[LeseReihe] Mein Stapel ungelesener Bücher (4)

Hallo ihr Lieben!

Es ist schon wieder Sonntag und immer wieder Sonntags kommt hier nicht die Erinnerung, sondern der nächste Teil meiner LeseReihe. (Und der Witz war wirklich flach, aber ich mag flache Witze...) Heute präsentiere ich euch, alle meine Bücher, die im englischen als Contemporary bezeichnet werden würden, für die mir aber der deutsche Begriff fehlt. Gegenwartsliteratur ist das nicht, Chicklit auch nicht wirklich, aber was ist das eigentlich für ein Mischmasch? Habt ihr 'ne Idee?

Wie immer führt euch ein Klick auf die Links zu Lovelybooks.


- Morgan Matson: Vergiss den Sommer nicht!
- Kim Culbertson: Sternengewitter 
(zwischenzeitlich gelesen und für gut befunden)
- John Green/David Levithan: Will Grayson, Will Grayson
- Gayle Forman: Just One Day
- Jenny Han: Ohne dich kein Sommer


- Nicholas Sparks: Safe Heaven
- Nicholas Sparks: A Walk to Remember
- David Nicholls: Zwei an einem Tag
(da lese ich zwischendrin immer mal wieder)
- Cecelia Ahern: Thanks for the memories
- Cecelia Ahern: Zeit deines Lebens
- Cecelia Ahern: Vermiss mein nicht
- Nick Hornby: A Long Way Down
- David Safier: Happy Family
- David Safier: Plötzlich Shakespeare


Das schönste an dieser LeseReihe ist die Tatsache, dass ich alle guten Bewertungen für die Bücher sehe, wenn ich sie auf Lovelybooks suche. Da bekomme ich gleich wieder Lust sie zu lesen.

Hättet ihr Lust auf eine Cecelia-Ahern-Lesewoche im Oktober? Das sind doch die perfekten Bücher für gemütliche Abende im Kerzenschein und beim Kaminfeuer. Lasst es mich wissen und ich organisiere etwas Schönes für uns.

Eure Kim.


Die anderen Teile der LeseReihe findet ihr hier.

[Rezension] Dark Elements: Steinerne Schwingen - Jennifer L. Armentrout


Es genügte, wenn ich bis auf einen Fingerbreit an ihn herankam, dann konnte ich von seiner Seele kosten, sie ihm allerdings nicht nehmen. Wenn ich sie ihm nahm, würde ich ihn töten, und das war böse. Ich jedoch, ich war nicht...

Hier findet ihr die Seite zur englischen Buchreihe.

| Seiten: 448 Seiten | Thema: Dämonenjagd, Liebe, Fantasy |
| Verlag: Mira Taschenbuch Darkiss | Erschienen: 2014 |
| Format: Broschur | ISBN: 9783956490484 |
| Preis: 12,99€ | zum Verlag |

Danke an BloggdeinBuch!





Layla gehört zur Familie der Wächter, aber in ihr fließt auch dämonisches Blut. Sie verleugnet die dunkle Seite in ihr und macht nachts Streifzüge, auf denen sie Dämonen markiert, damit die Wächter sie zur Strecke bringen können. Eines Nachts gerät sie in einen Hinterhalt und wird ausgerechnet von einem Hohedämon gerettet. Aber nicht genug, nun folgt ihr dieser Dämon mit dem Namen Roth auf Schritt und Tritt und offenbart ihr das Geheimnis ihrer Herkunft. Er erschüttert Laylas gesamtes Weltbild und plötzlich ist sie sich nicht mehr sicher, wem sie noch trauen kann und auf welcher Seite eigentlich ihre Loyalität stehen sollte...



Die Ich-Erzählerin hat einen herrlich lockeren Schreibstil, der mit viel Witz und Humor aufwartet. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, dass Buch zu lesen und ich habe überhaupt nicht lange dafür gebraucht. Klar ist der Roman nicht unbedingt philosophisch, aber das macht überhaupt nichts. Für das Genre und die Erzählung finde ich die Erzählweise sehr gelungen.




Dark Elements hat mich sehr überrascht, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass es mir wirklich so gut gefallen würde. Die Story gehört schon eher zur traditionellen Fantasy mit ihren Wächtern, die sich nachts in wasserspeierartige Wesen verwandeln und den ganzen unterschiedlichen Dämonen, die nicht immer alle auf ihren Boss hören wollen. Hier spielt die Autorin mit zahlreichen Dingen, die schon lange in unserem Glauben verankert sind, mit Mythen, die jeder schon mal irgendwie zu Ohren bekommen hat. Sie erfindet das Rad also nicht unbedingt neu, schafft aber gerade durch dieses aufregende Zusammenfügen der einzelnen Bestandteile einen tollen Roman.

Wir lernen die Welt aus der Sicht der Protagonistin Layla kennen, die längst nicht alles weiß. Sie ist eine Waisin, ihre Mutter eine Dämonin, ihr Vater ein Wächter, und wurde von Abbot in den Wächterclan aufgenommen. Sie hat die einzigartige Gabe, Dämonen markieren zu können, so dass sie am Abend immer auf Streifzüge geht, um den Wächtern ihre Arbeit in der Nacht zu erleichtern. Als sie aber den Hohedämon Roth besser kennenlernt, der sie auf einem ihrer Streifzüge rettet, muss sie feststellen, dass nicht alles, was die Wächter ihr erzählt haben, auch unbedingt wahr ist. Ganz im Gegenteil - viele Dämonen sind gar nicht so böse, dass sie einen Tod verdient hätten.

Mal ganz abgesehen davon, dass Laylas Weltsicht mit Roth auf den Kopf gestellt wird, hat sie auch ein anderes Problem: Sie ist noch nie geküsst worden, denn ein Kuss von ihr könnte einem Menschen die Seele rauben. Und nicht nur einem Menschen, auch ihr Schwarm Zayne hat eine Seele. Wie gut, dass da ein herrlich gut aussehender Dämon angetanzt kommt und sie nicht mehr allein lassen will. Der hat nämlich keine Seele und somit auch nichts zu verlieren.

Die Szenen mit Roth habe ich geliebt. Er ist so ein witziger und doch charmanter Charakter, über dessen Sinn für Humor man einfach nur lachen muss. Aber auch er hat seine Probleme, die er vor Layla verborgen halten möchte.

Zusammen sind die beiden das Dämonenjäger-Dreamteam. Beim ersten Mal musste ich sofort an Buffy und Angel denken und daran, dass dieser Bezug bestimmt von der Autorin beabsichtigt gewesen ist. Genauso wie auch Bezüge auf andere Filme und Bücher vorkommen, die mich - ob nun beabsichtigt oder nicht - das Buch noch mehr genießen lassen haben. An einer Stelle bin ich mir ziemlich sicher, dass die Autorin Bezug auf den Film Teuflisch mit Brandon Fraser in der Hauptrolle genommen hat. Herrlich!

Nicht nur die Bezüge und die Charaktere konnten mit viel Liebe zum Detail überzeugen, auch der Plot war klasse ausgearbeitet und hielt mich so sehr gefangen, dass ich nur so durch das Buch durchraste. Es gab so viele unerwartete Wendungen, die mich teilweise vor Begeisterung in die Hände klatschen ließen, dass ich es kaum erwarten kann, bis der nächste Teil erscheint. Das Sahnehäubchen wäre jetzt nur noch eine Verfilmung und daran seht ihr wohl, dass ich absolut begeistert bin...



Ein toller Auftakt einer Reihe, der mit viel Humor, aufregenden Charakteren und spitzfindigen Bezügen zu anderen Büchern und Filmen begeistern kann. Fans von Buffy und Angel sowie von Jennifer Esteps Büchern kann ich Dark Elements auf jeden Fall empfehlen, genauso perfekt ist das Buch aber für jeden, der gerne mehr in die traditionelle Welt der Dämonen, Teufel und Co eintauchen möchte. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil!



Habt ihr Dark Elements auch schon gelesen? Sind euch auch so viele Bezüge aufgefallen?

Eure Kim.



Bereits von Jennifer L. Armentrout erschienen:

Covenant-Reihe
Daimon (Prequel, 2011)
Half-Blood (2011, dt. Dämonentöchter - Verbotener Kuss, 2014)
Pure (2012, dt. Dämonentöchter - Verlockende Angst, 2014)
Deity (2012, dt. Dämonentöchter - Verführerische Nähe, erscheint im September 2014)
Elixir (Novelle, 2012)
Apollyon (2013, dt. Dämonentöchter - Verwunschene Liebe, erscheint im März 2015)
Sentinel (2013)

Lux-Reihe
Shadows (Prequel, 2012)
Obsidian (2011, dt. Obsidian. Schattendunkel, 2014)
Onyx (2012)
Opal (2012)
Origin (2013)
Opposition (2014)

Dark Elements-Reihe
Bitter Sweet Love (Prequel, 2013, dt. Dark Elements: Bittersüße Tränen)
White Hot Kiss (2014, dt. Dark Elements: Steinerne Schwingen, 2014)
Stone Cold Touch (erscheint im Oktober 2014)

unter ihrem Pseudonym J. Lynn erschienen:

Wait-for-you-Reihe
Wait for you (2013, dt. Wait for you, 2014)
Trust in me (2013, dt. Trust in me, 2014)
Be with me (2014, dt. Be with me, 2014)
Stay with me (erscheint im September 2014, dt. Stay with me, erscheint im März 2015)

Dies ist nur eine Auswahl, eine vollständige Biographie findet ihr auf ihrer Homepage.

[FilmGequatsche] The Expendables 3, Trailer und Filme, die ich dieses Jahr noch sehen möchte

Hallo ihr Lieben!

Ich komme gerade aus dem Kino und habe mir gedacht, ich nutze die Gelegenheit und erzähl ein bisschen über den Film, den ich gesehen habe und über die Trailer, die eine aufregende Kinozukunft versprechen. Ein Klick auf die Links führt euch zu den Trailern bei YouTube.

The Expendables 3 


Es gibt so Filme, die schaut man als Mädchen nicht unbedingt. Es sei denn, man hat so einen Onkel wie ich. Dann geht man beim ersten Mal mit, weil man einen schönen Abend verbringen möchte und beim zweiten Mal geht man dann mit, weil man sich schon total auf den Film freut.

Und ja, ich spreche von The Expendables 3, einem Film, den ich wahrscheinlich niemals geschaut hätte, wenn wir, also mein Freund und ich, meinen Onkel nicht schon zum zweiten Teil begleitet hätten.

In diesem Teil sucht Barney (Sylvester Stallone) sich ein neues Team zusammen, weil er glaubt, dass sein altes Team besser in den Ruhestand gehen sollte, um beim nächsten Einsatz nicht umzukommen. Gemeinsam mit den Neulingen versucht er seinen ehemaligen Expendableskollegen Conrad Stonebanks als Kriegsverbrecher einzufangen und nach Den Haag zu bringen. Was sich als gar nicht so einfach erweist und mit viel Geballer und ohrenbetäubendem Lärm einhergeht...

Wer die Expendables nicht kennt, denkt jetzt vermutlich, dass es nur ein öder Actionfilm ist, aber dem muss ich jetzt einfach widersprechen. Es ist ein Actionfilm mit einer herausragenden Besetzung und er ist nicht öde, sondern ziemlich lustig (gut, nicht ganz so lustig wie der zweite Teil). Besonders daran ist, dass Drehbuch und Regie unter Sylvester Stallone laufen und jede Menge alte und neue, große Action-Stars mitspielen (und für die Twilight-Fans unter euch: Kellan Lutz durfte auch bei den Großen mitspielen.)

Auf der einen Seite stehen die Älteren, die immer alles mit "reingehen und drauflosballern" gelöst haben, auf der anderen Seite die Jüngeren, die plötzlich mit Technik aufwarten und alles mit einer ausgeklüngelten Taktik angehen. Das Alter wurde in diesem Film stark thematisiert, auch wenn das Aufeinandertreffen der Generationen durchaus noch mehr Raum hätte einnehmen können.

Die Besetzung war klasse, schade war jedoch, dass es schien, als würde sich alles um Barney (Sylvester Stallone) drehen, so dass eine Charaktere zu kurz kamen. Gut gefallen hat mir auch, dass dieses Mal eine Frau mitmischen durfte: Ronda Rousey, die eigentlich Judoka und Mixed-Martial-Arts-Kämpferin ist.

Fazit: Der Film konnte mich wie erwartet gut unterhalten, da ich nicht mehr als möglichst-viel-in-die-Luft-sprengen-und-dabei-gute-Witze-reißen erwartet habe. Besonders amüsiert habe ich mich über die Besetzung und darüber, dass man einfach merkt, wie viel Spaß die Schauspieler beim Machen des Films gehabt haben mussten.

Besetzung: Sylvester Stallone (Rocky, Rambo), Jason Statham (Transporter), Harrison Ford (Indiana Jones), Arnold Schwarzenegger (Terminator), Mel Gibson (Braveheart), Wesley Snipes (Blade), Dolph Lundgren (Masters of the Universe), Randy Couture (No Rules), Terry Crews (Brautalarm), Kelsey Grammer (X-Men), Glen Powell (The Dark Knight Rises), Antonio Banderas (Die Legende des Zorro), Victor Ortiz (bekannter Boxer), Ronda Rousey (bekannte Judoka), Kellan Lutz (Twilight, The Legend of Hercules) --> Wahnsinn, oder?

Trailer


Ich muss ein Geständnis machen: was ich am meisten am Kino liebe, sind die Vorschauen. Ich packe mir quasi mental einen Block und einen Stift und schreibe auf, was ich alles sehen möchte. Heute liefen die Trailer zu Dracula Untold, Hercules, The Maze Runner, Hüter der Erinnerung: The Giver, Männerhort, WhoAmI? und der zu irgendeinem Film über Dänen im Wilden Westen. (Den Titel habe ich leider vergessen und kann ihn auch gerade nicht wiederfinden.)

Für mich steht schon mal fest, dass ich die ersten vier Filme unbedingt sehen möchte. The Maze Runner und Hüter der Erinnerung: The Giver sind beides Verfilmungen von erstklassigen Büchern (wobei ich The Giver noch lesen muss), Dracula Untold und Hercules greifen den Trend auf, Mythen und Märchen nachzuerzählen. Auf diese beiden Filme bin ich besonders gespannt, da ich mich mit beiden Themen schon so ausgiebig beschäftigt habe, dass mir bereits in den Trailern ein paar Dinge aufgefallen sind, die historisch gar nicht korrekt sind...Aber da ich ja zum Vergnügen ins Kino gehe, werde ich einfach nur Dracula Untold mit Bram Stoker's Dracula und Hercules mit Disney's Hercules vergleichen und mich freuen, wenn die Filme mir trotzdem noch gefallen.

Männerhort und WhoamI sind übrigens beides deutsche Filme und in beiden spielt Elyas M'Barek mit. Von den Themen sprechen sie mich nicht so sehr an, genauso der Dänen-im-Wilden-Westen-Film.

Filme, die ich dieses Jahr noch sehen möchte


Damit ihr nicht mehr so viel lesen müsst, gibt's hier nur noch meine Liste in Reihenfolge der Kinostarts. Wie auch schon oben, kommt ihr mit einem Klick auf den Link zum Trailer bei YouTube. Welche Filme davon möchtet ihr dieses Jahr auch noch sehen?

Sex Tape (nicht, was ihr schon wieder denkt 
- da spielen Cameron Diaz und Jason Segel mit)
5 Zimmer Küche Sarg (hat leider noch keinen Trailer)

Ohje, ich wusste gar nicht, dass es so viele Filme gibt, die ich dieses Jahr gerne noch schauen würde. Das sind ja durchschnittlich zweieinhalb Filme pro Monat, aber ich freue mich auf jeden von ihnen. Und ihr?

Eure Kim.





[Rezension] If I Stay - Gayle Forman



Der deutsche Film kommt am 18.09.2014 in die Kinos.

Hier findet ihr alle Info's zum Film.
Und hier den Trailer.

Und hier findet ihr ein schönes Interview mit Gayle Forman, Chloe Grace Moretz und Liana Liberato.

Der deutsche Titel ist übrigens Wenn ich bleibe.

| Seiten: 304 | Thema: Tod, Familie, Liebe, Leben |
| Verlag: Penguin | Erschienen: 2009 |
| Format: Paperback | ISBN: 9780525421030 |
| Preis: 7,80€ | zum Verlag |








Mia steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Sie ist eine herausragende Cello-Spielerin und hat die Möglichkeit auf die Juilliard Musikhochschule in New York zu gehen, aber will sie wirklich ihre Familie und vor allem ihren Freund Adam hinter sich lassen? Bevor sie sich jedoch entscheiden kann, geschieht etwas Unerwartetes: Ihre Familie kommt bei einem Autounfall ums Leben und sie fällt ins Koma. Und nun muss sie sich wirklich entscheiden. Bleiben oder gehen? 



Ich habe If I Stay auf Englisch gelesen und kann euch empfehlen es auch zutun, selbst, wenn ihr noch nicht so viel Übung habt. Gayle Forman schreibt einfach und schön. Sie ist nicht unbedingt meine Lieblingsautorin, aber ich hatte doch meine Momente, in denen mich ihr Schreibstil gefangen gehalten hat. Besonders die Nüchternheit, in der die Erzählerin das Geschehen schildert, passt unglaublich gut zur Geschichte. Ich denke, dass Gayle Forman zu den Autoren gehört, die ihren Schreibstil wirklich gut anpassen können. Aber das werde ich sicher herausfinden, wenn ich bald Just One Day von ihr lesen werde.



Ich bin ein bisschen zwiegespalten, was das Buch betrifft. Das Thema ist normalerweise nicht unbedingt meins, weil ich einfach nicht gerne Bücher über den Tod lese, aber da Gayle Forman so hochgelobt wird, wollte ich ihrem Buch definitiv die Chance geben, mich zu begeistern.

Es gibt zwei Arten von Büchern: die handlungsbasierten und die charakterbasierten. If I Stay basiert auf seinen Charakteren, die Handlung, die tatsächlich stattfindet, ist eher schwach. Deshalb wird sich auch meine Rezension hauptsächlich auf die Charaktere beziehen.

Bei If I Stay empfand ich die Charaktere als weder stark noch schwach. Die Protagonistin Mia hat alles, was das Herz begehren könnte: eine tolle Familie, ein wahnsinniges Talent fürs Cello spielen, rosige Zukunftsaussichten und einen Freund, der als Bandmitglied auf dem aufsteigenden Ast ist. Und trotzdem fühlt sie sich, als würde sie nicht dazugehören, als hätte man sie als Baby vertauscht und sie kann nicht verstehen, wie Rocker Adam sich ausgerechnet in sie verlieben konnte. 
Ihr größtes Problem taucht erst auf, als ihre Familie schlagartig tot ist, aber damit setzt sie sich gar nicht wirklich auseinander. Zunächst schreibt der Leser das dem Schockzustand zu, später scheint es so, als könnte sie in ihrem Koma gar keine richtigen Emotionen empfinden. Aber das hat mir gefehlt, um das Ganze realer zu machen. Ich wollte mir nicht immer nur anhören, wann Adam sie denn jetzt endlich im Krankenhaus besuchen kommt, ich wollte wissen, wie sie mit dem Verlust umgeht. (Beim Schreiben wird mir gerade klar, dass Verdrängung vielleicht auch eine Art Bewältigung ist.)

Das Buch hatte sehr viele Rückblicke, die dem Leser die anderen Charaktere näher bringen sollten. Das war eine wunderschöne Idee und stilistisch sehr gut umgesetzt, hat aber auch die Spannung stark herausgenommen. Besser wäre es vielleicht gewesen, wenn die Rückblicke gegen Ende hin abgenommen hätten. 
Besonders Mias Familie, ihre beiden Eltern, ihr Bruder Teddy und ihre Großeltern, haben einen großen Teil in diesen eingenommen. Der Leser erfährt mehr über die musikalische Begabung in der Familie und darüber, dass sie als Familie wirklich glücklich sind. Besonders Mias Vater konnte mich als Charakter sehr überzeugen, an ihre Mutter kann ich mich jetzt - ein paar Tage nach dem Lesen - schon kaum noch erinnern.

Auch ihre Freundin Kim und ihr Freund Adam tauchen in den Rückblicken oft auf. Wir erfahren, wie Adam und Mia sich kennengelernt haben, tauchen ein in ihren ersten Kuss und das erste intime Kennenlernen, aber der Zauber, der auf einer solchen romantischen Beziehung lasten sollte, fehlt. Ganz im Gegenteil, die Erzählerin gibt sogar zu, dass sich Mia und Adam wegen ihrer Gegensätze eigentlich schon im ersten Monat wieder getrennt hätten, wenn es nicht Mias Familie als Anker gegeben hätte. 
Nach den ersten beiden Rückblicken mit Adam macht sein Charakter eine Wandlung durch, die mir nicht gefallen hat. Von Seite zu Seite wurde er mir unsympathischer. Er gönnt Mia den Erfolg nicht unbedingt, sondern ist beleidigt, weil sie ihn zurücklassen würde, wenn sie an die Juilliard gehen würde. Dabei ist er mit seiner Band zur Zeit des Unfalls schon so berühmt, dass er häufig gar nicht da ist. Wieso darf er Erfolg haben, aber Mia nicht?

So kam es auch, dass das Ende für mich nicht nachvollziehbar gewesen ist. Ich war davon ausgegangen, dass Mia bereits ihre Entscheidung getroffen hatte und da Adams Liebe zu ihr und ihre Liebe zu ihm mir eher schwach vorgekommen ist, scheint mir das auch nicht die Lösung zu sein. Persönlich glaube ich, dass es am Ende die Musik gewesen ist, die ja einen wirklich großen Anteil an dem Buch ausmacht.

Das hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. Man lernt einiges über klassische Musik, es gibt sogar eine Playlist, die ihr hier finden könnt, was ich während des Lesens leider noch nicht gemerkt habe. Es wird viel von der Musik abhängig gemacht, sie spielt an zentralen Stellen (etwa bei dem Unfall oder bei der Karriere) eine wichtige Rolle, so dass dadurch meine Theorie für den Schluss nochmal unterstützt würde.

Nachdem ich jetzt so viel über die Charaktere geredet habe und eigentlich immer noch nicht alles erzählt habe, was mir auf dem Herzen liegt, möchte ich auch noch ein paar Worte zur Handlung loswerden. Wie anfangs schon erwähnt, basiert dieses Buch nicht auf der Handlung. Die Handlung nimmt ungefähr einen Tag in Anspruch, vom Morgen des Unfalls bis zu ihrer Entscheidung (welche ich euch natürlich nicht verrate). In dieser Zeit wandelt sie als "Geist" im Krankenhaus herum, sieht, wie sich die Doktoren und Krankenschwestern um ihren Körper kümmern und wie sie immer wieder von Familie und Freunden besucht wird. Das Wenige, was geschieht, wäre eigentlich spannend (immerhin will doch jeder wissen, wie sie sich entscheidet), aber die Rückblicke nehmen einen so großen Teil der Spannung wieder heraus, dass das Buch nach der ersten Hälfte stark für mich abgenommen hat. Besonders zum Ende hin kamen mir manche Rückblicke sinnlos vor und ich hätte mir gewünscht, dass ihre Entscheidung in der Handlung schon früher geschehen wäre und es nicht so abrupt geendet hätte.



So kam es, dass mich If I Stay nicht überzeugen konnte, obwohl ich begeistert von Gayle Formans Ansätzen war und ihre Charakterarbeit besonders als jemand, der selbst schreibt, nur bewundern kann. Empfehlen kann ich es euch auf jeden Fall, wenn ihr Bücher wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Ein ganzes halbes Jahr oder Die Achse meiner Welt mochtet, obwohl es meiner Meinung nach mit diesen nicht ganz mithalten kann. Ob ich den zweiten Teil lesen werde, weiß ich noch nicht.



Wie hat euch das Buch gefallen? Werdet ihr euch den Film im Kino anschauen?

Eure Kim.


Bereits von Gayle Forman erschienen:

You Can't Get There From Here (Rodale Pr, 2005)
Sisters in Sanity (HarperTeen, 2007)

If I Stay (Dutton Juvenile 2009, dt. Wenn ich bleibe, Blanvalet 2010)
Where She Went (Dutton Juvenile, 2011, dt. Nur diese eine Nacht, Blanvalet 2014)

Just One Day (Dutton Juvenile, 2013)
Just One Year (Dutton Juvenile, 2013)
Just One Night (Viking's Children, 2014 - ebook)


[KritzelDienstag] Dialoge II - Spannende Dialoge schaffen


Hallo lieber Leser!

Heute gibt es den zweiten Teil der KritzelReihe zum Thema "Dialoge schreiben". Letzte Woche habe ich dir gezeigt, welche Aufgaben ein Dialog zu erfüllen hat, damit er nicht aus dem Manuskript gestrichen wird. Nun möchte ich dir zeigen, wie man einen Dialog gestaltet und ihn mit Emotionen füllt und vor allem wie man seinen Charakteren eine eigene Stimme verleiht.

Meine Informationen habe ich entweder aus meinem Köpfchen oder aus Crafting Novels and Short Stories. The Complete Guide to Writing Great Fiction von Writer's Digest und The Fire in Fiction. Passion, Purpose, and Techniques to Make Your Novel Great von Donald Maass. Die beiden Bücher kann ich dir wirklich empfehlen, wenn du dich für die Feinarbeiten an einer Geschichte interessiert.

Wie gestalte ich einen Dialog, damit er spannend ist?


Dialoge spannend zu gestalten, ist gar nicht so einfach, denn es gibt kein Schema F, das man an ihnen abarbeiten kann. Ganz im Gegenteil: Dialoge profitieren von Variation. Es sind nicht nur die Redeanteile, die bedeutend sind, sondern auch das, was drumherum geschieht:

  • Mimik Durch das Beschreiben von Mimik kann ein Dialog viel Authentizität gewinnen. Insbesondere Emotionen lassen sich dadurch gut ausdrücken. Ist ein Charakter zum Beispiel wütend, lasse ihn die Augen zusammenkneifen, die Lippen aufeinanderpressen, eine Zornfalte haben, ... Durch Mimik lassen sich vielfältige Emotionen darstellen, die den Wörtern ihren Ausdruck verleihen können. Sagt einer deiner Charaktere zu einem anderen vielleicht "Du bist ein Idiot" und grinst dabei, hat das eine ganz andere Bedeutung, als wenn er sie mit einem vor Zorn gerötetem Gesicht aussprechen würde.
  • Gestik Auch die Gestik kann einen Dialog spannender gestalten, in dem sie Emotionen verstärkt. Hat ein Charakter zum Beispiel Angst vor dem anderen, versucht er vielleicht einen Tisch oder einen anderen Gegenstand zwischen sich zu bringen. Vielleicht sehnt er sich aber auch nach einer Berührung und lässt ganz beiläufig die Hand länger auf dem Oberarm des anderen verweilen. Mit Gestik kann auch der Fokus des Dialoges auf etwas verschoben werden. Dabei können deine Figuren auf etwas deuten oder gerade etwas mit ihren Händen herstellen, vielleicht fuchtelt auch jemand mit einer Pistole herum. Das würde dem Dialog doch definitiv Spannung verleihen.
  • Bewegung Mit Bewegung gewinnt ein Dialog an Schnelligkeit. Physische oder emotionale Distanz oder Nähe kann hergestellt werden, Hektik kann aufkommen oder sogar Panik, wenn die Figuren vor etwas weglaufen müssen und dabei außer Atem sind. Es gibt so viele Möglichkeiten, die Bewegung in deine Dialoge einzubinden, aber auch dafür gibt es keine Faustformel. Besonders dieser Punkt ist von deinen Szenen abhängig.


Wie bringe ich Emotionen in meine Dialoge?


Es gibt drei Komponenten, die einen Leser emotional näher an einen Text bringen. Drei Bausteine sozusagen, die man in verschiedenen Intensitäten aufeinanderprallen lassen kann oder sie miteinander vermengen kann: Dialog, Erzählung und Aktion.
Woher soll man aber wissen, wann man was davon wohin packt? Richtige Regeln dafür gibt es nicht, die perfekte Verteilung ist wohl eher das Ergebnis eines intuitiven Prozesses und geschieht auch meist nicht während der Erstfassung. Vielmehr entstehen wirklich gute Dialoge erst in den Überarbeitungsphasen eines Projektes, wenn man sich die Zeit nimmt, sie Satz für Satz auseinanderzupflücken.
Hat man eine gute Mischung gefunden, bindet diese den Leser emotional an die Figuren, die während des Dialoges mitreden. Die Emotionen in einem Dialog entstehen aber vor allem dadurch, dass du deinen Figuren eine eigene Stimme verleihst. 

  • Eigene Stimme Dein Charakter ist ein Cowboy? Dann gib ihm einen Slang. Dein Charakter ist furchtbar schlau? Dann leg ihm Worte in den Mund, die auch nur ein schlaues Köpfchen benutzen würde. Schreibst du als Ich-Erzähler, könntest du seine schlauen Erklärungen ja sogar als Fußnoten unterbringen. Genauso funktioniert es auch mit Charakteren, die nicht ganz helle sind oder Charakteren, die aus einer anderen Welt stammen. Leg ihnen die Worte in den Mund, die in ihrem "Universum" alltäglich sind.
  • Hintergründe Genauso ist es wichtig, deinen Charakteren ein reiches Leben zu bescheren, in dem du sie über sich sprechen lässt. Ein Dialog eignet sich prima, um anderen Figuren aus dem Leben deines Charakters zu erzählen. Zeig ihnen, was er oder sie als kleines Kind durchmachen musste, zeig, was sie zu dem gemacht hat, der sie heute sind.
  • Wiedererkennungsmerkmale Auch wichtig können Merkmale sein, an denen der Leser deiner Charakter wiedererkennt. Das muss nichts Auffälliges sein, sondern kann auch subtil passieren. Die Protagonistin deiner Geschichte könnte zum Beispiel immer mit ihrer Kette spielen, wenn sie nervös ist, der Kumpel könnte sich immer am Ohr kratzen, wenn er lügt und, und, und...
  • Eigenschaften Du hast dir viel Mühe damit gegeben, deinen Charakter zu entwerfen, hast vielleicht seitenlange Charakterblätter beschrieben und ihm Eigenschaften gegeben, die du nicht hast. Dann nutze diese Blätter und überlege dir, wie sich jemand mit diesen Eigenschaften verhalten würde. Wie würde er sprechen? Wie wären Gestik und Mimik? Geht er langsam vor oder haut er dir gleich das Brett vor den Kopf? Die Dialoganteile eines Charakters sollten immer seinen Eigenschaften entsprechend gestaltet sein. Aber mach dir keinen Kopf, das kannst du auch in der Überarbeitung noch erledigen.

Es gibt so viele Dinge, auf die man beim Dialoge schreiben achten könnte, aber trotzdem macht man viel davon schon ganz von allein. Mach dich nun bloß nicht verrückt, in dem du dich fragst, ob du auch alle Punkte erfüllt hast. Schreib deine Dialoge mit dem Wissen, dass es die Figur ist, die da spricht und nicht du und alles wird gut. Wenn du mit deiner Erstfassung fertig bist, darfst du dir den Kopf zerbrechen. ;)

Beim nächsten Mal gebe ich euch noch mehr Tipps zum Dialoge schreiben und dann wird es auch schon wieder Zeit, sich ein neues Thema zu überlegen. Habt ihr einen bestimmten Wunsch?

Und jetzt seid ihr wieder dran: Was muss ein guter Dialog für euch erfüllen?

Eure Kim.



Ihr wollt mehr zum Thema Dialoge schreiben erfahren? Dann schaut euch doch mal den ersten Teil der Reihe an. Den findet ihr hier. Die Liste mit den gesamten Kritzelartikeln gibt es hier.




[LeseReihe] Mein Stapel ungelesener Bücher (3)

Hallo lieber Leser,

Heute gibt es den dritten Teil meiner Lesereihe. Dieses Mal zeige ich euch alle alleinstehenden Fantasy/Romantasy/Paranormal-Bücher, die ich immer noch lesen muss.

(Ein Klick auf den Titel führt euch wie beim letzten Mal auch schon zur Lovelybooks-Seite.)


Auf dem ersten Foto:

- Der kleine Hobbit von J. R. R. Tolkien

- Mister Creecher von Chris Priestley

- Pala - Und die seltsame Verflüchtigung der Worte von Ralf Isau

- Ruf der Tiefe von Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek

- Die erste Nacht von Marc Levy

- Namira: Das Geheimnis der Katzenmenschen von Michael Borlik

- Nox: Das Erbe der Nacht von Michael Borlik


Auf dem zweiten Bild:

- Schimmer der Vergangenheit von Joy Fraser

- Entwined von Heather Dixon

- Before I Fall von Lauren Oliver

- Valley: Tal der Wächter von Jonathan Stroud

- Der Fluch der Schwestern von Natasha Mostert

- The Book of Lost Things von John Connolly

- Die Seltsamen von Stefan Bachmann

- Das Geheimnis der Monduhr von Amanda Brooke

- Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater (mittlerweile gelesen und für total klasse befunden)

- Grimm von Christoph Marzi


Und ihr seht wieder jede Menge tolle Bücher, aber es sind auch einige dabei, die gar nicht so tolle Bewertungen bei Lovelybooks haben. Ich bin aber auf eure Meinung gespannt. Welche Bücher sind so gut, dass ich sie unbedingt lesen muss? Und welche kann ich gleich in die Tonne werfen?

Eure Kim.




[Rezension] Die Achse meiner Welt - Dani Atkins



"Es gibt im Leben keine Garantien, Rachel", fuhr er fort. "Unfälle und Krankheiten brechen einfach über uns herein, wir können nichts dagegen tun. [...]"




| Seiten: 320 | Thema: Liebe, Freundschaft, Leben, Tod |
| Verlag: Droemer Knaur | Erschienen: 2014 |
| Format: Taschenbuch | ISBN: 9783426515396 |
| Preis: 9,99€ | zum Verlag |









Kurz bevor Rachel aufs College wechselt, verliert sie ihren besten Freund Jimmy bei einem Unfall. Von jetzt auf gleich wird ihr Leben aus den Fugen gerissen und ist auch fünf Jahre später, als sie zur Hochzeit ihrer besten Freundin Sarah wieder an den Ort des Geschehens zurückkehrt, immer noch nicht wieder in Ordnung. Die Emotionen kochen auf und als ihr alles zu fiel wird, verliert sie das Bewusstsein.
Erst im Krankenhaus wacht sie wieder auf und ist schockiert. Wieso sitzt Jimmy plötzlich an ihrer Seite? Warum hat ihr Vater keinen Krebs mehr? Und wieso kann sich kein Mensch mehr an den Unfall erinnern? 

[SUB-Degradation] Update 22.08.2014 - Ein Licht am Ende des Tunnels? Von wegen...

Hallöchen lieber Leser!

Vor knapp sechs Wochen ist ja die SUB-Degradation von der lieben Booktasy gestartet und ich hab euch schon lange kein Update mehr gegeben wie es bei mir überhaupt so läuft. Ich hab mal gezählt und das ist die Statistik, wie sie im Moment aussieht:

Stand zu Beginn: 125
Stand heute: 126
Gelesene Bücher: 9
Erledigte Aufgaben:

# ein Buch, das in Frankreich spielt (Anna and the French Kiss - Stephanie Perkins)

# ein Buch zur ersten großen Liebe (Pushing the Limits - Katie McGarry)

# etwas von deinem Lieblingsautoren (Paper Towns - John Green)

# das jüngste Buch (Wenn du mich küsst, dreht die Welt sich langsamer - Jessica A. Redmerski)

# das dünnste Buch (Mit eigenen Augen - Arne Svingen/Christoffer Grav)

# einen Namen als Titel (Sannah & Ham - Tom Ellen/Lucy Ivison; Gleich zwei Namen als Titel)

# etwas Fröhliches (Türkisch für Anfänger - Detlef Dresslein)

# ein Buch mit anderen Fantasywesen (Rot wie das Meer - Maggie Stiefvater)

# etwas Schicksalhaftes (Die Achse meiner Welt - Dani Atkins)

Zusatzaufgabe: # alle Bücher des am meisten vertretenen Autors: Das war bei mir Lynsay Sands, von der ich mittlerweile sage und schreibe 20 Bücher im Regal stehen habe. Die beiden letzten habe ich in den letzten Wochen gelesen. (Ein Vampir für alle Sinne, Vampir verzweifelt gesucht)


Und egal, wie viel ich lese, mein aktueller Stand ist seit einiger Zeit auf der 126. Das ist wie verhext, es will einfach nicht runtergehen, obwohl ich mich beim Kaufen eingeschränkt habe.

Dieses Mal waren richtig viele tolle Bücher dabei und auch in den kommenden Wochen habe ich einige Bücher auf meiner Leseliste, die wahnsinnig gut sein sollen. Irgendwie will ich meine Goodreads-Lesechallenge ja dieses Jahr noch erreichen...

Wie läuft es bei euch? Kennt ihr eins der Bücher? Wie haben sie euch gefallen?

Eure Kim.

[Top 5 Freitag] Fünf Bücher, die mich zum Weinen brachten

Hallo ihr Lieben!

Gerade habe ich Die Achse meiner Welt von Dani Atkins beendet und mir dann das Thema für den heutigen Top 5 Freitag überlegt, weil es so gut gepasst hat. Ich bin jemand, der nicht oft weint, besonders nicht bei Büchern, deswegen haben diese fünf einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen. Dieses Mal ohne viele Worte, denn letztendlich lest ihr sie am besten selbst.


Welche Bücher haben euch zu Tränen gerührt? Weint ihr häufig beim Lesen oder musstet ihr bisher noch nie weinen?


Eure Kim.

(Klick auf das Bild sollte euch zum Verlag führen, von dort habe ich auch die Coverbilder.)

[Rezension] Sannah & Ham - Tom Ellen/Lucy Ivison

Eine Aktion vom Chicken House Verlag, bei der eine Doppelrezension entstehen sollte. Die andere Hälfte findet ihr bei der lieben Ela von Ela's Leselounge.


"Das nennt sich Feuchtraum", sagte ich und wurde rot, weil das Wort "feucht" unanständig ist, wenn man es in Gegenwart eines Jungen ausspricht, der weniger als einen Meter von einem entfernt steht.

| Seiten: 400 | Thema: erstes Mal, erste große Liebe |
| Verlag: Carlsen Chickenhouse | Erschienen: 2014 |
| Format: Softcover | ISBN: 9783551520661 |
| Preis: 14,99€ | zum Verlag |








Hannah ist noch Jungfrau. Das soll sich so schnell wie möglich ändern, denn nach den Sommerferien geht sie aufs College. Die Nacht, in der sie ihre Jungfräulichkeit verlieren möchte, kommt aber anders als geplant, denn auf der Toilette trifft sie Sam. Er ist witzig, sieht gut aus und nach der Nacht kriegt sie ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf. Sam geht es genauso mit Hannah, doch bis sie sich endlich näher kommen können, müssen sie einige Hürden überstehen und stellen so manches Mal fest, dass man keine Feinde braucht, wenn man solche Freunde hat...

[KritzelDienstag] Grundlagen des Quatschens (Dialoge schreiben I)


Hallo ihr Hübschen da draußen!

Heute gibt es endlich den Auftakt zur [KritzelDienstag]-Reihe "Dialoge schreiben". Wie viele Teile es geben wird, weiß ich noch nicht so genau, weil es doch richtig viel zu dem Thema gibt. Deswegen bin ich auch so spät dran...mich hat quasi die Wucht der Informationen erschlagen. Aber ich habe einiges gelernt und das möchte ich nicht nur anwenden, sondern auch an euch wiedergeben. 

Dialoge schreiben ist anstrengend


Dialoge schreiben ist nicht gerade meine Lieblingsarbeit. Ich möchte es immer möglichst authentisch machen, aber immer wieder fällt mir auf, dass meine Dialogfetzen echt kurz sind. Wenn ich Dialoge in richtigen Büchern lese, dann störe ich mich aber gar nicht daran, dass ein Dialoganteil manchmal in einen Monolog ausartet, weil die Figur gerade etwas erklärt.
Mittlerweile bin ich der Auffassung, dass Dialoge beim ersten Schreiben gar nicht gelingen können, sondern vielmehr einen großen Teil der Überarbeitung ausmachen. Und das liegt hauptsächlich daran, dass die Figuren eben nicht nur "quatschen", sondern der Dialog ein wichtiges Element in der Erzählung ausmacht und deswegen auch einige Aufgaben zu erfüllen hat.

Aufgaben eines Dialoges


Es gibt vier Aufgaben, von denen ein Dialog wenigstens zwei erfüllen sollte, um nicht sinnlos zu sein. Diese findet ihr auch im Artikel "Kunstvoll - oder wie der Schnabel gewachsen ist" von Ulrike Blatter im TextArt Magazin 2/2013 (S.48-53).
  • Ein Dialog muss die Handlung voran bringen.
  • Ein Dialog verleiht Charakteren Profil und Tiefe.
  • Ein Dialog soll zum Weiterlesen animieren.
  • Ein Dialog verpackt auf geschickte Weise Informationen.
Wie ein Dialog so etwas schafft, möchte ich mir heute mit euch genauer anschauen. Dazu habe ich mir zu den einzelnen Punkten jeweils zwei Beispiele ausgesucht.

Ein Dialog muss die Handlung voran bringen


Im folgenden Dialogfetzen erfährt Harry, dass sein bisheriges Leben auf einer Lüge beruht und er eigentlich in eine ganz andere Welt gehört. Hagrid erzählt ihm, dass er ein Zauberer ist und eröffnet damit die Möglichkeit, die Zaubererwelt kennenzulernen.


Hätte die Autorin dieses Gespräch weglassen können? Nein, denn nur so ist es überhaupt erst möglich, dass die Handlung in der Zaubererwelt stattfinden kann. Hagrid treibt mit seiner Eröffnung also die Handlung voran, was darin resultiert, dass Harry ihm in die Winkelgasse folgt.
In Between the Devil and the Deep Blue Sea beginnt die Handlung damit, dass River das Gästezimmer mietet, welches zu Violets Haus gehört. Wenn er nicht in das Gästehaus eingezogen wäre, hätte sich niemals diese Beziehung entwickeln können und damit wäre es dann am Ende wohl auch nicht zur Katastrophe gekommen.


Was das für uns zu bedeuten hat, ist zunächst vielleicht nicht ganz einfach zu erkennen. Denn wie oben schon gesagt, muss nicht jeder Dialog jede Aufgabe erfüllen. Wollen wir allerdings, dass er die Handlung vorantreibt, können wir das auf verschiedene Arten bewerkstelligen:
  • eine Entscheidung des Protagonisten dialogisch einbringen
  • einen Streit schreiben, aus dem die nächste Handlung hervorgeht
  • ein Geständnis/eine Erklärung (wie bei Harry Potter z.B.), die dazu führt, dass der Protagonist eine Entscheidung treffen muss/handeln muss
  • eine Handlung von außen, ein Ansprechen, eine Vorstellung, etc., die manche Dinge/Personen zusammenführt, so dass die Handlung gemeinsam weitergehen kann
  • ...

Ein Dialog verleiht Charakteren Profil und Tiefe


Ein perfektes Beispiel für das Kennenlernen der Charaktere durch einen Dialog ist dieser Ausschnitt aus Divergent von Veronica Roth. Kurz nachdem die Neuen angekommen sind, geraten Four und Christina das erste Mal aneinander.


Wir lernen hier nicht nur einen Charakter besser kennen, sondern gleich beide. Christina scheint alles auf die lockere Schulter zu nehmen, sie macht sich über alle Namen lustig. Four dagegen lässt sich nicht gerne unterbrechen und als Autoritätsperson reagiert er ziemlich empfindlich, aber doch cool auf Christinas Gerede. Als Leser empfindet man gleich Respekt für seine Person und hofft, dass er auch einen weichen Kern hat...


Im oberen Ausschnitt aus The Unbecoming of Mara Dyer von Michelle Hodkin wechseln Mara und Noah nach dem Unterricht zum ersten Mal mehr als ein paar Worte. Dabei lernen wir Noahs humorvolle, (leicht Mädchen verachtende?) Seite kennen. Mara gibt sich zunächst genervt, aber am Ende beweist sie, dass sie mit seinem Humor gut zurecht kommt, in dem sie in Gedanken zitiert. Ein kurzer, aber lustiger Dialog, der uns zeigt, dass Noah und Mara auf einer Wellenlänge sind.
Aber wie verleiht man seinen Charakteren durch einen Dialog Tiefe und Profil? Das ist wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe von allen. Man muss seine Charaktere durch und durch kennen, um ihnen eine Stimme zu geben, die wirklich zu ihnen passt. Dialoge müssen immer wieder ein Stück ihrer Seele offenbaren, sie müssen für den Leser zum Menschen werden. Wie das aber genau geht, möchte ich mir in den kommenden Wochen näher mit euch ansehen.

Ein Dialog soll zum Weiterlesen animieren


Wenn ein Dialog zum Weiterlesen animieren soll, dann muss er spannend sein und im besten Fall die Brotkrumen zu etwas Wichtigen enthüllen. Beispiele dafür finden sich in allen Büchern.


In Arkadien erwacht treffen die Protagonistin Rosa und Alessandro Carnevare schon viel früher aufeinander, da wissen sie aber noch nicht, dass sie ausgerechnet zu den verfeindeten Mafia-Familien gehören. An dieser Stelle erfahren Rosa und der Leser, dass Alessandro wegen der Beerdigung des Familienoberhauptes nach Italien gekommen ist. Wir fragen uns unweigerlich, was das nun für Alessandro zu bedeuten hat. Wird er das neue Familienoberhaupt? Was wird auf der Beerdigung passieren? Und schwupps - lesen wir weiter, obwohl wir todmüde sind.


Durch eine Reihe von Zufällen kommt Puck (Kate) Conolly schließlich mit dem begabtesten Reiter der Insel, Sean Kendrick, in ein Gespräch. Er scheint von ihrem Willen, am Pferderennen teilzunehmen so beeindruckt zu sein, dass er ihr ein anderes Pferd anbieten will. Nachdem der Leser schon hundertfünfzig Seiten gefoltert wurde, weil er sich so sehr gewünscht hat, dass die beiden Protagonisten endlich aufeinander treffen, muss man nach diesem Dialog einfach weiterlesen. Denn um ihr ein anderes Pferd anzubieten, müssen die beiden sich ja endlich mal allein treffen. Oder?
Dialoge können also auch wie Mini-Cliffhanger fungieren. Eine kleine Überraschung am Ende eines Kapitels kann man sehr schön in einen Dialog verpacken und damit den Leser zum Weiterlesen animieren. Pas de problème, n'est-ce pas?

Ein Dialog verpackt auf geschickte Weise Informationen


Die vierte Aufgabe, die ein Dialog erfüllen kann, ist es, Informationen anschaulich zu vermitteln und dem Leser nicht das Gefühl zu geben, dass er gerade einen dicken Schinken Theorie liest.
Da kann man unterscheiden zwischen Informationen, die die Handlung des Buches betreffen. Als Beispiel dafür eignet sich dieser Dialogfetzen aus Across the Universe von Beth Revis, in dem Elder Amy erklärt, dass sie noch nicht angekommen sind und sie nur durch ein Versehen fünfzig Jahre zu früh aufgetaut wurde. 


Diese Aufgabe kann aber auch Informationen betreffen, die der Autor durch seinen Text vermitteln möchte. Einen geschichtlichen Hintergrund oder die Funktionsweise eines Gegenstandes zum Beispiel. Viele Leser lieben es, wenn sie auf diesen leichten Weg etwas lernen. Habt ihr ein Beispiel dafür? Kennt ihr ein Buch, in dem ihr durch einen Dialog viel Neues lernt?


Jetzt kennt ihr die Grundlagen, um einen Dialog zu schreiben, der euch in eurer Geschichte weiterbringt. Fällt euch noch eine weitere Funktion ein, die ein Dialog einnehmen kann? Wendet ihr die Aufgaben beim Schreiben bereits an oder fühlt es sich bei euch auch noch wie "herumtapsen" an?

Nächste Woche Dienstag möchte ich näher auf die Aufgabe der Charakterbeschreibung/-vertiefung eingehen und euch Möglichkeiten zeigen, einem Charakter seine eigene Stimme zu verleihen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, abonniert doch einfach meinen Blog. ;)

Eure Kim.


Ihr möchtet noch mehr lernen? Dann schaut euch doch mal die Liste meiner gesamten Kritzel-Artikel an. Die findet ihr hier.

[LeseGlück] 100! Leser und 25 Fakten über mich


Hallo ihr Lieben!

Es gibt einen Grund zu feiern: heute hat mein Blog die 100-Leser-Marke geknackt. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir über Google Friend Connect, Google +, Bloglovin, Blog-Connect (Atempause...), Facebook, LovelyBooks und Goodreads folgen und das Bloggen zu einer tollen Erfahrung machen.

Ich bin jetzt seit vier Monaten dabei und dank euch habe ich es noch keinen Tag bereut. Da ich weiß, wie gerne man auch mal etwas über die Menschen erfährt, die hinter einem Blog stehen, habe ich zur Feier des Tages einen 25-Fakten-über-mich-Post vorbereitet und wünsche euch viel Spaß dabei, mich näher kennenzulernen.

Eure Kim.


1. Mein Zweitname ist Laura...Das halte ich aber geheim, weil Laura für mich ein typischer Tantenname ist. Also pssst...

2. Ich bin am 17. Juli geboren und damit Sternzeichen Krebs...und jaaa, Horoskope lese ich auch und finde meistens sogar einen Funken Wahrheit darin.

3. Nein, ich bin nicht abergläubisch. Schwarze Katzen finde ich toll.

4. Haustiere halten dürfen wir in unserer Wohnung leider nicht. Aber wenn, dann hätte ich gerne einen Hund mit langem Wuschelfell.

5. Der dürfte sich dann bei mir im Bett verkriechen, wenn es gewittert. Ich habe nämlich Angst vor Gewitter.

6. Das ist auch das Einzige, was ich am Sommer hasse. Sonst ist es nämlich meine liebste Jahreszeit.

7. Besonders gerne mag ich am Sommer das Eis essen. In der Waffel nehme ich immer Stracciatella, Cookies und Erdbeer, im Eiscafé entweder einen Erdbeerbecher oder ein Erdbeer-Spaghetti-Eis.

8. Genauso einfallslos bin ich beim Pizzaservice. Da gibt es entweder Pizza Hawaii oder Tortellini à la Panna.

9. Und bei den Getränken. Am liebsten trinke ich Cola light und Cappucchino, aber auch Wasser gehört für einen gesunden Körper auf den Tagesplan.

10. Alkohol trinke ich nur ganz selten.

11. Süßem kann ich dagegen leider kaum widerstehen.

12. Der Apfelfigur versuche ich mit Klettern und Paartanz entgegen zu halten. Klappt bisher allerdings nur mäßig...

13. Meine anderen Hobbies Schreiben und Lesen kennt ihr ja schon. Aber wusstet ihr schon, dass ich auch gerne Serien gucke?

14. Meine absolute Lieblingsserie ist The Vampire Diaries. Die gucke ich übrigens im Original. Aktuell hole ich meinen Bedarf mit The Big Bang Theorie nach und kann nicht verstehen, wieso ich die Serie noch nicht früher gesehen habe.

15. Ich könnte mir gut vorstellen, später mal beim Fernsehen zu arbeiten. Am besten würde es mir da gefallen, mit anderen an Drehbüchern zu Serien zu arbeiten.

16. Genauso gut könnte ich mir aber vorstellen, später Autorin oder Lektorin zu sein.

17. Und wenn das alles nichts wird, mache ich nach dem Studium eine Ausbildung zur Buchhändlerin.

18. Ich kann mir auch vorstellen, später im englischsprachigen Ausland zu wohnen, denn irgendwie hege ich eine Leidenschaft zur englischen Sprache.

19. Mein Lieblingszitat, welches mich irgendwie perfekt beschreibt, stammt auch aus einem englischen Buch: My thoughts are stars I cannot fathom into constellation. Na, wer weiß, woher es kommt?

20. Ich fühle mich oft so, als könnte ich meine Gedanken und Gefühle nicht so in Worte fassen, wie ich das gerne hätte. Beim Schreiben löst sich diese Barriere dann aber meistens auf.

21. Ich wünschte mir, dass man sich auch heutzutage noch schöne Briefe schreiben würde. Dann hätte man auch noch viel mehr Kontakt zu alten Freunden.

22. Schreiben würde ich diese Briefe an meine Freundinnen in Griechenland, auf Hawaii und in den USA. Bin ich jetzt multikulti?

23. Ich stelle gerne philosophische Fragen. Nein, so ist es besser: Ich stelle gerne Fragen, von denen ich annehme, dass sie philosophisch sind.

24. Twitter eignet sich dazu hervorragend, habe ich erst vor einigen Wochen herausgefunden. Beispiel: Ob sich überhaupt irgendwer für meine idiotischen Fragen interessiert?

25. Wen interessiert's?


Habt ihr jetzt das Gefühl, mich besser zu kennen? Oder löscht ihr jetzt meinen Blog aus euren Listen, weil ihr denkt, dass ich komisch bin? Vielleicht seid ihr ja auch so komisch wie ich.

Erzählt mir einen lustigen Fakt über euch und motiviert mich damit, mir ein paar neue Fakten für die nächste Lesermarke auszudenken, die dann auch von einem Gewinnspiel begleitet wird.

Vielen Dank fürs Folgen, ihr Lieben!

Eure Kim.