[Rezension] Im Land des Voodoo-Mondes - Kathleen Weise



"Tam-tam-tam."






| Seiten: 285 | Genre: Jugend, Historisch | Verlag: Thienemann Planet Girl | Erschienen: 2011 | Format: Hardcover | ISBN: 978-3-522-50263-4 | Preis: 14,95€



Im Jahr 1789 reist die französische Adelige Éloise mit ihrem Vater auf die Karibikinsel Saint-Domingue, auf der ihre Eltern Jahre zuvor ihre Hochzeitsreise verbracht haben. Auf der Insel ist alles anders als im geliebten Frankreich: hier gibt es Menschen mit anderen Hautfarben, religiöse Kulte, die Éloise unbekannt sind und einen schönen Mann, Gabriel, der sie als Adelige normalerweise nicht einmal ansehen dürfte. Nicht nur das, auch ihre Alpträume und merkwürdige Unfälle häufen sich und als sie nachforscht, erfährt Éloise mehr über den Voodoo und das Leben der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen. Dabei kommt sie auch Gabriel näher.

[Rezension] The Darkest Minds - Alexandra Bracken


“Did you know...you make me so happy that sometimes I actually forget to breath? I'll be looking at you, and my chest will get so tight...and it's like, the only thought in my head is how much I want to reach over and kiss you.” 


“Cause, frankly, the way I see it, you and me? Inevitable.”

dt. Titel: Die Überlebenden


| Seiten: 488 | Genre: Dystopie, Jugend |
|  Verlag: Disney Hyperion | Erschienen: 2012 | 
| Format: Hardcover | ISBN: 978-1-423-15737-3 |
| Preis: 13,10€ | zum Verlag |






In Amerika hat eine Seuche die Kinder aussterben lassen. Nur wenige sind übrig; was sie gemeinsam haben, sind übernatürliche Fähigkeiten, vor denen die Erwachsenen Angst haben. Deshalb hat die Überlebenden in Lager gesteckt, aus denen niemand entkommen kann. Normalerweise. Ruby gelingt es jedoch und auf der Suche nach Kontrolle über ihre Fähigkeit, lernt sie das Trio Liam, Chubs und Suzume kennen. Sie reisen durch ein zerstörtes Land, jeder mit einem eigenen Ziel, aber trotzdem gemeinsam, bis sie schließlich den Safe Heaven erreichen, den einzigen Ort, an dem Kinder mit übernatürlichen Fähigkeiten vermeintlich sicher sind.



So viele verschiedene Aspekte, so viele offene Fragen - Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Idee war grundsätzlich klasse, auch wenn es scheint, als hätte die Autorin nicht zu Ende gedacht. Wenn alle Kinder aussterben und die Überlebenden weggesperrt werden, stirbt dann nicht auch automatisch die Bevölkerung aus?

Ruby, die Protagonistin, gehört also zu jenen Überlebenden, die in einem Lager weggesperrt werden. Gleich zu Anfang erfahren wir etwas über ihre Fähigkeiten: irgendetwas mit Gedanken lesen und kontrollieren, eine genauere Definition als das, was wir lesen und wie sie eingeordnet wird, nämlich als Orange (nicht die Frucht, sondern die Farbe), erfahren wir leider nicht. Ist aber eigentlich auch in Ordnung, schließlich weiß Ruby ja selbst nicht, wieso sie mit ihrer Berührung sämtliche Erinnerungen über sich selbst in den Köpfen Anderer löschen kann.

So weit, so gut. Mit Hilfe einer regierungsfeindlichen Gruppierung namens Children's League gelingt ihr nun also die Flucht aus dem Lager, doch dann findet sie heraus, dass sie auch dieser Gruppe nicht trauen kann und entkommt ihnen. Dabei trifft sie dann auf ihre drei Reisegefährten Liam, Chubs und Suzume, mit denen sie auf einen halsbrecherischen Roadtrip durch ein zerstörtes Land geht. Auch die drei haben Fähigkeiten, ihre werden aber nicht als so gefährlich eingestuft wie Rubys.

Aus Angst davor, dass ihre Berührung die Erinnerung an sie löschen könnte, entwickelt sich auch die Liebesbeziehung zwischen Liam und Ruby nur langsam. Besonders als sie im Safe Heaven ankommen, ward Liam auf einmal kaum noch gesehen, da Ruby in der Zeit Besseres zu tun hat (Was, verrate ich hier natürlich nicht!).

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Funke bei mir nicht übergesprungen ist oder an etwas anderem, aber mir war die Liebesbeziehung nicht tiefgründig genug. Es war einfach zu plötzlich zu viel und das machte es für mich unglaubhaft.

Insgesamt ging es gegen Ende plötzlich alles Schlag auf Schlag, so dass ich das Gefühl bekam, dass die Autorin unbedingt noch einen Cliffhanger einbauen wollte. Das hätte sie aber nicht gebraucht. Ein rundes Ende hätte gereicht, um den nächsten Teil in Angriff zu nehmen.



Es ist schade, denn ich hatte hohe Erwartungen in das Buch, die es leider nicht erfüllen konnte. Die Idee ist klasse, ihr fehlte aber der Feinschliff, die Charakter sind tiefgründig (besonders Chubs hat es mir angetan), aber die Beziehungen sind ausbaufähig. Ein guter Auftakt für eine Trilogie, von der ich hoffe, dass sie in den nächsten Teilen mehr leistet.



Hast du das Buch auch schon gelesen? Wie hat es dir gefallen? Vielleicht fandst du es ja auch rundum gelungen. Ich bin gespannt auf deine Meinung und freue mich, wie immer über deinen Kommentar.

Alles Liebe,

eure Kim.



Auch von Alexandra Bracken

Aus Licht gewoben (Goldmann 2011)
In Time #1,5 (Disney Publishing Worldwide, E-Book, 2013)
Never Fade #2 (Disney Hyperion, 2013)
In the Afterlight #3 (Disney Hyperion, erscheint im Oktober 2014)

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My thoughts are stars I cannot fathom into constellation. Mein Lieblingszitat aus diesem Meisterwerk von John Green. Die Reise ist so intensiv und leidenschaftlich, das ich zwischenzeitlich sogar eine Pause machen musste, weil ich den Gedanken nicht ertragen konnte, dass es wahrscheinlich kein Happy End geben wird. Sie ist kurz und sprachlich so poetisch, das man einen Stift in der Hand haben muss, weil man markieren will. Lustig und unglaublich traurig zugleich öffnen Hazel und Gus dem Leser die Augen und zeigen ihm eine Welt, in der jede kleine Geste, jedes Wort eine unheimliche Bedeutung haben kann. Und am Ende wissen wir alle: das Leben ist ein Geschenk und so sollten wir es auch behandeln.
Taschentücher bereit halten und unbedingt lesen!
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[Neuzugänge] Neue Schätze im Regal

Ich mache mir Sorgen, denn ich habe es schon wieder getan. Wir haben Ende April, das Jahr läuft nun schon seit vier Monaten. Drei Monate davon hatte ich mit meinem Freund eine Wette laufen, dass ich mir keine neuen Bücher kaufe, bis mein SuB komplett abgebaut ist. Diesen Monat haben wir unsere Wette abgebrochen und was ist passiert?

Dreimal dürft ihr raten.

Richtig! Ich habe Bücher gekauft. Nicht nur eins oder zwei...Nein, ganze 42 Bücher, verteilt auf zwei Rebuy-Bestellungen, ein paar Bestellungen von booklooker, eine Amazon-Bestellung und eine Bestellung vom BookDepository. Zu meiner Verteidigung: Viele davon sind für die Uni.

Aber genug des Geschwafels: Jetzt geht's ans Eingemachte. Am besten holt ihr euch eine Tasse Tee oder Kaffee, vielleicht auch einen kleinen Snack, denn jetzt stelle ich euch meine neuen Bücher vor.

[Top 5 Freitag] Lieblingsreihen

Willkommen zum ersten Top 5 Freitag, einer Reihe, in der ich euch jeden Freitag meine Top 5 einer bestimmten Kategorie vorstellen möchte. Beginnen wir gleich mit einem Thema, das viele von euch interessieren dürfte: Trilogien.


Platz 5: Die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier

Eigentlich müsste ich mal wieder einen Reread der Trilogie machen, weil ich mich an ganz schön viele Details nicht mehr erinnern kann. Ich weiß nur, dass ich Kerstin Gier seit der Edelstein-Trilogie zu meinen Lieblingsautoren zähle und da kommt natürlich auch (ebenso wie bei Kai Meyer) ein bisschen Nationalstolz durch. Wir Deutschen können eben auch klasse Bücher schreiben, nicht umsonst wurde die Edelsteintrilogie auch ins Englische übersetzt und ist auch dort mittlerweile sehr beliebt.

[LeseReihe] Mini-Rezi's zu den Büchern vor meinem Blog (2)

Heute kommt Teil 2 der LeseReihe mit den Mini-Rezi's zu den Büchern, die ich dieses Jahr schon gelesen habe. Schnappt euch einen Snack oder eine Tasse Tee oder Kaffee und begebt euch auf Entdeckungsreise. Viel Spaß dabei. :)


Bodyfinder: Das Echo der Toten - Kimberly Derting

Violet kann die Aura der Toten wahrnehmen. Deshalb ist sie die Einzige, die den Serienmörder in der kleinen Stadt finden kann. Gegen den Willen ihres besten Freundes Jay macht sie sich auf die Suche, bis ihr nicht nur der Serienmörder in die Quere kommt.
Mehr will ich nicht verraten und wenn ihr auch nicht mehr wissen möchtet, solltet ihr auf gar keinen Fall auf den Klappentext des Buches schauen. Denn der verrät so gut wie alles. Leider wird auch die anbandelnde Liebesgeschichte schnell unglaubwürdig und die Übersetzung ist auch keine Meisterleistung. Ich habe viel erwartet und wurde mit einem guten, aber durchschnittlichen Buch belohnt. Ob ich weiterlesen werde, weiß ich nicht. (3/5 Sonnen)

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Da das Jahr schon vor meinem Blog begonnen hat, ich euch aber nicht die ganzen tollen Bücher vorenthalten möchte, die ich bisher schon gelesen habe, gibt es gleich zu Beginn eine kleine LeseReihe. Hier erzähle ich euch in Kurzform, was ich von den Büchern gehalten habe und welche Bewertung sie von mir bekommen haben. Wenn ihr gerne eine ganze Rezension zu einem bestimmten Buch haben möchtet, lasst es mich in den Kommentaren wissen und ich komme eurem Wunsch gerne nach.

Und nun wünsche ich euch viel Spaß auf der Entdeckungsreise!


The Evolution of Mara Dyer - Michelle Hodkin

Teil 2 der Mara-Dyer-Trilogie, um das gleichnamige Mädchen, das in einer grausamen Nacht ihre Freunde beim Einsturz eines alten Hauses verloren hat und sich nicht mehr daran erinnern kann. Nach dem Vorfall zieht sie mit ihrer Familie fort, doch die Alpträume verfolgen sie und irgendwann kann sie nicht mehr zwischen Realität und Einbildung entscheiden.
Ein grandioser zweiter Teil, der - soweit ich weiß - leider nicht mehr ins Deutsche übersetzt wird. Diese Charaktere muss man einfach lieben, eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die Hodkin mit einem fürchterlichen Cliffhanger beendet. Ich brenne darauf, eine meiner Lieblingsreihen mit dem letzten Teil zu beenden und hoffentlich ein friedliches Ende für mein Gefühlsleben zu finden.
Wahnsinn! (5/5 Sonnen)

[Rezension] Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch

"Er streifte die Gestalt auf dem Boden mit dem typischen Londoner Blick - einem schnellen Seitenblick, mit dem man im Vorbeigehen feststellt, ob es sich um einen Betrunkenen, einen Bekloppten oder um einen Menschen handelt, der Hilfe braucht. Die Tatsache, dass durchaus auch jemand alle drei Zustände aufweisen kann, ist einer der Gründe, warum in London gute Samariter für Extremsportler gehalten werden - so ungefähr wie Basejumper oder Krokodilringer. Martin, dem zunächst nur der Markenmantel und die guten Schuhe aufgefallen waren, hatte die Gestalt gerade in die Kategorie Besoffener eingestuft, als er noch etwas anderes bemerkte: Dem Mann fehlte der Kopf."

| Seiten: 478 | Thema: Krimi, Fantasy |
| Verlag: dtv | Erschienen: 2012 |
Format: Taschenbuch | ISBN: 9783423213417 |
Preis: 9,95€ | zum Verlag |




Als frischgebackener Police Constable der Londoner Polizei wird Peter Grant ausgerechnet der CPU (= Case Progression Unit = zum Gähnen langweilige Schreibtischarbeit) zugeteilt. Um seine Karriere zu retten, muss also ein aufregender Fall her, damit er sich als Polizist beweisen kann. Aufregend wird es auch, denn als man eine kopflose Leiche im Covent Garden findet, ist der einzig auffindbare Zeuge ein Geist, den nur Peter sehen kann. Er forscht nach und schwups! ist er als Zauberlehrling in der Abteilung für Spezialermittlungen gelandet. Ein Zwei-Mann-Kommando also, das auf Geister- und Dämonenjagd in der englischen Hauptstadt geht.



Gespannt auf die Geschichte war ich schon lange und als ich dann angefangen habe zu lesen, hat sie mich gleich in ihren Bann gezogen. Wir erfahren schnell, dass hinter den Morden mehr steckt. Es gibt häufig nicht nur einen Toten, sondern gleich mehrere. Die Mörder handeln ungewöhnlich gewalttätig und das Schlimmste: Ihnen fällt das Gesicht ab.

So eklig, wie es gerade klingt, ist es nicht beschrieben, aber mit einer lebhaften Fantasie, kommt man schnell dahinter, dass so etwas nicht menschlich sein kann. So auch Constable Peter Grant, ein humorvoller, neugieriger Protagonist, der von seinem Wesen ein wenig an Dr. Dorian aus Scrubs erinnert, aber laut Text aussieht wie ein "Barack-Obama-Double". Er trifft den einzigen Zeugen des ersten Mordes: einen Geist.

Weil er in der Lage ist, das Übernatürliche zu sehen, wird er gleich für die Abteilung für Spezialermittlungen eingeteilt, die von nun an aus ihm und seinem Chef Nightingale besteht. Nightingale ist ein schräger Vogel, einerseits ein Held, andererseits ziemlich altmodisch, sein Hausmädchen ist ein Vampir (oder etwas Ähnliches?) und sein Auto ein alter Jaguar. Zusammen mit ihm lernt Peter London auf eine neue Weise kennen. Wir begleiten ihn zu Wasser- und Flussgöttern, auf Jagd nach Vampiren und auf der Suche nach dem eigentlichen Mörder durch Zeit und Raum.

Ein aufregendes Abenteuer, das mit viel Humor und Liebe zum Detail geschrieben ist. Teilweise verworren, aber ich hoffe, dass sich einige Fragen in den nächsten Teilen aufklären werden. Besonders gut haben mir die Charaktere gefallen, sie haben einen Tiefgang, den man von einem Krimi nicht unbedingt erwarten würde. Das Beste war meiner Meinung nach die Erzählstimme. Ben Aaronovitch hat eine tolle Art, den Leser in seinen Bann zu ziehen, so dass man Seite um Seite liest, ohne auf die Zeit zu achten.



Das Buch lag eindeutig viel zu lange auf dem SuB. Viel Charaktertiefe und Fantasy-Elemente der traditionellen Art in einem Krimi vertragen sich super, wenn er von Ben Aaronovitch ist. Gerade für Fantasy-Leser ein toller Einstieg in das Genre! Absolut empfehlenswert!




 Hast du das Buch schon gelesen? Kennst du die Reihe? Wie findest du sie? Hinterlass mir einen Kommentar und erzähl mir von deiner Erfahrung mit Peter Grant.

Alles Liebe,

eure Kim.


Auch von Ben Aaronovitch

Schwarzer Mond über Soho (dtv, 2012)
Ein Wispern unter der Baker Street (dtv, 2013)
Der böse Ort (dtv, 2014)

[Rezension] Fangirl - Rainbow Rowell


“Happily ever after, or even just together ever after, is not cheesy,” Wren said. “It’s the noblest, like, the most courageous thing two people can shoot for.”

“How do you not like the Internet? That's like saying, 'I don't like things that are convenient. And easy. I don't like having access to all of mankind's recorded discoveries at my fingertips. I don't like light. And knowledge.”


| Seiten: 438 | Thema: Liebe |
| Verlag: St. Martin's Press | | Erschienen: 2013 |
| Format: Hardcover | ISBN: 978-1-250-0309-5 |
| Preis: 13,80€ | zum Verlag |








Cath und Wren sind Zwillingsschwestern. Sie schreiben Fanfiction über Simon Snow. Zumindest haben sie das immer, nun gehen sie aufs College und Wren möchte plötzlich nichts mehr mit Cath zu tun haben. Alleine ins Leben geworfen, muss Cath sich mit ihrer neuen Zimmergenossin Reagan und ihrem immer anwesenden Freund Levi arrangieren, sie darf ihre Fans der Fanfiction nicht vernachlässigen und zu allem Überfluss hat sie auch noch eine Lehrerin, die Fanfiction nicht als Literatur anerkennt.
Auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Leben lernt Cath neue Leute kennen, sie erfährt, wie es ist, gemeinsam zu Schreiben und sie hat zum ersten Mal ganz große Gefühle für jemand anderen als Simon Snow.



Nach dem Hype, den das Buch in der englischen Booktube-Community erfahren hat, war ich total gespannt und hab es mir - sobald mein Buchkaufverbot aufgelöst war - sofort gekauft. Ich hatte hohe Erwartungen und habe gehofft, mich selbst wieder zu entdecken. Das Buch hat mich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.

Inhaltlich hat das Buch mit seinen 438 Seiten viel zu bieten. Wir lernen eine Cath kennen, die in sich zurückgezogen ist. Sie ist das totale Gegenteil ihrer flippigen Schwester und kümmert sich gerne um den allein-erziehenden Vater, der manches Mal vor lauter Arbeit vergisst, wie man vernünftig und vor allem gesund lebt. Als sie nun aufs College geht, fühlt sie sich einsam und verlassen, außerdem macht sie sich Sorgen um ihren Vater. Sie belegt einen Kurs zum Fiktionalen Schreiben und erfährt relativ schnell, dass ihre Fanfiction, die im Internet wahnsinnig berühmt ist, von ihrer Lehrerin als Plagiat angesehen wird. Zusammen mit Nick, einem Jungen aus ihrem Kurs, übt sie sich also im Schreiben anderer fiktionaler Texte, was ihr ebenso gut gelingt.

Währenddessen lernt sie auch ihre Zimmergenossin Reagan besser kennen, deren Ex-Freund Levi immerzu auf dem Mädchenzimmer rumhängt. Cath entwickelt zarte Gefühle für ihn und er lockt sie immer weiter aus ihrem Schneckenhäuschen heraus. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden braucht relativ lange, um warm zu werden, aber das fühlt sich real an.

Auch die Familienbeziehungen kamen nicht zu kurz, gerade die Beziehung zwischen Cath und Wren ist etwas Besonderes. Sie finden doch immer wieder zueinander zurück, so wie man es von Zwillingen erwarten würde.

Untermalt wird das Ganze immer wieder mit Szenen aus den "wahren" Simon Snow Romanen und der Fanfiction von Cath, was einerseits schön ist, andererseits möchte man aber nicht aus der Geschichte um Cath und Levi gerissen werden. Rainbow Rowell hat einen wunderschönen Schreibstil, das Buch lässt sich locker flockig dahin lesen, was gut ist, denn bisher ist es noch nicht auf deutsch erschienen. Ich habe viel gelacht und gebangt, meine Gefühle konnte man mir beim Lesen bestimmt ansehen.

Gerade, wenn man selbst schreibt, erkennt man sich oft wieder. Man sieht, wie empfindlich ein Autor sein kann, wie oft er/sie in seinen eigenen Gedanken schwebt und ein zweites Leben abseits vom Getümmel lebt. Das Buch öffnet einem die Augen darüber, wie wichtig auch für einen zurückgezogenen Autoren ein oder zwei gute Freunde sein können und das hat mir daran besonders gut gefallen.



Fangirl ist ein ganz besonderes Buch. Es liegt mir am Herzen, weil ich mich so oft selbst erkannt habe. Ironisch und mit viel Tiefgang hat mir das Buch ein Leseerlebnis geboten, dass ich sicher noch oft wiederholen werde. Wenn ihr auch ein Fangirl oder ein Autor seid, solltet ihr dem Buch unbedingt eine Chance geben. Aber selbst wenn nicht, ich bin sicher, dass jeder ein Stück von sich selbst entdecken und etwas dazulernen wird!




Du hast Fangirl schon gelesen? Super! Hinterlass mir einen Kommentar und erzähl mir, ob es dir genauso gut gefallen hat! Vielleicht fandest du es aber auch ganz schlecht? Ich bin gespannt auf deine Meinung. :)

Eure Kim.



Auch von Rainbow Rowell erschienen

Eleanor & Park (Orion, 2012)
Attachments (Orion, 2012)
Landline (Orion 2014) - dt. Zwei Worte vor, eins zurück (Egmont 2014)

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[Montagsfrage] Herzlichen Willkommen! & Warum kaufst du Bücher?


Herzlich Willkommen auf meinem Blog. Es ist super, dass du dich hierher verirrt hast, denn ich hab große Pläne mit uns. Aber erstmal fange ich dort an, wo man immer anfängt: nämlich vorne.

Mein Name ist Kim, ich bin 21 Jahre jung und starte heute meinen Blog. (Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, kannst du gerne in der Sidebar auf "Das bin ich!" klicken oder - wenn deine Neugier dann immer noch nicht befriedigt ist - kannst du mir einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail schreiben.) Heute ist irgendwann Anfang Mai 2014, nachdem ich mich jahrelang danach gesehnt habe, mich mit Leuten auszutauschen, die die gleichen Interessen haben wie ich. Endlich habe ich den ersten Schritt gewagt und mir innerhalb der letzten Tage (vielleicht sogar Wochen, je nachdem, wann ich online gehe) eine Online-Präsens aufgebaut, die einerseits Plattform für alles rund ums Lesen sein soll, aber andererseits auch dich, lieben Leser, fortbilden möchte im Bereich des kreativen Schreibens.