger etwas von tollen Charakteren habe und in meinen Lieblingsgenres die Bücher sowieso meistens als Reihen erscheinen.

... für den Rest deines Lebens nur noch von Autorinnen ODER von Autoren lesen?

Ehh, was ist das denn für eine komplizierte Frage? :D Ich nehme mal die Frauen und bin heimlich froh, dass es niemals dazu kommen wird. :P

... für den Rest deines Lebens nur noch "offline" in deiner Lieblingsbuchhandlung kaufen ODER nur noch im Internet, wobei du dich für einen Anbieter entscheiden müsstest?

Tja, da muss ich wohl oder übel gestehen, dass ich bei Amazon bleibe - auch wenn ich mich dafür schäme. Ich würde liebend gerne nur noch in einer Buchhandlung einkaufen und vielleicht mache ich das auch, wenn ich irgendwann kein Student mehr bin und nicht mehr jeden Penny umdrehen muss. Aber im Moment sind es gerade die englischen Bücher, für die mir Amazon einen unschlagbaren Preis bieten kann. Traurig, eigentlich.

... haben, dass all deine Lieblingsbücher als Kinofilme verfilmt werden ODER als Fernsehserien?

Als ich die Frage das erste Mal gelesen habe, hätte ich sofort Fernsehserien gesagt, weil dort die Charaktere viiiiel besser rüberkommen. Aber jetzt sage ich trotzdem Filme, weil beim Anschauen nicht so viel Zeit verloren geht. Stellt euch mal vor: Alle Lieblingsbücher als Serie... Da würde man den Fernseher ja nie wieder verlassen. :D

... für den Rest des Lebens nur noch 5 Seiten pro Tag lesen dürfen ODER 5 Bücher pro Woche lesen müssen?

Ganz klar, da würde ich lieber 5 pro Woche lesen müssen - solange man mir auch die Zeit dafür einräumt. ;)

... dein Geld als professioneller Rezensent verdienen ODER als Autor?

Glasklar, oder? :D

... für den Rest deines Lebens immer wieder (und nur noch) deine 20 Lieblingsbücher lesen ODER nur noch Bücher, die du nicht kennst (keine Rereads)?

Eindeutig nur noch Bücher, die ich nicht kenne. Ich bin kein großer Fan von Rereads. Viel lieber entdecke ich neue Welten. :)

... Bibliothekar sein ODER Buchhändler?

Das ist echt schwierig. Macht sicher beides Spaß, aber ich tendiere zum Buchhändler, wenn der Buchhandel mein eigener wäre.

... für den Rest deines Lebens nur noch dein Lieblingsgenre lesen ODER alle Genres außer deinem Lieblingsgenre?

Dazu müsste ich wohl erstmal wissen, was mein Lieblingsgenre ist. Wenn ich es als phantastische Literatur definiere, dann nehme ich nur noch mein Lieblingsgenre.

... für den Rest deines Lebens nur noch Printbücher lesen ODER nur noch E-Books?

Print, ganz eindeutig. Ich hasse E-Books wie die Pest und lese sie nur, wenn es gar nicht anders geht. :D



Das waren meine Antworten auf den "Würdest-du-eher"-Tag und ich tagge

Carly
Steffi
Tinka
Eva

und alle, die sonst noch Lust haben den Tag zu machen.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen!

Alles Liebe,
eure Kim. <3

#1 Autoren plaudern übers Schreiben - Isabella Benz


Hallo ihr Lieben!

Wie manche von euch sicher wissen, habe ich vor kurzen dazu aufgerufen mir eure Fragen zum Thema Schreiben zu stellen, damit ich die Reihe "Kim plaudert übers Schreiben" ins Leben rufen kann. Am schönsten ist es aber trotzdem noch, wenn man mit gestandenen Autoren übers Schreiben ins Gespräch kommen kann und so habe ich mir überlegt, dass es schön wäre, wenn ich euch Zwischendurch auch immer mal ein "Autoren plaudern übers Schreiben" anbieten kann.

Gestern habe ich ja bereits die Rezension zu Die Dämonen von Lorch von Isabella Benz gepostet, zu dem sie mir auch 5 tolle Antworten auf meine Fragen gegeben hat. Heute beantwortet sie für euch 12 Fragen zum Thema Schreiben.

Los geht's!


1. Wie sieht dein Schreiballtag aus? Wie viel Zeit investierst du täglich in deine Schreibarbeit?


Da von täglich zu sprechen, ist etwas schwierig. Bei mir ist das phasenabhängig. Momentan schreibe ich jeweils am Anfang eines Semesters oder in den Semesterferien, wenn nicht zu viele Hausarbeiten anstehen, am meisten. Je nachdem kann ich durchaus je 2-3 Stunden am Tag fürs Schreiben oder Überarbeiten verwenden. In seltenen Fällen nehme ich mir auch einen ganzen Tag zum Schreiben, dann geht es morgens um 08:00 los und hört abends um 21:00 auf *gg*



2. Was brauchst du zum Schreiben? Notizbücher, Musik, …?


Musik sehr selten, meist nur, wenn ich eine bestimmte Stimmung einfangen will, aber meine Notizen sind sehr wichtig, auch wenn ich die nicht in Notizbüchern gespeichert habe. Ich nutze entweder Scrivener oder einzelne Worddokumente. Dort habe ich dann eine Szenenübersicht, einen sehr ausführlichen Steckbrief für jeden Charakter, teilweise Beschreibungen von Orten und Gegenständen und ab und an kommen (vor allem bei Fantasyromanen) auch selbst gebastelte Karten um Einsatz. Bei meinen Historienromanen sind es eher Wikipeia und Google Maps, die ich nebenan offen habe. Nicht, dass ich alle meine Recherchen daraus ziehe, aber erste Eindrücke vermitteln sie allemal.



3. Bist du ein Planer oder einer Entdecker?


Die Aussage unter Nummer 2 dürfte das bereits einigermaßen beantworten: Ich bin der totale Planer. Am liebsten bearbeite ich, bevor ich mit dem Schreiben beginne, die Schritte der sogenannten Schneeflockenmethode, wie genau die funktioniert findet sich z.B. hier: http://www.dirk-eickenhorst.de/werkzeugkiste/die-schneeflocken-methode/index.html. Am Ende dieses Prozesses steht eine ausführliche Szenentabelle, an der ich mich beim Schreiben entlang hangele. 



4. Wie entwickelst du deine Geschichten? Womit beginnst du?


Entwickelt wird die Geschichte wie gesagt mit der Schneeflockenmethode. Aber natürlich ist das nicht der Anfang. Bevor ich diese Methode anwenden kann, muss erstmal eine grobe Idee her. In der Regel ergibt sich das aus bestimmten Figurenkonstellationen. Oft habe ich eine Szene im Kopf, aus deren Vor- und Nachgeschichte sich die komplette Story ergibt. Ansonsten können mich aber auch Orte oder Personen inspirieren, ein Funke eben, von dem aus sich die Handlung wie ein Lauffeuer nach hinten und nach vorne ausbreitet.



5. Recherchierst du vor dem Schreiben, währenddessen oder erst bei der Korrektur?


Eigentlich recherchiere ich in allen drei Phasen. Vor dem Schreiben eines Historienromanes lese ich mir grundsätzliche Informationen über Zeit, Ort und historische Persönlichkeiten an. Während dem Schreiben kommt dann noch die ein oder andere Frage auf und bei der Korrektur fallen „Kleinigkeiten“ ins Gewicht. Ein Beispiel aus dem Thriller „Die Dämonen von Lorch“: Meine Protagonistin verarbeitet dort via Nadelbindung Wolle zu einem Obergewand. In meiner ursprünglichen Fassung war der Faden, den sie dazu benutzt, rot. Meine Betaleserin wies mich aber daraufhin, dass Bauern nur braun tragen durften und es deshalb höchst ungewöhnlich wäre, wenn Theodora mit rot nadelbindet. Insofern gibt es tatsächlich noch Recherchearbeit bei der Korrektur.



6. An wie vielen Projekten arbeitest du momentan? Wird etwas davon in näherer Zukunft erscheinen?


Wie man es nimmt an 2-3 Romanen und 2 Anthologien, wenn auch nicht an allen gleich intensiv. Eine Historische Romanze im Berlin der Goldenen Zwanziger bereite ich aktuell fürs Lektorat vor, Abgabetermin ist im April. Der Auftakt einer Fantasyquintologie wird innerhalb der nächsten beiden Monate erscheinen, der ist soweit also fertig, es müssen aber noch letzte Absprachen getroffen werden. Außerdem möchte ich beizeiten mein Fantasyjugendbuch in die weite Welt hinaus schicken, dafür fehlt mir momentan aber etwas die Zeit. 

Bei den Anthologien befindet sich eine bereits im Lektorat. Bei dieser bin ich selbst mit mehreren Kurzgeschichten vertreten und habe die anderen mitkomponiert. Für die zweite Anthologie suchen Michéle-Christin Jehs und ich zusammen mit dem Burgenweltverlag noch bis Mitte April Kurzgeschichten zum Thema „Wenn alte Wellen singen“, mittelalterliche Kurzgeschichten rund um Gewässer aller Art. Da läuft momentan also das Sammeln und ab April dann die Auswahl und das Lektorat der Kurzgeschichten.



7. Schreibst du für dich oder für die Veröffentlichung?


Meist schreibe ich für mich, es kam aber auch schon letzteres vor. Falls ich aufgrund einer Anfrage etwas verfasse, muss mich das Thema aber wirklich reizen. Ich würde z.B. nie einen Erotikroman schreiben, auch nicht um der Veröffentlichung willen.



8. Woher nimmst du deine Motivation?


Ich arbeite Dinge gerne ab. Deshalb motiviert es mich, meine Fortschritte zu begutachten und mir immer wieder zu sagen, dies oder jenes brauchst du noch, dann hast du die Rohfassung/die Überarbeitung geschafft. In der Regel nehme ich mir dabei am Tag nur kleinere Hürden vor, die machbar sind und an denen ich nur in Ausnahmefällen (wenn der Protagonist plötzlich doch ein Geheimnis ausplaudern will z.B.) scheitere. Das Ziel vor Augen, das motiviert mich am meisten.



9. Wer ist für dich da, wenn beim Schreiben mal wieder alles den Bach runtergeht?


Ähm … so richtig den Bach runter geht es bei mir eigentlich nie, oder ist es bislang – Gott sei Dank - nicht gegangen. Wenn ich irgendwo hänge oder Unklarheiten herrschen, rede ich entweder mit Tintenzirklern (s.u. 11.) oder mit meinen Freunden und bisher haben wir immer eine Lösung gefunden, mit der ich gut leben konnte.



10. Hast du schon mal an einem Schreibmarathon wie dem National Novel Writing Month teilgenommen? Wenn ja, hast du durchgehalten? Hast du Tipps für andere Schreiberlinge?


Am National Novel Writing Month nehme ich seit 2010 jährlich teil, 2011 ist im Zuge dessen mein Debütroman „Die Dämonen von Lorch“ entstanden. Die meisten Bände meiner Fantasyquintologie habe ich ebenfalls dort geschrieben. Ich finde den Austausch mit anderen Schreiberlingen, so genannte Battles, sehr hilfreich, und im Zuge dessen auch einigermaßen feste Schreibtermine. Im NaNo nehme ich mir mindestens eine Stunde am Tag nur fürs Schreiben. Und wöchentlich stehen 2-3 Termine fest, an denen ich mich mit anderen in Foren und Chats treffe. Das gegenseitige Anfeuern hat mich bisher immer ans Ziel gebracht, oft auch bis ans Ende des Romans. Abgesehen davon sollte man sich, um das Event wirklich genießen zu können, als NaNo-Projekt etwas heraussuchen, das man von ganzem Herzen schreiben will. Andernfalls kann der November wirklich sehr anstrengend werden.



11. Kannst du Schreibratgeber oder Websites empfehlen, die einen Schreiberling weiterbringen?


Mich haben zwei Foren in meiner Schreibkarriere deutlich weiter gebracht. Im www.federfeuer-forum.de habe ich zum einen gelernt, die Texte von Kollegen zu analysieren. Zum anderen hat sich dort mein Schreibstil herausgebildet, sowohl aus den Kritiken, die ich von anderen erhalten habe, als auch durch die Probleme, die mir in den Texten von anderen doch deutlich klarer vor Augen getreten sind als in meinen eigenen, obwohl die gleichen Probleme dort ebenfalls zu finden waren. Aus Zeitgründen bin ich leider nicht mehr im Forum aktiv, halte es aber nach wie vor für sehr empfehlenswert!

In www.tintenzirkel.de liegt der Fokus nicht auf der Textkritik, deshalb ergänzen sich die beiden Foren meiner Meinung nach auch sehr gut. Im Tintenzirkel habe ich die vorhin erwähnten Battles kennen gelernt, die ich immer noch sehr gerne nutze. Außerdem bietet das Forum einen sehr guten Einblick in die Verlagswelt. Und wenn irgendwo der Schuh drückt, sei es storytechnisch oder formulierungstechnisch, bietet der Zirkel ebenfalls kompetente und hilfsbereite Mitautoren/innen. 



12. Was ist dein liebster Schreibtipp?


"Schalte während dem Schreiben den inneren Lektor aus!" 

Ich kenne Autoren, die von Anfang an überarbeiten und deren Text am Ende des Schreibvorgangs fertig und rund ist, für die ist der Schreibtipp sicher nichts. Aber mir hilft es, den Kopf auszuschalten und freischnauze in die Tasten zu hämmern. Die Formulierungen auszubügeln und den Text abzurunden, folgt dann in der Überarbeitung.

Das Wichtigste ist aber, ganz egal, welche Art von Schreiberling man ist, immer Freude an der Geschichte zu haben. Wenn der Autor sich mit seinem Text quält, werden es die Leser mit ziemlicher Sicherheit später auch tun. Deshalb wünsche ich jedem meiner Kolleginnen und Kollegen Leidenschaft für ihre Werke und ganz viel Spaß dabei!


Und dort findet ihr Isabella:


Homepage: www.isabella-benz.de

Facebook: http://www.facebook.com/AutorinIsabellaBenz

Twitter: http://twitter.com/BenzIsabella

Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/autor/Isabella-Benz/

Google+: http://plus.google.com/114435118641233455882/posts

Pinterest: http://www.pinterest.com/benz1119/pins/follow/?guid=ApG7rXZxZybG-0


Vielen lieben Dank an Isabella für die Beantwortung der Fragen!

Euch sind noch andere Fragen eingefallen, die ihr gerne von einem Autor beantwortet hättet? Dann könnte ihr sie gerne in den Kommentaren stellen und ich werde sie bei den kommenden Runden von "Autoren plaudern übers Schreiben" berücksichtigen.

Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß beim Lesen ihrer Antworten wie ich und fühlt euch motiviert!

Wie immer freue ich mich über eure Kommentare!

Alles Liebe,
eure Kim.

[Rezension] Die Dämonen von Lorch - Isabella Benz + 5 exklusive Fragen an die Autorin!!!


Unter der Rezension findet ihr 5 tolle Antworten auf meine Fragen an Isabella!


Sie keucht.
Sie zuckt.
Und sie schlägt um sich.
Wie eine Besessene.


| Seiten: 350 Seiten | Thema: Historisch, Thriller |
| Verlag: Ammianus-Verlag | Erschienen: 2014 |
| Format: Broschur | ISBN: 9783945025031 |




Johann von Badenberg liebt die Vogtstochter Theodora, die immer wieder von heftigen Anfällen und Krämpfen geschüttelt wird. Er plant, sie nach dem Kreuzzug zur Frau zu nehmen und als das Heer schließlich fällt, eilt er über die Alpen zurück nach Lorch, wo eine Reihe von mysteriösen Mordfällen die Dorfbewohner erschüttert. Er muss sich beeilen, denn er weiß nicht, dass Theodora bereits in das Verdachtsfeld des Pariser Exorzisten geraten ist.



Da ich ja nicht so viele historische Romane lese, habe ich anfangs eigentlich immer Schwierigkeiten damit, mich in den Schreibstil eines Romans einzufinden. Das liegt nicht daran, dass der schlecht wäre, sondern eher daran, dass ich diese „gestelzte“ wörtliche Rede nicht gewohnt bin.
Nach dem Einlesen hat mir Isabella Benz‘ Schreibstil gut gefallen und ich konnte durch die Seiten fliegen.



Das Buch ist aus mehreren Sichtweisen geschrieben, was für den Spannungsaufbau sehr förderlich gewesen ist. Am besten haben mir die Szenen aus Johanns Sicht gefallen, weil sie meiner Meinung nach die spannendsten waren.

Man hat bald gemerkt, dass die Autorin hier gute Recherchearbeit betrieben hat, denn viele Szenen waren sehr realistisch für den Zeitraum, in dem das Buch spielte, und ließen mich ab und zu schlucken. Was wir doch für ein Glück haben, in dieser Zeit zu leben. Besonders gut fand ich dann auch, dass es keinerlei Info-Dumping gibt. Das ist ja etwas, was viele von historische Romanen abhält, aber hier ist man sofort in der Welt angekommen und muss sich nicht erst seitenlange Erklärungen anhören.

Johann ist auf jeden Fall ein Charakter, der seiner Zeit voraus ist, deswegen fand ich es in manchen Szenen schade, dass er erst gehandelt und dann nachgedacht hat. Das hat nicht immer zu ihm gepasst, aber andererseits muss man ja auch den Einfluss seiner Umwelt sehen. Mit ihm konnte ich mich am besten identifizieren, weil er derjenige war, der an das Gute geglaubt hat und am stärksten dafür gekämpft hat.

Mit seiner Geliebten, Theodora, hatte ich so meine Probleme. Sie leidet unter Anfällen und Krämpfen, ein typisches Krankheitsbild für Epilepsie, was man damals ja noch nicht wusste, und muss diese deshalb vor den Dorfbewohnern geheim halten. Als dann jedoch die Morde in Lorch geschehen, die nur von einem Dämon begangen worden sein können, gerät Theodora schnell ins Verdachtsfeld eines Pariser Exorzisten, der seine Nase aus nichts raushalten kann. Auch Theodoras Vater sorgt dafür, dass sie sich immer mehr fragen muss, ob sie nicht doch von einem Dämon besessen ist, obwohl Johann immer noch der Meinung ist, dass sie krank ist.

Für Theodora hätte ich mir eine stärkere Frauenfigur gewünscht. Klar, ich kann verstehen, wieso sie am Rande der Verzweiflung ist, aber ein bisschen mehr Aktivität hätte ihr nicht schaden können. So blieb sie nur ein von Ängsten getriebener, blasser Charakter, der darauf gewartet hat, dass Johann schon alles lösen würde. Das war eigentlich der Punkt, der mich wirklich am meisten gestört hat. Realistisch ist gut, aber ein Protagonist sollte meiner Meinung nach ein bisschen aktiver sein und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Ein starker Charakter war auch Wilhelm, der Pariser Exorzist. Er nahm seinen Beruf so ernst, dass ich zeitweise schon dachte, dass er die Morde begangen hat, um endlich mal jemanden exorzieren zu dürfen. Gut gefallen hat mir vor allem die Zusammenarbeit mit Johann, gerade, weil sie ständig in einen Konflikt geraten sind.

Auch der Plot ließ nicht zu wünschen übrig. Stück für Stück steigerte sich die Spannung und die Frage danach, wer nun wirklich die Morde begangen hat, wurde immer dringlicher. Zeitweise habe ich mich gefragt, ob das Buch vielleicht doch ein Fantasyelement hat und die Morde tatsächlich von einem Dämon begangen wurden. Die tatsächliche Lösung ist zwar logisch, aber eben nicht offensichtlich, was mir sehr gut gefallen hat.

Einzige Kritik zum Spannungsaufbau ist, dass die Spannung nach Höhe- bzw. Wendepunkten zu schnell durch eine Auflösung wieder hinausgenommen wurde und dadurch der Spannungsbogen immer einen Schritt zurück gemacht hat. Aber ich glaube, so etwas fällt nur jemandem auf, der sich oft und viel mit verschiedenen Handlungsmustern und Spannungsbögen beschäftigt.



Insgesamt hat mir Die Dämonen von Lorch sehr gut gefallen. Abzüge gibt es allerdings für Theodoras Charakter, der mich einfach nicht ansprechen konnte, und den Verlauf des Spannungsbogens. Wenn ihr Lust auf einen historischen Krimi/Thriller habt, dann ist dieses Buch ganz bestimmt einen Blick wert.




Über die Autorin: Isabella Benz wuchs einen Katzensprung von Wiesen, Wald und Feldern entfernt am Rande der Stadt Steinheim an der Murr auf. Obwohl naturverbunden zog es sie nach ihrem Abitur in Großstädte: Zunächst in die Hauptstadt Kwa Zulu Natals, Pietermaritzburg, wo sie in den südafrikanischen Townships mit Kindern und Jugendlichen arbeitete. Ihr Studium verschlug sie außerdem nach Berlin und für ein Jahr nach Rom. Hauptsächlich studiert sie jedoch in dem vergleichsweise beschaulichen Tübingen - Theologie auf Pfarramt. (Quelle: Verlagshomepage)

Ich hatte die Gelegenheit mich mit ihr per Mail über ihren Roman zu unterhalten und ihr ein paar Fragen dazu zu stellen. Ihre Antworten möchte ich euch hier präsentieren.


Welcher der Charaktere ist dein absoluter Liebling und wieso?


Meistens mag ich die Nebenfiguren lieber als die Hauptfiguren, entsprechend würde ich auch bei den Dämonen von Lorch sagen: Ritter Bero, auch wenn er nicht sehr häufig vorkommt, ist mir von allen Charakteren der Liebste. Er ist nimmt kein Blatt vor den Mund und ist gleichzeitig absolut loyal. 


Welche Stelle ist deine absolute Lieblingsstelle im Buch? Hast du ein Lieblingszitat?


Ich liebe die Szene, in der Johann und Wilhelm das erste Mal aufeinandertreffen. Die ersten Kapitel habe ich fast nur auf diesen Moment zugeschrieben. Ein konkretes Lieblingszitat habe ich nicht, aber eine der Stellen, die mir gut gefallen, ist folgende:

„Die dunkle Stimme klang wie das Zischeln der Schlange, die sich im Kampfesgetümmel einmal unvermittelt vor ihm unter einem Leichnam hervorgeschlängelt hatte. Johann hatte sein Schwert gepackt und ihr den Kopf abgeschlagen. Er würde es jederzeit wieder tun.“


Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Buch zu diesem Thema zu schreiben?


Die Grundlage bildete tatsächlich eine Anfrage: Magst du es nicht einmal mit etwas Historischem versuchen? Für mich war klar: Wenn historisch, dann regional-historisch. Bei der Recherche bin ich irgendwann auf das Kloster von Lorch gestoßen und je mehr ich darüber recherchierte, desto passender erschien es mir. Das Thema „Epilepsie“ aufzugreifen und dies mit dem Dämonenglauben zu verbinden, hatte biographische Gründe: Zum einen litt eine Freundin aus Schulzeiten an dieser Krankheit, zum anderen wurde ich schon häufiger mit dem Glauben an dämonische Mächte konfrontiert. Alles zusammen ergab nach und nach diesen Historischen Thriller.


Mit welchem deiner Charaktere hast du am meisten gemeinsam?


Am meisten gemeinsam? Ohje, da muss ich nochmal gut grübeln. Jeder der fünf Protagonisten hat irgendeine Eigenschaft von mir abbekommen. Allerdings bemühe ich mich immer, den Protagonisten ein eigenes Gesicht zu geben. Ich bin lang nicht so verbohrt wie Wilhelm und garantiert nicht so abenteuerlustig wie Johann. Ab und an kann ich genauso an allem verzweifeln wie Theodora, aber ich wage zu behaupten, dass ich mich deutlich schneller wieder fange als sie. Wenn ich die Frage etwas anders auffassen dürfte, nämlich, durch welchen Charakter ich mich in die Geschichte hineingeschrieben habe, dann würde ich antworten: Ich ähnle am meisten Otto von Freising, also, natürlich nicht der historischen Persönlichkeit, aber dem Charakter, wie ich ihn in der kurzen Szene, in der er vorkommt, dargestellt habe.


Wenn du mit einem deiner Charaktere einen Tag verbringen könntest, wen würdest du aussuchen und wie würde dieser Tag aussehen?


Bei Heinrich und Wilhelm würde ich gegen eine Wand anreden, das stelle ich mir nicht so angenehm vor. Deshalb würde ich vermutlich einen kleinen Waldspaziergang oder –ritt mit Johann und Theodora unternehmen, die Gegend um Lorch ist wirklich sehr schön, das lohnt sich also. Einen Ausflug dorthin kann ich jedem hier nur wärmstens empfehlen.


Danke, liebe Isabella, für die Beantwortung der Fragen!

Wer jetzt Lust hat noch mehr über Isabella zu erfahren, sollte unbedingt morgen wieder meinen Blog besuchen, denn dann gibt es den aufregenden Start eines Specials mit ihr als Gast!


Alles Liebe,
eure Kim.



[Rezension] After Passion - Anna Todd


Irgendwie weiß ich zwar, dass es die Ruhe vor dem Sturm ist, aber in diesem Augenblick ist Hardin mein Anker. Ich hoffe nur, dass er mich nicht in die Tiefe reißt.

"Du kannst praktisch jedes Mädchen haben, und doch verschwendest du deine Zeit - und meine -, damit, mich auf immer neue Weise zu verletzen. Wozu? Hasst du mich denn so sehr?"


| Seiten: 704 Seiten | Thema: Liebe, Erotik |
| Verlag: Heyne | Erschienen: 2015 |
| Format: Klappenbroschur | ISBN: 9783453491168 |
| Preis: 12,99 € Zur Seite des Verlags |






Tessa kommt an die Universität und sieht einem vielversprechenden Leben entgegen. Sie hat einen netten Freund, eine Mutter, die sich viel um sie sorgt und Spitzennoten. Und dann kommt Hardin. Hardin ist alles andere als eine vielversprechende Zukunft. Er ist düster und tätowiert und sie ist sich sicher, dass er sie nicht ausstehen kann. Aber sie geraten immer wieder aneinander und nach dem Streiten folgen Momente, in denen Tessa mehr vom wahren Hardin erfährt, bis sie sich ihm irgendwann nicht mehr entziehen kann.



Anna Todds Schreibstil konnte mich nicht wirklich vom Hocker reißen. Er war okay und besser als der manch eines gestandenen Autoren, aber eben nichts Besonderes. Gut gefallen hat mir die Länge der Kapitel, die ja daher kommt, dass der Roman zuerst auf Wattpad veröffentlicht wurde. So ist es vielleicht auch zu erklären, dass der Schreibstil nicht atemberaubend ist. Für einen Fortsetzungsroman in einem solchen „Forum“ ist er dennoch sehr gut.



Wer an dieses Buch mit großen Erwartungen heran tritt, wird sicher enttäuscht werden. Wer seine Erwartungen jedoch gering hält, bekommt eine unterhaltsame, leidenschaftliche Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren gehauen.

After Passion kennt kein Grau, es kennt nur Schwarz und Weiß und seine Nuancen. Tessa und Hardin sind unterschiedlich wie Tag und Nacht und so ist es nur natürlich, dass sie ständig aufeinander prallen. Sie machen keine halben Sachen, sondern sind immer aufbrausend, leidenschaftlich und anstrengend. Im wahren Leben würde ich mit ihnen nicht befreundet sein wollen, als Romanfiguren haben sie mir allerdings ganz gut gefallen.

Tessa ist zu Beginn eines dieser wahnsinnig braven Mädchen, eigentlich das Klischee eines durchschnittlichen New Adult Romans, nur eben nicht in grau, sondern in tiefschwarz. Sie ist so naiv und so gutgläubig, dass es schon wieder komisch ist. Wenn man sie als Charakter nicht ganz ernst nimmt, kann man häufig auf ihre Kosten lachen. Gegen Ende des Buches verkommt ihr Charakter dann jedoch zu einem dieser durchschnittlichen Mädchen, was ich als ein bisschen schade empfand, weil es gerade ihre Unschuld war, die die ganze Geschichte so unglaublich komisch gemacht hat. Oh, und natürlich ist sie noch Jungfrau (nur, damit ihr wisst, dass alle Klischees bedient sind).

Hardin dagegen ist alles andere als unschuldig. Er ist tätowiert, gepierct und hat die schlimmsten Freunde, die sich Tessa nur vorstellen kann. Und seine Vergangenheit ist alles andere als ein Zuckerschlecken gewesen. Natürlich nicht, er ist ja auch der Bad Body der Geschichte (Achtung, Klischee), aber auch hier kam es mir teilweise so vor, als hätte Anna Todd den Schalter noch weiter gedreht und ihn richtig, richtig übel gestaltet, so dass es wirklich unterhaltsam war. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Einblick in seine Vergangenheit gewünscht, um ihn wirklich zu verstehen.

Der Plot ist ziemlich einfallslos. Es ist ein Hin- und Her aus Streit – Versöhnung – Sex, nur dass die Streit und Versöhnungsszenen immer länger werden und die Sexszenen sich bereits ziemlich früh immer gleich lesen (und jaaa, ich weiß, dass da immer was anderes passiert, meine Empfindung kommt mehr von der sprachlichen Ebene).



Was ist also das Besondere an diesem Buch? Warum zieht es so viele Menschen in seinen Bann? Ganz ehrlich: ich weiß es nicht und muss wohl akzeptieren, dass es einfach so ist. Trotz der ganzen Kritikpunkte konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, es hat einfach Spaß gemacht, obwohl es literarisch nicht wirklich wertvoll ist. Aber wenn ihr Lust auf ein bisschen Bad Boy, ein bisschen Liebe und ganz viel kurzweilige Unterhaltung habt, ist dieses Buch sicher perfekt und noch besser wird es, wenn ihr eure Erwartungen gleich zu Beginn herunterschraubt.




Seid ihr auch schon so gespannt auf Teil 2 oder konnten euch die negativen Dinge an diesem Buch vielleicht doch mehr überzeugen?

Alles Liebe,

Eure Kim.


Bücher Bingo: Ein Reihenauftakt || States-of-America-Challenge: Washington




Auch von Anna Todd

After Truth (erscheint im April 2015)
After Love (erscheint im Juni 2015)
After Forever (erscheint im August 2015)

Das könnte euch auch interessieren


Meine Rezension zu...
... Hopeless von Colleen Hoover
... Easy von Tammara Webber
... Falling Into You von Jasinda Wilder

[Lesewoche] Kai Meyer - Tag 1 & 2

Hey ihr Lieben!

Es wird Zeit für ein Update von mir, auch wenn ich es bisher immer noch nicht geschafft habe, zu Die Seiten der Welt zu greifen. :(

Aber ich hoffe, dass ich später damit anfangen kann, wenn ich mit Verdammt. Verliebt durch bin.




Trotzdem möchte ich natürlich die Fragen beantworten und gleich mal eine Tour auf eure Blogs drehen, um zu schauen, wie weit ihr denn schon so seid. :)

Welches Buch/Welche Bücher möchtest du diese Woche lesen und was erwartest du davon?

Mein Ziel für diese Woche ist auf jeden Fall Die Seiten der Welt. Eigentlich hätte ich ganz gerne auch noch die beiden letzten Teil der Merle-Trilogie hinterher geschoben, aber das schaffe ich zeitlich nicht mehr, weil ich diese Woche noch viel für die Uni machen muss und auch noch einen Tag arbeiten muss.

Ist das dein erstes Buch von ihm oder hast du schon andere gelesen? Wenn du schon andere gelesen hast: wie haben sie dir gefallen?

Ich habe bereits die Arkadien-Trilogie gelesen und geliebt. Sie war eigentlich der Grund dafür, wieso ich auf Kai Meyer aufmerksam geworden bin. Da hatte ich die Merle-Trilogie schon seit Jahren ungelesen im Regal stehen. Mittlerweile habe ich davon auch schon den ersten Teil gelesen, allerdings bin ich dafür schon ein bisschen zu alt. Und Asche & Phönix habe ich auch erst vor kurzer Zeit gelesen und sehr gerne gemocht. Am besten gefällt mir, dass er einen immer auf eine Reise durch südliche Länder mitnimmt und die Atmosphäre dort so wundervoll beschreiben kann. Ich bin gespannt, ob es ihm bei Die Seiten der Welt auch so gut gelingt.


Die nächsten Fragen werde ich am Dienstag beantworten, wenn ich hoffentlich schon zum Lesen gekommen bin und nun mache ich mich erstmal auf die Suche nach euren Blogbeiträgen. :)

Alles Liebe und viel Lesefreude!
Eure Kim.


[Lesewoche] Kai Meyer - Die Aufgaben und Fragen


Hallo ihr Lieben!

Endlich geht's los! Ich muss zwar erst noch etwas anderes zu ende lesen, aber dann starte ich auch in Die Seiten der Welt und bin gespannt, was sich der Herr Meyer dieses Mal Gutes einfallen lassen hat.

Um es kurz und schmerzlos zu machen, kommen hier die Fragen für die einzelnen Tage, die ihr auf eurem Blog, in den Kommentaren oder bei Twitter/Instagram beantworten könnt.

Samstag, 21.03.15
Welches Buch/Welche Bücher möchtest du diese Woche lesen und was erwartest du davon?

Sonntag, 22.03.15
Ist das dein erstes Buch von ihm oder hast du schon andere gelesen? Wenn du schon andere gelesen hast: Wie haben sie dir gefallen?

Montag, 23.03.15
Deinem Protagonist/Deiner Protagonistin ist siedend heiß eingefallen, dass er/sie etwas Wichtiges Zuhause vergessen hat. Was könnte das sein und welche Rolle spielt es in der Geschichte?

Dienstag, 24.03.15
Hast du schon einen Lieblingscharakter? Wenn ja, wer und wieso?

Mittwoch, 25.03.15
Wenn euer aktuelles Buch verfilmt werden würde, welche Schauspieler würdet ihr in den Hauptrollen sehen wollen?

Donnerstag, 26.03.15
Habt ihr Lieblingsstellen? Zitate? Konntet ihr viel markieren?

Freitag, 27.03.15
Wie war eure Lesewoche? Habt ihr das geschafft, was ihr schaffen wolltet? Hat es euch gefallen? Auch die Links zu euren Rezensionen dürft ihr mir gerne hier lassen.

***

Und noch einmal die Teilnehmerliste, damit ihr euch fleißig gegenseitig stalken könnt. ;)

Ich
Lila (Twitter: @ludwiggustav)
Sandrina
Melissa (Twitter: )
Alicia (Twitter: @AlmightyAnChan) 

(Wer noch einsteigen möchte, meldet sich einfach per Kommentar. Das ist kein Problem. ;))

***

Und nun wünsche ich uns eine aufregende Woche und viel Lesespaß! Ich freue mich auf eure Antworten!

Alles Liebe,

eure Kim.

[Rezension] Bound to You: Providence - Jamie McGuire


"Hast du Gefühle für mich? Oder verfolgst du mich nur, weil du Mitleid mit mir hast. Liegt es daran, dass ich ein tragisches, vaterloses Nervenbündel bin und du beschlossen hast, ein Wohltätigkeitsprojekt aus mir zu machen?"


"Was ist so komisch?", fragte er und zog eine Braue hoch.
"Engelskuchen." Ich presste die Lippen zusammen, um nicht laut zu lachen.



| Seiten: 464 Seiten | Thema: Engel, Fantasy |
| Verlag: Piper | Erschienen: 2014 |
| Format: Klappenbroschur | ISBN: 9783492703260 |
| Preis: 14,99 € Zur Seite des Verlags |





Nach dem Tod ihres Vaters lernt Protagonistin Nina den mysteriösen, aber heißen Jared kennen. Er taucht immer wieder in ihrer Nähe auf, doch als sie beginnt, sich in ihn zu verlieben, macht er sich rar. Als sie dann jedoch in Gefahr gerät, ist er plötzlich wieder da und sie muss feststellen, dass er kein gewöhnlicher junger Mann ist, sondern ein Schutzengel. Doch in einen Menschen verliebt man sich als Schutzengel nicht, schon gar nicht in seine Taleh.



Jamie McGuires Schreibstil würde ich in diesem Buch als nichts Besonderes beschreiben. Teilweise kam es mir vor, als würde sie durch die Szenen nur so durchrasen, teilweise empfand ich die Geschichte als sehr lang gezogen. Hinzu kamen ab und zu ein paar fehlende Absätze, die den Lesefluss deutlich erleichtert hätten. Mitreißen konnte mich ihr Schreibstil nicht, aber schlimm war er auch nicht.



Die Idee hätte so unglaublich viel Potential gehabt, was die Autorin mit Klischees und flachen Charakteren überlädt, so dass man sich irgendwann nur noch nach dem Ende gesehnt hat.

Die Geschichte um Engel, gefallene Engel und Liebschaften zwischen Engeln und Menschen ist nicht neu, aber trotzdem sind die Ideen, die hier entwickelt wurden interessant. Dennoch überwiegen die Klischees.

Der Halbengel Jared ist Marke „perfekt“ und „ohne-jede-erkennbare-Schwäche“, seine Schwester Claire kommt aus der Schublade „zickig-ohne-Grund“ und Nina, die Protagonistin, wurde zusammengebastelt aus „naiv“, „schnell-verliebt“ und „hat-schlimme-Panik-vor-Verlassenwerden“. Kommt euch das aus namenhaften Bestsellern bekannt vor? Gut, dann wisst ihr auch, wieso ich das Gefühl hatte, hier einen Abklatsch einer Bestsellergeschichte in etwas flacher und mit Engeln statt Vampiren zu lesen.

Ich habe so viele gute Dinge über Jamie McGuire gehört, dass ich mich wirklich sehr auf das Buch gefreut habe, aber nun sehe ich ein weiteres Mal die Bestätigung dafür, dass zu hohe Erwartungen jedes Mal wieder enttäuscht werden.

Was mich jedoch am allermeisten gestört hat, war die Tatsache, dass wir hier gleich zwei Fälle von Insta-Love vorliegen haben. Im einen Fall (nämlich Jareds wird das zwar ziemlich gut erklärt), im anderen Fall finde ich es einfach nur unrealistisch – gerade weil Nina nicht einmal besonders nett zu diesem Menschen ist. Wer verliebt sich da bitte so unsterblich?



Ich wollte es wirklich lieben, aber die Geschichte und vor allem die Charaktere haben es mir echt nicht leicht gemacht, so dass ich mir ganz sicher bin, dass ich den zweiten Teil sicher nicht mehr lesen werde. Vielleicht bin ich nicht der Typ für Engelsgeschichten, aber ich denke eher, dass es an der Fülle von Klischees lag, dass dieses Buch eindeutig nicht meins gewesen ist.





Wie hat euch ihre andere Reihe gefallen? Lohnt es sich für mich überhaupt diese anzufangen?

Alles Liebe,

Eure Kim.


Buchcover Bingo: Ein weißes Cover || States-of-America-Challenge: Rhode Island




Auch von Jamie McGuire

Beautiful Disaster (2013)
Walking Disaster (2013)
Beautiful Wedding (2014)
Beautiful Oblivion (2015)

Bound to You: Providence (2014)
Bound to You: Requiem (2015)

Happenstance - Zartes Erwachen (erscheint im Herbst 2015)


Das könnte euch auch interessieren


Meine Rezension zu...
... Dark Elements: Steinerne Schwingen von Jennifer L. Armentrout
... Plötzlich Fee: Sommernacht von Julie Kagawa
... Ruf des Todes: Soul Hunter von Simone Olmesdahl

[Kim plaudert] Übers Schreiben - Mitmachen erwünscht!


Hey ihr Lieben!

Ihr habt mich mal wieder auf eine Idee gebracht. Besonders seit ich meinen Blogroman schreibe, bekomme ich immer mal wieder Fragen, die das Schreiben betreffen, und ungefähr so klingen:

"Wie schreibt man eigentlich ein Buch?"
"Wie entwirft man Charaktere?"
"Was macht einen Plot aus?"

Also habe ich mir gedacht, gebe ich euch die Möglichkeit, mir eure Fragen zu stellen und ich beantworte sie dann in dieser Artikelreihe, damit alle etwas davon haben.

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich so eine Frage-Antwort-Rubrik wirklich starten soll, obwohl ich noch keine gestandene Autorin bin. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch jetzt noch furchtbare Angst davor, dass ihr mir gleich den Marsch blast, weil ihr mich für vermessen und eingebildet haltet. o.O

Aber letztendlich ist es doch so, dass wir Autoren gerne übers Schreiben reden. Und wenn wir eine Frage haben, sind wir froh, wenn wir jemanden fragen können, der uns gerne weiterhilft oder der vielleicht einen passenden Link oder ein passendes Buch in der Hinterhand hat. 

Ein Austausch zwischen Freunden ist das Ziel dieser Rubrik. :)


Wie bei vielen Dingen im Leben ist es auch bei Fragen zum Schreiben so, dass es fast nie ein richtig oder falsch gibt (außer bei Rechtschreibung, aber da fragt ihr besser einen Duden), deswegen empfinde ich es nicht als falsch, wenn ich euch meine Tipps & Tricks zum Thema verrate.

Tipps & Tricks sind so individuell wie wir Menschen. Was beim einen funktioniert, funktioniert beim anderen vielleicht gar nicht oder nicht ganz so gut. Allein deswegen können meine Antworten schon keine Bibel für Autoren sein (das wäre ja auch echt ein bisschen bescheuert), aber ich möchte euch trotzdem darauf hinweisen, dass Schreiben viel mit Entdecken zu tun hat und man seinen Weg letztendlich selbst finden muss.

Und nun höre ich auf zu quatschen und überlasse euch das Wort (und bin total gespannt, wie eure Reaktionen ausfallen...*bibber*). Ich freue mich über Fragen jeglicher Art, wenn sie mit dem Schreiben zutun haben und sammle diese dann für den nächsten Artikel, der kommen wird, sobald ich die ersten zehn Fragen zusammen habe. :)

Also: Haut raus, eure Fragen zum Schreiben!


Alles Liebe,
eure Kim. <3



[TAG] 20 interessante Fragen an Autoren


Hallo ihr Lieben!

Die liebe Tinka hat sich einen TAG ausgedacht, der mal wieder für die Schreibwütigen unter euch interessant sein dürfte. Weil ich gerade selbst mehr schreibe als lese, hatte ich natürlich Lust die Fragen zu beantworten. Ich hoffe, ihr habt Spaß dabei, mehr über meinen Schreiballtag zu erfahren.

1. Welche Taste an deinem PC ist bei dir am meisten abgenutzt?

"a" und "s" sind tatsächlich kaum mehr sichtbar. Für jemanden, der die Tastatur nicht beherrscht, wäre mein Laptop wohl eine absolute Katastrophe. :D

2. Womit prokrastinierst du am liebsten?

Facebook, Instagram (wobei ich da auch Inspiration sammle), Bücher lesen, Sachen aufräumen... Es gibt soooo viele schöne und wichtige Dinge, die einen vom Schreiben abhalten können, wenn man gerade mal absolut keine Lust hat. Dann mache ich sogar die Wäsche gerne.

3. Was schreibst du so?

Hauptsächlich Projekte in Romanlänge. Früher habe ich auch mal sogenannte One-Shots geschrieben, also Texte, die noch kürzer sind als Kurzgeschichte, aber das mache ich mittlerweile auch nicht mehr, weil mir dazu die Inspiration fehlt. Wenn ich eine Szene im Kopf habe, schreibe ich die zwar meistens erstmal in One-Shot-Form auf, aber sie findet dann trotzdem irgendwo einen Platz in meinen Projekten.

Genremäßig bin ich breit unterwegs. Aktuell laufen bei mir Fantasy, College-Romanze (mein Blogroman "Love, Kiss, Cliff"), New Adult Mystery und ein Retelling. Im NaNoWriMo '13 habe ich aber auch eine Art Thriller geschrieben (oder so ähnlich...).

4. Wie viele Notizbücher hast du (beschrieben und unbeschrieben) bei dir rumliegen?

13 - und ich hätte ehrlich nicht gedacht, dass es so viele sind. O.o

5. Was tust du, um eine Schreibblockade zu lösen?

Mir einreden, dass es Schreibblockaden nicht gibt und ich mich nur doof anstelle. Und dann wechsle ich das Projekt, denn woanders fluppt es meistens sofort. So ne richtige Blockade hatte ich noch nie. Ich weiß dann ganz genau, dass es einfach daran liegt, dass ich keine Lust auf das Projekt habe oder generell keine Lust zu schreiben. Und dann zwinge ich mich auch nicht dazu.

6. Welche Geschichte/ welcher Charakter verfolgt dich schon seit Jahren? Hast du die Geschichte/ seine Geschichte jemals aufgeschrieben?

Ich hab da mal so eine Geschichte geschrieben, die ich wirklich über alles liebe und irgendwann neu auffahren und polieren möchte. Drei Schlagworte: verfeindete Königskinder, Atlantis, ein ungeheures Wissen - mehr verrate ich nicht. ;)

7. In welchen Autorenforen bist du angemeldet? Bist du dort auch aktiv?

Ich bin sowohl bei http://www.schreibwerkstatt.de/, als auch bei http://schreibnacht.de/ angemeldet, aber bei beiden nicht mehr wirklich aktiv, weil mir einfach die Zeit dafür fehlt. Trotzdem recherchiere ich dort gerne mal oder lese zu irgendwelchen Methoden nach.

8. Wann ist deine Schreibzeit?

Im Moment eindeutig abends, aber ich hoffe, dass im neuen Semester wieder ein bisschen mehr Regelmäßigkeit einkehrt.

9. Wer oder was hat dich zum Schreiben gebracht?

Puuh, keine Ahnung. Ich schreibe schon so lange, dass ich euch das echt nicht sagen kann. Ich kann euch nur verraten, dass ich früher schon mit einer Freundin gemeinsame Geschichte im Stil von "Fear Street" geschrieben habe und nebenher schon eigene Geschichten verfasst habe. Aber wann das angefangen hat und was mich dazu gebracht hat, weiß ich leider nicht mehr.

10. Was ist der größte Störfaktor? Was hält dich vom Schreiben ab?

Die liebe Uni natürlich. ;)

11. Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?

Um neun aufstehen, gemütlich frühstücken und Kaffee trinken, eine Kanne Tee kochen und Schokolade oder sonstige Snacks vorbereiten und mich dann an den Schreibtisch setzen und in die Tasten hauen. Mittags von meinem Freund bekocht werden, nachmittags wieder Kaffee und Tee beim Schreiben trinken. Und abends glücklich und erschöpft auf der Couch zusammenfallen und sagen können: "Heute habe ich 10k Wörter geknackt."

Oh ja, solche Tage gibt es. Aber leider nur sehr selten. ;)

12. Dein perfekter Schreibort?

Mein Schreibtisch. Ich stelle mir zwar immer vor, wie schön es wäre, am Strand zu schreiben. Aber dann hat man Sand und Wind und ständig die Sonne auf dem Bildschirm stehen. Ich glaube nicht, dass das so schön ist. Außerdem ist es immer noch am bequemsten am Schreibtisch zu arbeiten. Auf dem Sofa oder im Bett bekomme ich viel zu schnell Rückenschmerzen.

13. An welches Genre traust du dich gar nicht? Und warum?

Krimis und Thriller sind nicht so wirklich meins. Ich lese sie auch nicht gerne, also warum sollte ich sie dann schreiben? Und Chick-Lit finde ich auch ganz schrecklich.

Aber am allerschlimmsten: wissenschaftliche Texte! Die müssen aber leider sein.

14. Planen oder einfach drauf los schreiben?

Ganz eindeutig planen. Drauf losschreiben endet bei mir immer nach drei Kapiteln und die Idee verläuft sich im Sand. Ich plane viel und gerne und durch das Planen habe ich auch viel mehr Lust weiterzuarbeiten und komme nie an einen Punkt, an dem ich nicht mehr weiter weiß.

15. NaNoWriMo, Camp NaNo, 50k5d, WordWars, Schreibtouren? Oder ist das gar nichts für dich?

Am liebsten das volle Programm. :D Ehrlich, ich liebe es, mich mit anderen zu messen. Das motiviert mich total, wenn ich weiß, dass andere genauso Blut, Tränen und Schweiß in ihre Werke klotzen. (Ich weiß allerdings nicht, wieso mich dieser Wettbewerbsgedanke beim Sport nicht antreibt...)

16. Hast du viele Autorenfreunde?

Es werden dank Facebook und Bloggen immer mehr und es macht super viel Spaß mich mit allen auszutauschen. Im echten Leben ist Steffi meine beste Autorenfreundin, zusammen haben wir schon einige Stunden geschrieben und über unsere Geschichte gequatscht. Sonst kenne ich zwar auch ein paar Leute, die schreiben, aber mit denen habe ich keine so feste Freundschaft. :)

17. Wie steht deine Familie zum Schreiben?

Zwiegespalten. Einerseits freuen sie sich für mich, andererseits wollen sie am liebsten, dass ich etwas Vernünftiges mache, mit dem ich auch später Geld verdienen kann. Aber das mache ich ja auch (bis ich den ersten Bestseller geschrieben habe... Nein, Spaß ;) )

18. Schreibst du lieber gemeinsam oder alleine?

Gemeinsam im Sinne von nebenher läuft ein Chat, sonst lieber alleine, weil ich mich schnell beobachtet fühle. Deswegen schreibe ich auch am liebsten an meinem Schreibtisch. In einem Café oder in der Bibliothek schaffe ich nie so wahnsinnig viel.

19. Wünscht du dir einen Partner, der selbst schreibt? Oder wäre dir das zu viel?

Ein Partner, der mehr liest, würde mir schon reichen. ;)

Manchmal wäre es ganz schön, wenn mein Freund mehr lesen oder auch schreiben würde, weil er dann meine "Bedürfnisse" besser verstehen würde, aber so lebt unsere Beziehung ja auch von Unterschieden und irgendwie wäre es ziemlich ätzend, wenn er genauso ein "Online-Freak" wäre wie ich. Irgendwer muss mich ja auch in regelmäßigen Abständen ins Reallife zurückholen. :D

20. Wo kann man deine Notizen finden?

In Notizbüchern, bei Scivener und manchmal auch in Evernote oder in der Zettelsammlung auf meinem Schreibtisch.... Wieso, liebe Tinka, möchtest du die etwa klauen? :P


Soo, ich hoffe, der TAG hat euch gefallen. Ich tagge Carly und Steffi, wie jedes Mal, wenn es ums Schreiben geht, und wer von euch sonst noch Lust darauf hat, die Fragen zu beantworten.

Alles Liebe,
eure Kim. <3


[Aus dem Leben] Aufreger der Woche und andere, reizvolle Themen

Hallo ihr Lieben!

Es kommt mir vor, als wäre es schon eine Ewigkeit her, dass ich mal so richtig direkt mit euch gesprochen habe. Ihr lest hier immer meine Rezensionen, den Blogroman und andere Artikel, aber irgendwie blieb in letzter Zeit so ein bisschen das persönlichere Feeling stecken. Deswegen gibt's heute mal ein bisschen Gequatsche von mir und meinem Leben. :)

Aufreger der Woche


Ein Thema, was ich euch nicht vorenthalten möchte, ist mein Aufreger der letzten Wochen. Bereits mehrmals habe ich nun schon von lieben Bloggerfreunden, die tolle Aktionen geplant haben, gehört, dass man sie angeschrieben und gebeten hat, ihre Aktion wieder zu löschen, weil sie Ähnlichkeiten oder Parallelen zu eigenen Aktionen hätten. Manche dieser Blogger haben ihre Aktionen dann tatsächlich gelöscht oder abgesagt, manche sind aber auch standfest geblieben.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde so etwas unmöglich. Klar, Texte klauen oder Dinge eins zu eins kopieren geht nicht, aber bei Aktionen, die Ähnlichkeiten miteinander haben, gleich von Diebstahl und Anwalt zu sprechen? Geht's noch?

Die Bloggerwelt ist so riesig, dass man wohl kaum allen Blogs folgen kann (und auch nicht will, mal ganz abgesehen davon) und dann ist es doch wohl nicht verwunderlich, wenn mehrere Menschen auf gleiche Ideen kommen und diese für sich umsetzen wollen. Überhaupt wirkt es manchmal so, als hätten manche Blogger das Prinzip noch nicht verstanden. 

Wir sind doch keine egozentrischen Konkurrenten, wir sind Kollegen, sogar mehr als das, und je besser vernetzt wir untereinander sind, umso mehr Spaß können wir mit unserem gemeinsamen Hobby haben.

Man sollte sich auch immer mal in Erinnerung rufen, welche Motivation hinter einer Aktion steht. Und die sollte ja idealerweise ungefähr so klingen: Man möchte seinen Lesern eine Freude machen und sich mit seinen Bloggerfreunden und dem Blog-Publikum austauschen.

Wenn dann gleich von Diebstahl und Ideenklau die Rede ist, komme ich nicht umhin zu denken: Wieso organisiert man so eine Veranstaltung? Wollen diese Blogger Leser sammeln? Dürfen Leser nur noch bei diesen Bloggern teilnehmen, damit deren Blogs eine größere Aufmerksamkeit haben? Warum wollen sie ihnen nicht einfach die Möglichkeit lassen, sich selbst zu entscheiden? Haben sie Angst davor, dass sich ihre Leser gegen ihren Blog entscheiden könnten?

Genauso individuell wie ein Blog ist, ist ja auch seine Leserschaft. Unsere Blogs werden ja von Leuten gelesen, die den Menschen dahinter mögen, die das Design und die Art der Artikel mögen oder die Schreibweise, also ist es doch eigentlich super, wenn auf unterschiedlichen Blogs ähnliche Aktionen angeboten werden können und der Leser so die Wahl hat. Wenn man dann anderen Bloggern verbieten will, eine ähnliche Aktion zu organisieren, bringt das für die eigene Aktion meiner Meinung nach nicht viel.

Letztendlich schneidet man sich wohl eher ins eigene Fleisch, denn ein so unkollegiales Verhalten spricht sich herum und als Blogger weiß man dann, um welche Blogs man lieber einen großen Bogen macht, wenn man nicht irgendwann ein Messer zwischen der Rippe haben möchte (also sprichwörtlich, wortwörtlich wäre dann doch ein bisschen heftig...).

Ich wage zu behaupten, dass kein Blogger das Rad neu erfinden kann. Stattdessen lohnt sich ein Blick über den Tellerrand, um sich bei anderen inspirieren zu lassen und seinen eigenen Horizont beständig zu erweitern. Und wenn man dann doch eine brandneue Idee hat, kann man ja zum Patentamt laufen und hoffen, dass man dort nicht ausgelacht wird. 

Andere, reizvolle Themen, die mich in den letzten Wochen beschäftigt haben


... das Bloggerportal von Randomhouse - Habt ihr schon gesehen, dass das Anfragen von Rezensionsexemplaren und das Zusenden von Rezensionslinks jetzt viel einfacher geworden ist? Da hat sich Randomhouse etwas ganz Tolles für Blogger einfallen lassen.

... das Camp NaNoWriMo steht vor der Tür und wartet sehnsüchtig darauf, dass ihr euch dafür anmeldet. Wenn ihr nicht wisst, was das überhaupt ist, könnt ihr meinen Artikel dazu lesen und euch hinterher dafür entscheiden. ;) Eine Facebook-Veranstaltung gibt es übrigens auch.

... der Plot für "Love, Kiss, Cliff" steht so gut wie fest (ein paar Lücken hat er noch, aber die werden dann beim Schreiben ausgebessert). In Schwerstarbeit habe ich in der letzten Woche daran gearbeitet:



Auf Facebook habe ich angekündigt:

- Ein Strand verlockt zu Geständnissen und hauchzarten Gefühlen.
- Ein Foto ist total verstörend.
- Es wird einen unliebsamen, neuen Mitbewohner geben.
- Alkohol ist niemals eine gute Idee.
- New York City ist immer ein gutes Geburtstagsgeschenk.


Und hier findet ihr den Blogroman, falls ihr noch nicht reingelesen habt und es jetzt unbedingt tun möchtet.




... mein Instagram-Account hat über 250 Follower erreicht und ich bin total stolz darauf. Gerade diesen Monat habe ich angefangen, mir mehr Mühe mit meinen Buchfotos zu geben und habe entdeckt, dass es mir super viel Spaß macht. Die meisten Likes bringen übrigens Fotos mit Buch und Kater - kein Wunder, so ein Schnuckelchen ist Filou geworden. :)


... bald findet die Kai-Meyer-Lesewoche statt, für die ihr euch jetzt unbedingt anmelden solltet, wenn ihr ein ungelesenes Buch von ihm im Regal stehen habt. Übers Teilen und Weitersagen würde ich mich wahnsinnig freuen!

... mein Blog wird im April ein Jahr alt und es wird eine große Verlosung geben, um mich bei euch für eure tollen Kommentare und die ganzen Freundschaften, die ich im letzten Jahr mit euch geschlossen habe, zu bedanken. Ihr seid mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich am liebsten jedem etwas schenken möchte, aber das kann ich mir dann doch nicht leisten... Auf jeden Fall könnt ihr nach Ostern die Augen aufhalten. :)

... und zum Schluss möchte ich euch fragen, was ihr gerne für Artikel lesen möchtet. In letzter Zeit ist mein Blog wegen der Uni und anderer stressiger, privater Dinge ein bisschen auf Rezensionen und Blogroman beschränkt worden, aber jetzt habe ich Lust, endlich mal wieder an anderen Artikeln zu arbeiten. Also lasst mir unbedingt einen Kommentar mit Artikelwünschen da. :)


Und jetzt wünsche ich allen Daheimgebliebenen ein tolles, lesereiches Wochenende und allen, die heute oder morgen auf der Messe unterwegs sind, ein paar tolle Stunden!

Ich freue mich auf eure Meinung zu den verschiedenen Themen und verspreche hoch und heilig, dass ich heute eure ganzen tollen Kommentare beantworten werde! ;)

Alles Liebe,
eure Kim. <3

[Rezension] Steelheart - Brandon Sanderson


Ich habe Steelheart bluten sehen.

"Ich war zehn", verteidigte ich mich. "Hab ein wenig Nachsicht."
"Einem Jungen mit solchen Ideen begegne ich mit dem größten Respekt, aber nicht mit Nachsicht. Eine Lebensversicherung würde ich ihm ebenfalls nicht verkaufen." Abraham schien sich zu amüsieren. "Du bist ein interessanter Mann, David Charleston, aber du redest, als wärst du ein noch viel interessanteres Kind gewesen.


| Seiten: 448 Seiten | Thema: Superhelden, Dystopie |
| Verlag: Heyne fliegt | Erschienen: 2014 |
| Format: Hardcover | ISBN: 9783453268999 |
| Preis: 17,99 € Zur Seite des Verlags |





Die Welt ist nicht mehr so, wie sie früher einmal war. Seit Calimity am Himmel steht, beherrschen Epics die Welt, Menschen mit Superkräften, die abgrundtief böse sind. Auch in Chicago, Davids Heimatstadt, herrscht Steelheart und verbreitet Furcht und Schrecken. Aber David lässt sich nicht einschüchtern, denn er hat einen Plan: sich den Rebellen anschließen und sich bei Steelheart für den Tod seines Vaters rächen. Auch wenn Steelheart scheinbar unbesiegbar ist…



Actiongeladen und mit viel Spannung nimmt Brandon Sanderson den Leser mit auf eine Reise durch ein Chicago der Epics. Die Stadt hat sich vollkommen verändert und es gelingt dem Autor, sie so zu beschreiben, dass man sie förmlich vor Augen hat. Insgesamt konnte er allein durch den Schreibstil die Spannung gut halten. Ein bisschen gestört haben mich so manche Wortwahl (Schergen hat mich zum Beispiel ständig an das Videospiel meines Cousins erinnert) und die neuen Schimpfwörter, die er sich ausgedacht hat, aber nach einer Gewöhnungsphase haben diese mir sogar Spaß gemacht. Sparks!



Ich muss zugeben, dass das bereits mein zweiter Versuch war, mich in das Buch einzufinden. Beim ersten Mal habe ich den Prolog gelesen und gedacht: Mh, ein Jungenbuch. Und dann hab ich es weggestellt und lieber etwas anderes gelesen.

Dieses Mal habe ich weitergelesen und wurde mit einem absolut spannenden Action-Roman belohnt, der die Welt der Superhelden einfach mal umkehrt und sie zu Superschurken machte.

David, der Protagonist, ist schon einmal auf Steelheart getroffen, nämlich als dieser seinen Vater in einer Bank getötet hat, und konnte nur gerade so entkommen. Nun ist er acht Jahre älter und hat die Epics mit ihren Gaben und Schwächen so gut studiert, wie es teilweise nicht einmal die Gruppe von Rächern geschafft hat, der er sich unbedingt anschließen will. Er und seine Aufzeichnungen sind wertvoll für die Rebellengruppe, so dass sie ihn widerwillig aufnehmen.

Besonders Megan, ein Mädchen in seinem Alter, hat große Probleme mit ihm und seinem Improvisationstalent (welches mich auch so manches Mal Haare ausreißen ließ vor lauter Spannung). Dennoch bleibt sie bis zum Ende hin eher ein flacher Charakter, der laut David ziemlich heiß, kampferprobt und… eh, heiß ist. Bei David und Megan musste ich merkwürdigerweise immer an Megan Fox und Shia LaBeouf aus Transformers denken. Ich glaube, in einer Verfilmung würden sie für mich die perfekte Besetzung darstellen.

Nicht nur David und Megan blieben lange Zeit eher flach, sondern auch die anderen Charaktere. Der einzige Charakter, der mir mühevoll gestaltet vorkam, war der von Cody.

Trotzdem fand ich den Mangel an Charakterstärke in diesem Buch überhaupt nicht schlimm, weil großartig einfühlsame Charaktere sowieso keinen Platz gefunden hätten. Dazu ist es viel zu interessant den Plänen des Teams zu folgen und wieder und wieder mitzufiebern, ob sie es auch wirklich schaffen. Und es macht viel zu viel Spaß, sich mit Stärken und Schwächen von Epics auseinanderzusetzen und seine eigenen Vermutungen zu Steelhearts Schwäche aufzustellen. Bis knapp vorm Ende habe ich übrigens echt gedacht, ich kenne seine Schwäche – nur um dann wieder an der Nase herumgeführt zu werden.

Am besten gefallen hat mir übrigens Davids Improvisationstalent – besonders in Szenen, in denen alles schief lief, hat er damit so viel Spannung reingebracht, dass ich fast geplatzt bin, wenn ich nicht sofort weiterlesen konnte. Sein anderes Talent, nämlich die verrücktesten und schlechtesten Metaphern überhaupt zu finden, fand ich leider nicht halb so lustig, wie der Autor es vermutlich beabsichtigt hat. Es wäre noch besser gewesen, wenn er das Thema nicht ständig angebracht hätte, um den Leser darauf hinzuweisen, dass David schlechte Metaphern wählt. Das merkt er durch die Metapher selbst auch.

Das Finale empfand ich als nicht ganz so grandios wie die gute Mitte des Buches. Irgendwie fehlte mir da etwas (ich kann es nicht genau beschreiben, weil ich euch nicht spoilern möchte), es hat sich angefühlt, als würde ich alles durch Watte beobachten. Die große Enthüllung am Ende hat mich dann sehr neugierig auf das nächste Buch gemacht, dessen Erscheinen ich jetzt schon kaum erwarten kann.



Ein spannungsgeladener Auftakt zu einer neuen Reihe vom hochgelobten Brandon Sanderson. Mein erstes Buch von ihm und er konnte mich gleich packen, so dass auch seine andere, beliebte Reihe (Mistborn) sicher bald bei mir einziehen wird. Und nun heißt es wohl oder übel warten auf Band 2!




Wie hat euch Steelheart gefallen? Freut ihr euch auch schon auf die Fortsetzung?

Alles Liebe,

Eure Kim.


Bücher Bingo: Ein dir noch neuer Autor




Auch von Brandon Sanderson (Auswahl)


Mistborn/Nebelgeboren
Kinder des Nebels (2009)
Krieger des Feuers (2010)
Herrscher des Lichts (2010)
Jäger der Macht (2012)

Die Sturmlicht-Chroniken
Der Weg der Könige (2011)
Der Pfand der Winde (2011)
Die Worte des Lichts (2014)

Reckoners
#2 Firefight (im Januar 2015 auf englisch erschienen, dt. Erscheinungsdatum noch unbekannt)

Das könnte euch auch interessieren


Meine Rezension zu...
... Shatter Me von Tahereh Mafi (dt. Ich fürchte mich nicht)
... Die 5. Welle von Rick Yancey
... The Darkest Minds von Alexandra Bracken (dt. Die Überlebenden)